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Am 15.10.2001 war es so weit: die von der Firma Göbel aus Düren installierte 5KW-Photovoltaikanlage auf dem Dach des Altbaus des Franken-Gymnasiums ging ans Netz.

Dieses Ereignis hat eine längere Vorgeschichte. Bereits seit dem Jahr 1996 besteht ein Energiesparvertrag zwischen dem Franken-Gymnasium (in Form des Fördervereins der Schule) und der Stadt Zülpich. Um einen Anreiz zur Verbesserung des Energiespardenkens zu schaffen, verpflichtete sich die Stadt, einen großen Teil der durch Energiespar-Maßnahmen eingesparten Strom- und Gaskosten zweckgebunden an die Schule weiterzugeben. Im Rahmen der von der Schule betriebenen Energiesparmaßnahmen gab es zunächst eine Energie-AG, später dann ein Energie-Team unter Leitung von
Bernhard Haas, welches sich intensiv mit verschiedenen Aspekten des Energiesparens beschäftigt. Dabei zeigte sich schnell, dass dieses Thema auf zwei Ebenen angegangen werden musste: einerseits ging es darum, Energielücken baulicher Art und auf der Ebene der in der Schule eingesetzten Elektrogeräte aufzuspüren und diese an die Verwaltung zu melden, vor allem aber gab es sowohl im Bereich von Bewusstsein und Alltagsverhalten von Lehrern und Schülern Einiges zu tun.
Aufklärungsarbeit und Appelle führten bei den meisten schon bald zu einem bewussteren und bedachtsameren Umgang mit Heizenergie, so dass als erstes Ergebnis der diversen Bemühungen die Stadt dem
Franken-Gymnasium für den ersten Abrechnungszeitraum von ein-einhalb Jahren die erstaunliche Summe von DM 18.409,15 überweisen konnte. Die bemerkenswerten Einsparerfolge konnten auch in den weiteren Jahren gehalten werden, hier steht die Verbrauchsabrechnung mit der Stadt allerdings noch aus.
Der Vergabeausschuss wies dann die Mittel vertragsgemäß verschiedenen Zwecken zu, die im Wesentlichen der weiteren Steigerung der Effizienz der Energienutzung am Franken-Gymnasium dienten, etwa durch die Anschaffung von Thermometern für alle Unterrichtsräume und die Anschaffung eines Energiesparkühlschranks und von Zeitschaltuhren für Warmwassergeräte. Der Löwenanteil wurde allerdings zunächst für das Projekt der Glasüberdachung des Innenhofs im Altbau zur Seite gelegt. Da sich dieses Projekt nicht verwirklichen ließ, nahm der Vorstand des Fördervereins des Franken-Gymnasiums eine vom Energie-Team ins Spiel gebrachte Idee auf, nämlich den Bau einer modernen und leistungsfähigen Photovoltaikanlage.
Die nötigen Vorarbeiten waren vom Energie-Team der Schule geleistet worden. Diese begannen mit Internetrecherchen zur Technik und allgemeinen Fragen, wobei man auch zahlreiche Schulen fand, die ihre Erfahrungen zu einem solchen Projekt veröffentlicht haben. Es folgten Besuche und Verhandlungen bei Kreditinstituten zur Finanzierung und schließlich das Einholen von Kostenvoranschlägen bei entsprechenden Firmen. Nach Überprüfung der baulichen Voraussetzungen durch Wolfgang Zimmermann von der Gebäude-Managementabteilung der Stadt konnte der Vorstand des Fördervereins das geeignetste Angebot auswählen und die Gelder der entsprechenden Förderprogramme beantragen. Nahezu zwei Drittel der ersten Tranche der eingesparten Gelder aus dem Energievertrag fließen nun nach einem erneuten Beschluss des Vergabeausschusses in die Finanzierung dieses Projekts.
In etwa acht bis zehn Jahren kann damit gerechnet werden, dass die Anlage einen Gewinn erwirtschaftet, wenn weitere Mittel aus dem Energiesparvertrag in die Maßnahme fließen. Ein genauso wichtiger Effekt ist aber viel unmittelbarer zu erwarten, nämlich Auswirkungen auf die weitere Verbesserung des Energiespargedankens und eine Verbesserung des Physikunterrichts.
Zum einen ist im PZ der Schule ein großes Display angebracht, ...

...das alle Vorbeigehenden über die Stromleistung der Anlage informiert. Zum anderen wurde eine Datenleitung zum Physikfachraum eingerichtet und der dort vorhandene Rechner mit entsprechender Software ausgestattet. Auf diese Weise kann die Thematik Energieerzeugung und -einsparung aktuell und praxisnah im Physikunterricht behandelt werden. Auch für die Weiterarbeit des Energie-Teams können neu Impulse erwartet werden.