Die Stadt plant eine Mehrzweckhalle, in der sowohl eine Mensa für die beiden Schulen als auch eine Stadthalle unter einem Dach kombiniert werden sollen.
Nach hartnäckigen Bemühungen ist es den Elternpflegschaften des Franken-Gymnasiums und der KvL-Realschule gelungen, mit der Stadtverwaltung aber auch mit den Fraktionen ins Gespräch zu kommen. Schnell wurde deutlich, dass bei den im Moment von der Stadt verfolgten Planungen die Bedürfnisse der Schulen (sowohl
Räumlichkeiten für eine pädagogisch sinnvolle Übermittagbetreuung als auch
eine separate Schulmensa) den Anforderungen einer Stadthalle komplett untergeordnet worden sind und
nicht genügend berücksichtigt werden.
In den folgenden Texten finden Sie Informationen zu:
Wir werden versuchen, Sie über neue Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.
(Stand: 17.02.2010)
Die Karl- von -Lutzenberger - Realschule und das Franken-Gymnasium Zülpich haben im Rahmen des
"1000 - Schulen Programms" des "Ministerium für Schule und Weiterbildung" jeweils 100.000,- € erhalten. Allerdings nur unter der Bedingung und Verpflichtung des Schulträgers, also der Stadt Zülpich, noch einmal den gleichen Betrag
beizusteuern.
Diese insgesamt also 400.000,- € sind laut Zuwendungserlass des Landes NRW zweckgebunden und einzusetzen für ( Zitat ): " die Ersteinrichtung von geeigneten Räumlichkeiten für
Aufenthalts- und Verpflegungszwecke" der Schüler der Sekundarstufe I.
Die Stadt Zülpich benutzt diese Fördergelder der beiden Schulen jetzt zum Neubau einer so genannten "Mehrzweckhalle", um die bisherige, angeblich marode Stadthalle zu ersetzen.
Den Vereinen der Stadt wird damit einfach ihre „Heimat" genommen und auch Sie werden durch den Neubau ungefragt in eine erzwungene Kooperation gedrängt, die weder für die Vereine noch für die Schulen sinnvoll
ist. Das uns vorgelegte Konzept, eine "Mehrzweckhalle mit integrierter Mensa" zu bauen, steht daher den pädagogischen Anforderungen der Schulen absolut entgegen.
Auch im Hinblick auf künftige Ganztagsschulkonzepte und G8 - Anforderungen braucht jede der beiden Schulen mindestens 6-8 Räume zusätzlich, um eine pädagogisch sinnvolle Förderung und Betreuung von 200 bis 300 Schülern zu gewährleisten. Zurzeit leiden beide Schulen – auch ohne die zusätzliche Aufgabe einer sinnvollen Übermittagbetreuung – unter akuter
Raumnot!
Sie brauchen nicht nur eine reine Mensa, wie es in den Medien teilweise falsch interpretiert und dargestellt wurde!
Die Stadtplaner haben jetzt einfach eine Kombinationslösung aus vorrangig Stadthalle und angeblich schulgerechten Räumlichkeiten in Auftrag gegeben.
Nach dem Willen der Politiker sollen täglich die 200 bis 300 Schüler beider Schulen in maximal 2-3 Räumen gemeinsam in einem ansonsten riesigen Bau betreut werden, der eindeutig der Konzeption einer Stadthalle entspricht. (Wir verweisen auf den uns bisher von der Stadt vorgelegten Plan, als Kopie auch in der Pressemappe beigefügt)
Die gelegentliche Nutzung durch Vereine und Veranstaltungen wird hiermit zur Grundlage der Konzeption gemacht!
Wenn überhaupt, wäre es nur umgekehrt sinnvoll.
Räumlichkeiten, die von jugendlichen Schülerinnen und Schülern genutzt werden sollen und mit denen sie sich identifizieren können sollen, habe nichts mit einem 9 Meter hohen Festsaal zu tun! Schulische Räumlichkeiten müssen für Schulen frei gestaltbar sein.
Da aber die Schulen und Pädagogen, wie im Zuwendungserlass gefordert, in diese Planungen nicht mit einbezogen wurden, geht die vorgeschlagene Lösung jetzt auch völlig an den Bedürfnissen der Schulen vorbei.
Erst nach mehrmaligen schriftlichen und mündlichen Anfragen seitens der Eltern- und Schulpflegschaften, wurden deren Vertreter und die Schulleitungen zu einem Gespräch gebeten. (die Korrespondenz ist nachzulesen in der Pressemappe)
Allein aus diesem Mangel an Kooperation und Information seitens der Stadt Zülpich resultiert die nun entstandene Dissonanz um den geplanten Neubau zwischen den Vorgaben der Verwaltung und den Anforderungen der Schulen, der Vereine und mittlerweile auch der Anwohner.
Es kann nicht sein, dass sich die Stadt Zülpich einfach über fast 1600 Einwände hinwegsetzt, die in Form von Unterschriften auf Listen und auf „Gelben Karten" gegen diese Kombinationslösung
vorliegen! Es kann auch nicht sein, dass die Stadt dringend notwendige Investitionen in Bildung, zu der sie verpflichtet ist, nicht leistet. Stattdessen investiert sie mitten im Haushaltssicherungskonzept in eine neue, noch größere Stadthalle als weiteres Prestigeobjekt (neben Martinskirche und Museum). Und damit werden unserer Meinung nach auch die für die Schüler bestimmten Fördermittel zweckentfremdet.
