Informationen zur Berufsorientierung

1999/2000

Sekundarstufe II

 


Ziele der Berufsorientierung  

Die Berufsorientierung steht in der Regel am Ende eines längeren Prozesses, in den viele Überlegungen eingebettet sind. So ist es notwendig, sich über die eigene Eignung und über spezielle Interessen, aber auch über Chancen und Risiken einer beruflichen Laufbahn klar zu werden.

Die Schule hat dabei den Auftrag, Schülerinnen und Schüler bei diesem Prozess aktiv zu begleiten und die Berufswahlkompetenz zu fördern.

Die Jugendlichen sollen - zunehmend selbstständig - Kriterien für die Berufswahl entwickeln und reflektieren, sie sollen Ausbildungsmöglichkeiten und Berufe kennenlernen sowie über Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt informiert werden.

Der Schwerpunkt der Berufsorientierung in der Oberstufe liegt in der Jahrgangsstufe 11. In der Jahrgangsstufe 12 erfolgen darüber hinaus Studienberatungen des Arbeitsamtes und der Universitäten. Außerdem stehen die Betreuungslehrerinnen einmal wöchentlich zur Beratung und Information zur Verfügung.


II. Ablauf der Berufsorientierung  

Teilweise in Verbindung mit einer Studienorientierung erstreckt sich die Berufsorientierung in der Oberstufe über den gesamten Zeitraum der Sekundarstufe II, hat aber ihren Schwerpunkt in der Jahrgangsstufe 11 zwischen den Weihnachts- und Osterferien.

Mehr noch als in der Sekundarstufe I soll der Aspekt der Selbstständigkeit und Eigenverantwortung betont werden und eine Aktivierung der Jugendlichen erreicht werden. Aus diesem Grund gibt es neben den Pflichtveranstaltungen eine Reihe fakultativer Veranstaltungen, die eine bewusste Auswahl erfordern. Die Berufsorientierungsmappe, die in der Klasse 9 begonnen wurde, soll fortgeführt und entsprechend ergänzt werden.

Jahrgangsstufe 11  

Pflichtveranstaltungen  

Die Berufsorientierung beginnt mit einer Reihe von Pflichtveranstaltungen in der ersten vollen Woche nach den Weihnachtsferien. Folgendes ist geplant:

  1. Einführungsveranstaltung durch die BO-Lehrer/das Arbeitsamt
  2. Besuch beim BIZ
  3. Besuch einer Fachhochschule oder eines Betriebes (Fachhochschule Jülich/ Kernforschungsanlage, Kreissparkasse, Versicherung, pädagogische Einrichtung, Gericht, Industriebetrieb)

Die Fachhochschule Jülich informiert   über die Studiengänge im Ingenieurwesen. Es können bis zu 40 Schüler/innen mitfahren. Gleichzeitig wird die Kernforschungsanlage Jülich besichtigt, die eng mit der Fachhochschule zusammenarbeitet. Bei den anderen Veranstaltungen sind Gruppen von etwa 20 Teilnehmern sinnvoll. Entscheiden Sie sich bitte bis zum 30.9.1999 für eine der Veranstaltungen und geben Sie Anlage 1 ausgefüllt an die BO-Lehrerinnen zurück.

außerdem vor den Osterferien:

  1. Einwöchiges Praktikum

Fakultative Veranstaltungen  

Ergänzend, aber fakultativ werden folgende Veranstaltungen angeboten:

  1. Verfassen von Bewerbungsunterlagen
  2. Vorträge von Referenten zu verschiedenen Berufsfeldern

zu 1: Das Verfassen von Bewerbungsunterlagen gilt als Wiederholung . Unser Angebot richtet sich an die Schüler, die sich noch unsicher im Abfassen ihrer Unterlagen fühlen. Diese Unterweisung wird durch einen Deutschlehrer erfolgen.

Zu 2: Wie schon in der Vergangenheit geschehen, wollen wir Referenten einladen, die interessierte Schüler über den Ausbildungsweg und die praktischen Erfahrungen in ihrem Beruf berichten sollen. Wir denken sowohl an junge Berufstätige, die an der Nahtstelle zwischen Ausbildung/Studium und erster Berufserfahrung stehen, und somit den Jugendlichen und ihren Fragen nahestehen, als auch an Eltern, die einen Einblick in die Realität ihres Berufes geben möchten. Diese Veranstaltungen finden am Spätnachmittag oder frühen Abend statt.

Wir bitten hiermit Eltern und junge Erwachsene, die ihr Berufsfeld vorstellen möchten, sich bei den BO-Lehrerinnen zu melden. Die Schüler bitten wir, ihre Informationswünsche auf dem entsprechenden Formblatt zu vermerken und es uns bis zum 30. 9. 1999 zurückzugeben. (siehe Anlage 1)

Praktikum  

Das Schülerbetriebspraktikum soll den Schülern die Möglichkeit geben, die Praxis der Berufs- und Arbeitswelt kennenzulernen und eine Entscheidung für ein Studium oder eine Berufsausbildung sicherer zu machen. Es muß deshalb, genau wie die Berufsorientirung insgesamt, vor der Entscheidung über die weitere Schullaufbahn und die Belegung von Kursen in der Qualifikationsphase (Wahl der Leistungskurse) erfolgen. Die Schulkonferenz hat der Einführung des Schülerbetriebspraktikums zugestimmt, es ist somit eine schulische Veranstaltungen und verpflichtend.

