Auch heute gibt es noch viele "weiße Flecken" in zahllosen Gebieten der
Naturwissenschaft und Technik; denn die Forschung löst nicht nur Probleme, sondern wirft
auch ständig neue auf. Der große naturwissenschaftlich technische Nachwuchswettbewerb
"JUGEND FORSCHT" ist eine Herausforderung für alle, die selbst aktiv werden
wollen.
Das Geschwistertrio Anastasia, Genoveva und Magdalena Schmid aus Sievernich vertritt seit
fünf Jahren das Franken-Gymnasium bei "JUGEND FORSCHT". Im Folgenden
stellen sie den Wettbewerb allgemein vor und erläutern kurz ihre bisherigen Projekte:
Seit dem Start des Wettbewerbs 1965 haben rund 44.000 Mädchen und Jungen bei "JUGEND
FORSCHT" teilgenommen.
Antreten können alle unter 21 Jahren, für Teilnehmer/innen unter 16 Jahren heißt der
Wettbewerb "SCHÜLER EXPERIMENTIEREN" (="SCHÜEX"). Man kann
alleine oder als Gruppe von bis zu drei Jungforschern loslegen. Das selbst gewählte Thema
muss in eines der sieben Fachgebiete passen: Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaft,
Mathematik-Informatik, Physik, Technik und Arbeitswelt. Die Arbeit gliedert sich in
zwei Teile. Der schriftliche Teil, in dem man Zielsetzung, Methoden und Ergebnisse
formuliert, darf nicht mehr als 15 Seiten umfassen. Bei den Wettbewerben, in denen man
seine Arbeit den Jurys an seinem Ausstellungsstand so anschaulich wie möglich vorstellt,
gelangt der Erstplatzierte von der Regional- auf die Landesebene, und wer auch diese
Hürde überwindet, kann bei "JUGEND FORSCHT" noch auf Bundesebene antreten.
Neben Geldpreisen, Sonderpreisen für besondere Themenschwerpunkte (z.B. Umwelt,
Energieeinsparung) und Sachpreisen werden auch Forschungspatenschaften in Firmen und
Instituten im In- und Ausland vergeben.
Bei unserer Arbeit 1995 beschäftigten wir uns mit Schimmelpilzwachstum
(SCHÜEX Biologie, 3. Platz auf Landesebene). In den sich anschließenden beiden Jahren
ging es unter dem Motto ,,Als die rote Sonne in der Eifel im Meer versank"
um die Paläontologie der Sötenicher Kalkmulde sowie mit dem ,,Land der erloschenen Vulkane"
um den Eifelvulkanismus im Quartär (Schüex' Geo- und Raumwissenschaft, 1. und 2. Platz
auf Landesebene). 1998 stellten wir eine fahrbare
Hundetoilette im Fachgebiet Technik vor (Jugend forscht, Jugendjurypreis auf
Landesebene).
In diesem Jahr starten wir erneut auf dem Gebiet Geo- und Raumwissenschaft. Unter dem
Titel ,,Sub
radice tempus iacebat" geht es um römische Siedlungsspuren, die
zwischen 150 und 300 n.Chr. zu datieren sind. Wir analysierten die Keramikfunde und die
antiken Baumaterialien einer neuen Fundstelle' auf die wir durch mündlich überliefertes
Sagengut und einen glücklichen Zufall gestoßen waren. Wir erreichten auf Landesebene am
10.3.99 den 1. Platz und erhielten erneut den Jugendjurypreis. Vom 27. - 30. Mai findet
bei der Bayer AG in Leverkusen der Bundeswettbewerb statt.
Für weitere Fragen:
Stiftung Jugend forscht e.V.' Baumwall 5, 20459 Hamburg
Die Schulgemeinde gratuliert euch zu dem tollen Erfolg und wünscht für den Bundeswettbewerb alles Gute!
Nachtrag: Auf Bundesebene gewannen Anatasia, Genoveva und Magdalena Schmid den 4. Preis.