Da die Schulen die Hauptnutzer (mehr als 200 Tage im Jahr) der Räumlichkeiten sein werden, sollten die schulischen und pädagogischen Bedürfnisse bei den Planungen im Vordergrund stehen.
Die 100.000 € für jede Schule aus dem „1000-Schulen-Projekt“ sollen in einen Bau einfließen, der wirklich auf die schulische Nutzung ausgerichtet ist.
Die Räumlichkeiten für die Schulen sollten frei von den Schulen zu gestalten sein, um sie mit Schülern gemeinsam und für Schüler attraktiv gestalten zu können.
Eine separate Mensa als für sich stehender Bereich, der nicht wahlweise der Stadthalle zugeschaltet wird.
Je 6-8 Räume für sowohl das Gymnasium als auch für die Realschule, um eine adäquate Übermittagbetreuung umsetzen zu können
Information aus dem Gespräch bei Herrn Hürtgen am 29.10.2009. Außer Herrn Hürtgen waren Herr Kiebel und Herr Preuß von der Stadt anwesend von den Schulen die beiden Schulleiter Herr Schuba und Herr Wirtz sowie Frau von Weichs und Frau Müller als Elternvertreterinnen der Realschule und Herr De Bruin und Frau Dr. Schmitz vom Gymnasium
Stadt plant immer noch eine Kombinationslösung, die in erster Linie aussieht wie eine Stadthalle.
Es soll ein Gebäude an Standort B gebaut werden, dass die Ausmaße 30 x 38 m hat. Es soll 2 Eingänge haben: einen in Richtung K-Adenauer-Platz, der nur für die Stadthalle genutzt werden soll und einen in Richtung Realschule und Parkplatz, der nur von den Schulen genutzt werden soll.
Wenn man durch den Schuleingang reinkommt, soll sich links ein Bereich für die Essensausgabe (6,5 m lang) befinden, ein Spülbereich (20 m²).
Neben dem Spül- und Essensausgabebereich schließen sich die Toiletten an, vor den Toiletten soll es eine variable 6 m lange Theke geben und anschließend beim Eingang auf der Stadthallenseite eine Garderobe.
Der Bereich der eigentlichen Halle/Mensa soll mit Trennwänden variable unterteilbar sein. An der Stadthallenseite soll es einen Bühnenbereich geben. Hinter der Bühne solle s Aufbewahrungsräume für Bestuhlung und Trennwände geben. Gesamte Halle soll in 250 m² und 290 m² aufteilbar sein. Insgesamt soll die Halle ohne Bestuhlung 900 Menschen fassen und mit Bestuhlung ca. 550. Der Hallenbereich soll 9 m hoch sein. Der Bereich für die Essensausgabe und die Garderoben muss nicht so hoch sein, daher soll es über diesem Trakt eine erste Etage geben.
Der Teil der Halle, der als Mensa genutzt werden soll, könnte mit Tüchern abgehängt werden, damit die Decke nicht 9 m hoch ist und er könnte auch durch variable Pflanzwände unterteilt werden.
In der ersten Etage solle es dann noch insgesamt 160 m² Räume für die Schulen geben, die in mehrere kleine Räume unterteilt werden können. Neben diesen Räumen soll es einen 60 m² Raum für die Technik geben und über der Bühne 2 Räume als Künstlergarderobe, die 2 eigene Toiletten und einen eigenen Treppenzugang zur Bühne haben sollen.
Fazit:
Die Stadt hat den Schwerpunkt nach wie vor auf Stadthalle gelegt, die Bedürfnisse der Schulen werden kaum berücksichtigt.
Welche Aktionen die Elternpflegschaften der beiden Schulen und die Schulleitungen durchgeführt haben, um auf die Missstände aufmerksam zu machen, die Stadtverwaltung und die Politik zu informieren und sich gegen die schlechte Kommunikation seitens der Stadt zu wehren, finden Sie in der folgenden Tabelle:
| 12.06.2009 | Erster Brief der Pausen-AG und der Schulpflegschaftsvorsitzenden an den Bürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden mit Bitte um Information
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| 12.08.2009 |
Zweiter Brief an den Bürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden
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| 29.09.2009 | Auftreten in der Schulausschusssitzung gemeinsam mit Elternvertretung der Realschule |
| 07.10.2009 | Besprechung im Rathaus mit Bürgermeister und Vertretern der Stadt; Schulleitungen und Elternvertretungen von Gymnasium und Realschule |
| 10.10.2009 | Brief vom Schulleiter der KvL-Realschule an den Bürgermeister und die Fraktionen |
| 29.10.2009 | Besprechung im Rathaus im Büro von Herrn Hürtgen; Schulleitungen und Elternvertretungen beider Schulen |
| 03.11.2009 | Dritter Brief an den Bürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden von den Elternvertretungen beider Schulen mit Stellungnahme, dass Pläne der Stadt die Interessen der Schulen nicht berücksichtigen
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| Nov. 2009 | Unterschriftensammlung auf Listen und gelben Karten an beiden Schulen |
| 16.11.2009 | Gespräch mit dem Vorsitzenden und Mitgliedern der SPD-Fraktion |
| 07.12.2009 | Gespräch mit dem Vorsitzenden und Mitgliedern der FDP-Fraktion |
| 02.02.2010 | Pressekonferenz mit dem WDR (Lokalzeit Bonn), Kölner Rundschau und Kölner Stadtanzeiger |