Das Praktikum soll in der letzten Woche vor den Osterferien stattfinden, wobei die Möglichkeit der Verlängerung um bis zu zwei Wochen in die Osterferien hinein besteht.

Das Praktikum ist eingebunden in das Gesamtkonzept der Berufsorientierung, d.h. beim Suchen des Praktikumsplatzes und der Bewerbung um diese Stelle sollen die Schüler die bisher überwiegend theoretisch vermittelten Kenntnisse praktisch anwenden und erfahren. Deshalb bitten wir Sie, die Praktikumsstelle möglichst selbst zu beschaffen und auch dies in der Mappe zu dokumentieren. Bei Bedarf sind die Betreuungslehrerinnen jedoch bei der Stellensuche behilflich.

Zusätzlich zu Ihrer eigenen schriftlichen Bewerbung steht Ihnen mit Anlage 2 ein Formblatt zur Verfügung, das Sie bei dem betreffenden Unternehmen einreichen können. Lassen Sie sich außerdem nach erfolgreicher Suche die Stelle auf dem Formblatt (siehe Anlage 3) bestätigen und geben Sie es bis zum 1. Dezember 1999 zurück.

Achtung!

Wer ein Praktikum in Betrieben des Lebensmittelgewerbes bzw in Gemeinschaftseinrichtungen (z. B. Kindergärten) durchführt, muss sich einer Einstellungs- bzw Erstuntersuchung des Gesundheitsamtes unterziehen. Die Kosten übernimmt der Schulträger.

Das Praktikum ist eine unterrichtliche Veranstaltung. Daraus folgt, daß die Schüler durch den Schulträger unfall- und haftpflichtversichert sind.

Die Fahrtkosten werden vom Schulträger erstattet. Sie erfolgt auf der Basis des günstigsten Fahrkartenpreises des ÖPNV. Ein Antrag auf Fahrtkostenerstattung ist als Anlage 4 beigefügt.

Während ihres Praktikums werden die Schüler von den sie betreuenden Lehrern besucht. Aus organisatorischen und finanziellen Gründen soll sich die Suche nach einem Praktikumsplatz zunächst auf den Raum Zülpich konzentrieren. Eine Ableistung des Praktikums im elterlichen Betrieb ist nicht zulässig.

Langfristig ist geplant, auch Praktika-Möglichkeiten im Ausland anzubieten. Hierzu stehen Fördermittel der EU und speziell für Frankreich Fördermittel des Deutsch-Französischen Jugendwerkes zu Verfügung.

Auswertung der Berufsorientierungswoche und Bericht über das Praktikum  

Wie schon in Klasse 9 sollen auch in der Jahrgangsstufe 11 die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen dokumentieren. Dazu sollen sie sich der in Klasse 9 begonnenen Mappe bedienen oder eine neue Dokumentationsmappe anlegen.

Sie soll enthalten:

Die Mappe dient dabei mehreren Zwecken. Zuerst einmal ist sie der Ort, an dem die Schüler ihre Erfahrungen und Informationen sammeln, um sie für sich selbst jederzeit greifbar zu haben. Zum anderen dient sie den Betreuungslehrerinnen zur Überprüfung des vom Schüler geleisteten Aufwandes, der auf Wunsch auf dem Zeugnis in Form einer Bemerkung festgehalten werden kann. Schließlich lassen sich aber auf diese Weise auch die in einem Jahrgang gemachten Erfahrungen für die folgenden Jahrgänge nutzbar machen, sei es, dass gute Praktikumsstellen unserer Region bekannt gemacht werden, sei es, dass besonders gute Berichte den folgenden Schülern als Beispiele dienen können. Letzteres kann natürlich nur mit Zustimmung der Verfasser geschehen.

Die Mappen sollen den Betreuungslehrerinnen bis zum 12. Mai 2000 abgegeben werden.

Sie dienen als Grundlage für den Vermerk über die erfolgreiche Teilnahme an der Berufsorientierung auf dem Versetzungszeugnis der Jahrgangsstufe 11.

Entschuldigungsverfahren  

Sollten Sie während der Berufsorientierungswoche erkranken, informieren Sie bitte umgehend das Sekretariat des Franken-Gymnasiums (Tel.: 02252/94430), um unnötigeWartezeiten zu vermeiden. Dies gilt ganz besonders, wenn Betriebsbesichtigungen und Busfahrten anstehen.

Jahrgangsstufe 12   

Wöchentliches Beratungsangebot der Schule  

Für alle Schüler ab Klasse 9 stehen die Betreuungslehrerinnen einmal wöchentlich zu Beratungen zur Verfügung. Hier können die Schüler detaillierte Blätter zur Berufskunde einsehen, aktuelles Informationsmaterial erhalten und Hilfe beim Internetzugang bekommen.

Eure Betreuungslehrerinnen für die Berufsberatung
Maria Beresheim und  Gaby Thumann