INFORMATIK

zu den Visual Basic Projekten 1999

zu den Visual Basic Projekten 2001

INHALTLICHE UND METHODISCHE ANFORDERUNGEN IN DER SII

Die Bedeutung, die Computer in den letzten Jahren erlangt haben, ist unübersehbar. Alle Einsatzbereiche erfordern, dass der Benutzer die Anwendungsprogramme zumindest in Grundzügen bedienen kann. In gehobenen beruflichen Positionen verlangt man auch von Leuten, die nicht Informatik studiert haben, immer wieder, dass sie für spezielle Anwendungen die vorhandenen Programme abändern können, also auch selbst programmieren.
Entsprechend der Zielsetzung des Gymnasiums ist es nicht Aufgabe der Oberstufe, den SchülerInnen die Nutzung von Anwendungsprogrammen anzutrainieren. Diese Funktion übernimmt die Berufsausbildung  für Bankkaufleute oder Verwaltungsnachwuchs, eventuell auch die VHS.
Der Informatik-Unterricht der Oberstufe soll den SchülerInnen Einblicke in die Gesamtzusammenhänge geben. Schwerpunkt ist das Erlernen der Fähigkeit, Probleme systematisch zu lösen und in ihrer Bedeutung zu bewerten.

Vor diesem Hintergrund ist das Arbeitsmittel im Fach Informatik natürlich der Computer.
(Es ist übrigens nicht erforderlich, ein eigenes Gerät zu besitzen, zum Eingeben der Programme ist im Unterricht genügend Zeit). Im Unterricht kommt es darauf an, selbst Programme oder Programmteile zu entwickeln, zu schreiben und zu testen, vorgegebene und überschaubare Probleme mit Hilfe einer Datenverarbeitungsanlage zu lösen; die Anforderungen steigen natürlich von der 11 bis zur 13. Dabei ist für eine erfolgreiche Kursteilnahme entscheidend, Lösungswege zu finden und zu optimieren (dazu braucht man gar keinen Computer), nicht aber die Kenntnis programmiersprachlicher Kniffe oder  graphischen Beiwerks.
Wer sich für die Teilnahme am Informatik-Unterricht entscheidet, muss nicht überdurchschnittlich mathematisch begabt sein, auch wenn dies immer wieder behauptet wird.
Die Programmiersprache ist Turbo-Pascal, eine Sprache, der das verbreitete BASIC immer ähnlicher wird, die aber mehr Möglichkeiten bietet. Da das Schwergewicht nicht auf programmiertechnischen Feinheiten, sondern auf systematischem Denken liegt, haben diejenigen, die in der SI schon Informatik gehabt haben, nur anfangs Vorteile. Im Unterricht wechseln sich Abschnitte, in denen die theoretische Erarbeitung im Vordergrund steht, und Abschnitte in denen praktisch mit den an der Schule zur Verfügung stehenden Computern gearbeitet wird, ständig ab.

Das Fach Informatik wird an unserer Schule nur als Grundkurs angeboten, kann aber wie alle anderen Fächer auch als Abiturfach gewählt werden.

Am Ende des ersten Halbjahres (11.1) sollen die SchülerInnen in der Lage sein, die Geräte sicher zu bedienen und kleinere Probleme mit Hilfe eines Computers selbständig zu lösen (z.B.: Lösung quadratischer Gleichungen durch den Computer, Wörter im Text zählen lassen oder...)
Im Rahmen des weiteren Unterrichts werden einerseits Verfahren entwickelt, den Ablauf von Lösungsverfahren zu systematisieren (11.2), andererseits wird untersucht, wie Daten anzuordnen sind, um sie platzsparend zu speichern und die Zugriffszeiten so gering wie möglich zu halten (12.1).
In der Jahrgangsstufe 12.2 betrachtet man die internen Abläufe eines Computers (Was passiert eigentlich, wenn man eine Taste bedient? Warum leuchtet das richtige Zeichen auf dem Bildschirm? Wieso versteht der Rechner die Befehle einer Programmiersprache, wie arbeitet er? Was ist ein Betriebssystem?)
In der Stufe 13 wird das bisher gelernte Detailwissen in größeren Projekten umgesetzt. Die Themenvorschläge für diese Projekte können vom Kurslehrer / der Kurslehrerin oder von den SchülerInnen kommen.


Projektthemen sind z.B.:

Zusätzlich zu den Projekten sollen in dieser Jahrgangsstufe auch Probleme des Datenschutzes sowie der gesellschaftlichen Auswirkungen des zunehmenden Computereinsatzes analysiert werden.

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