Unser Dorf

Wir, die Klasse 8b (2000/2001), haben im Rahmen unseres Deutschunterrichtes mit Frau Flink Gedichte über unsere Heimatorte verfasst. Dabei handelt es sich um Zusammenfassungen, Eindrücke und Meinungen über den Wohnort des jeweiligen Schülers in Gedichtform. Zu lesen gibt es Gedichte, in denen die umliegenden Dörfer nicht nur positiv, sondern auch kritisch gesehen oder negativ dargestellt werden. Wir wünschen allen viel Spaß beim Lesen!


Langendorf

Langendorf, du Weltmetropol'
Du Stadt-Staat, du Dorf,
du bist nicht groß, nicht auf der Karte
und doch: SCHÖN.

Langendorf, du Schlaraffenland,
Straßen aus Gold, Häuser aus Schokolade,
Straßenlaternen aus Marzipan,
einfach: LECKER.


Bergheim 

Du bist hässlich und schön zugleich,
Deine Bevölkerung ist nicht sehr reich,
Schauernd geh ich durch die Gassen,
Kann dich trotzdem nicht verlassen. 

Die Schulen sind ungezähmt und wild,
Das bietet mir ein schauriges Bild,
Die Kinder ärgern sich und hassen,
Die ungleich aufgeteilten Klassen 

In vielen Vierteln herrscht der Krieg,
Verschiedene Rassen kämpfen um den Sieg,
Und doch kann niemand den Krieg schlichten,
Auf diesen Kick will niemand verzichten. 

Bergheim hat auch schöne Seiten,
Die sich nicht oft und gern verbreiten,
Doch fahr ich immer noch gern dahin,
Weil ich dort zu Hause bin.


Niederelvenich

Du bist klein,
und auch nicht fein,
du besitzt keinen Laden,
und in deinem Bach kann man nicht baden.

Hier ist nichts los,
du bist zu klein,
ich würde gern woanders sein.


Wichterich

Unser Spar-Markt-Käufer,
hier in Wichterich,
da kannst du was kaufen,
viel mehr kannst du hier nicht!!!


Ülpenich

Oh Ülpenich, oh Ülpenich,
du Heimatdörfchen klein,
du liegst nicht an der Erft,
und auch nicht am Rhein.
Du schlummerst nicht im tiefen Tal,
du liegst stolz auf der Höh`,
und überall hört man sagen:

In Ülpenich ist es schön!!!


Home sweet home
(Wollersheim)

Dort,wo man geboren ist,
ist nicht gleich dein Heimatort.
Dort, wo man am liebsten ist,
ist nicht gleich dein Heimatort.
Nur dort, wo man Freunde hat,
wo Eltern sich sorgen,
dort, wo man sich fühlt geborgen,
ist dein Heimatort!

Ich, ich wohn in Wollersheim,
das liegt vor Niedeggen,
Nur 800 Einwohner -
Mehr hat es nicht.
Das ist egal,
Mich stört das nicht.

Irgendwo im Nirgendwo -
Da wohne ich.
Irgendwo im Nirgendwo -
Da schlafe ich.
Irgendwo im Nirgendwo -
Da ist mein Heim.-
Irgendwo im Nirgendwo-
ist Wollersheim.

In der Zülpicher Borde gelegen,
liegt ein Dorf mit vielen Wegen.
Im Wappen findet man Trauben.-
Selbst die alten Römer tranken hier Wein,
Im 850 Jahre alten Wollersheim.


Langendorf

Langendorf, das Herz der Welt,
so klein, und doch so froh.
Das Leben unterm Himmelszelt,
so bist du, und nur so.

Du bist der Stolz von Jedermann,
der Kult ist nicht weit weg.
Du wächst heran zur großen Stadt,
dann bist nicht mehr mein Dorf.

Langendorf, bleib wie du bist!
Und werd mir nicht zu groß!
Denn dann..., jetzt denk dir aus,
was aus dir werden wird.

Dann bist du grau und richtig dreckig,
und die vielen Farben, ja die verblassen,
und dann bist, leider du,
leider, leider wie alle anderen:
STÄDTE.


Mein Dorf

Alle Dorfsleute groß und klein
gehen hier ein und aus.
Sie gucken freundlich,
grüßen dich und ziehen weiter.
Schöne Häuser und Straßen,
schöne Pferde und Schafe in unserem Dorf.
Ob ich mein Dorf mag?
Nein! Warum!
Die Dorfsleute mögen dich
in Wirklichkeit gar nicht.
Ihre Freundlichkeit ist scheinheilig. 
Sie lästern über dich, über alles was
anders ist als sie es sind.
Die Häuser gefallen mir eigentlich nicht.
Kitsch herrscht über meinem Dorf.
Die Tiere sind laut und verdrecken 
Die Straßen. Aber sie können nichts dafür.
Schuld haben nur die Menschen.


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