Ehrung für Schülerengagement am Franken-Gymnasium

Oberstufenschüler betreuen jüngere Schüler im Unterricht als Tutoren

Seit Beginn des laufenden Schuljahres gehen eine Reihe von Schülerinnen und Schüler nicht nur in den Unterricht, um sich etwas beibringen zu lassen. Vielmehr" opfern" sie einen Teil ihrer Springstunden, um jüngere Schüler beim Lernen zu unterstützen.

Die Idee war von Magda Schmid bei einer Podiumsdiskussion mit Regierungspräsident Jürgen Roters im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 1 00-jährigen Bestehen der Schule am Ende des letzten Schuljahres ins Gespräch gebracht worden. Sie hatte ein derartiges System bei ihrem Auslandsaufenthalt an ihrer Schule in Neuseeland kennen und schätzen gelernt.

Die beiden SV-Lehrerinnen Ute Flink und Marita Linden hatten die Idee aufgenommen und ein zu den speziellen Bedingungen des Franken-Gymnasiums passendes Konzept entwickelt. Nach Vorstellung in den Mitwirkungsgremien der Schule konnte dann unter Einbeziehung der SV im Schuljahr 2003/04 die praktische Umsetzung beginnen.

Bei dem Tutorensystem am Franken-Gymnasium erfolgt die Unterstützung der Schüler der Erprobungsstufe durch Oberstufenschüler. Diese erklären sich freiwillig bereit, eine Freistunde in der Woche am Unterricht in den so genannten Kernfächern (Deutsch, Englisch, Mathematik) der Erprobungsstufe teilzunehmen, um Hilfestellungen zu bieten. Der Fachlehrer bindet die Tutoren aktiv in das Unterrichtsgeschehen ein, etwa zur Hausaufgabenüberprüfung oder in Stillarbeits- und Übungsphasen. So besteht zum einen für den Fachlehrer die Gelegenheit sich verstärkt um individuelle Probleme seiner Schüler kümmern zu können, zum anderen haben aber auch die Schüler einen weiteren Ansprechpartner. So können sich diejenigen Kindern an den Oberstufenschüler wenden, die sich scheuen ihre Fragen Lind Probleme an den Fachlehrer direkt zu richten. Es können aber auch Übungsphasen genutzt werden, in denen sich der Tutor speziell einem Schüler oder einer Schülergruppe widmet und ihnen Hilfestellungen bietet. Dabei ist nicht nur an die Unterstützung bei Lernschwierigkeiten gedacht, auch an die gezielte Förderung von Leistungsstärken.

Bei den Oberstufenschülern stieß die Idee auf großes Interesse, sodass jetzt eine erste positive Zwischenbilanz gezogen werden konnte. Das Ende des ersten Halbjahres war für Schulleiter Dr. Thierfeldt Anlass genug, sich bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement zu bedanken. Sein Dank galt Theresa Bongard, Claudia Eschweiler, Andrea Esser, Jennifer Marx, Laura Menzler, Melanie Simons, Jens und Tim Tegethoff, Cornelia Briem, Matthias Ehlenz, Simon Höft, Bodo Pohla, Philipp Trösser, Hanna Baumann, Eva Lebertz, Rebecca Schierbaum, Magda Schmid und Susanne Schmitz. Bei Keksen und Erfrischungsgetränken tauschte man am 17.02.04 in der 6.Stunde Erfahrungen aus und sprach über die Planungen für das zweite Halbjahr. Insgesamt stehen mehr Schülerinnen und Schüler für die Betreuungstätigkeit zur Verfügung als am Gymnasium selbst eingesetzt werden können. Daher wird die Schule der Bitte von Herrn Schuba, Leiter der Zülpicher Realschule, das Projekt auf die Nachbarschule auszudehnen, mit Beginn des neuen Halbjahres entsprechen.

Dr. Thierfeldt: "Das Engagement unserer Schüler ist wirklich lobenswert, besonders, wenn es mit so viel Interesse betrieben wird. Das Motto für dieses Projekt heißt nämlich keineswegs nur »Schüler helfen Schülern«, sondern »Schüler helfen Schülern und Lehrern«! Ich hoffe, dass sich die Idee als langlebig erweist."

Ein Extradank ging an Bodo Pohla und Philipp Trösser, die die Erhaltung der Badminton-AG möglich machten, als wegen der langfristigen Erkrankung eines Sportlehrers deren Einstellung drohte. Sie betreuten die betroffene AG im Auftrag der SV selbständig als Übungsleiter.

zurück