Großes Comenius-Finale in Zülpich
- Das Franken-Gymnasium als Gastgeber -

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(Die Bilder stammen von unserem ehemaligen Schulleiter Dr. H.-J. Thierfeldt)

Schüler und Lehrer aus fünf europäischen Ländern trafen sich am Donnerstag, den 14. April in der Martinskirche, um den Abschluss eines dreijährigen Projektes über Sitten und Gebräuche in Europa zu feiern.
Initiiert von Frau Studienrätin V. Fischer hatten sich Schüler und Lehrer aus Finnland (Kangasala), Griechenland (Kefalonia), Italien (Saronno bei Mailand), Malta (Naxxar) und Deutschland (Franken-Gymnasium Zülpich)) halbjährlich getroffen, um ihr Brauchtum vorzustellen und das anderer Länder kennen zu lernen. Für alle Beteiligten war es spannend zu hören, wie man in Europa Feste in der Familie (z. B. Weihnachten), in der Region (z.B. Karneval) und auf nationaler Ebene (Nationalfeiertage) begeht. „Vereint in der Vielfältigkeit“ – nicht nur abstraktes Motto der Europäischen Gemeinschaft, sondern für die jungen Europäer mittlerweile erfahrene Wirklichkeit, ganz im Sinne des Comenius-Programms der EU, das die Zusammenarbeit von Schulen in Europa fördert. 

Den Auftakt zum großen Abschlussfest bildete eine Kooperation der besonderen Art: Die Besucher – Schüler, Lehrer, Eltern und Gäste – erlebten in der Christuskirche einen ökumenischen Gottesdienst, bei dem auch ein Vertreter der griechisch-orthodoxen Kirche teilnahm. Die Gemeinschaft der christlichen Kirchen schien fast selbstverständlich, als alle in verschiedenen Sprachen altbekannte Gebete und Lieder sprachen und sangen.
Hauptkommunikationssprache war wie immer natürlich Englisch, die heutige „lingua franca“, für die jungen Europäer nach kurzer Zeit eine Selbstverständlichkeit. Nach dem Gottesdienst genoss man die Präsentationen der Ländergruppen, eingeleitet von einer Zülpicher Schülergruppe, die rheinische Lieder und Karnevalstänze zum Besten gab. 

Den Abschluss bildete das gemeinsame Singen eines Europaliedes, das unter Leitung von Herrn Oberstudienrat J. Petermann entstanden war. “We are holding hands together in a community where words are never enough…”. Diese Worte blieben den Teilnehmern noch lange im Ohr, während sie sich am reichhaltigen Buffet, einer Spende der Elternschaft, bedienten. Für viele war das Projekt der Beginn einer Freundschaft, für alle ein Schritt auf dem Weg zu einer europäischen Identität.

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