Studienfahrt 2012 des Deutsch LK Linden / Erdkunde LK Haas nach Prag

Studienfahrt 2012 des Deutsch LK Linden/ Erdkunde LK Haas nach Prag

Prag2012LK D-EK

Sonntag, 26.8.2012, 5:55 Uhr - Nachdem die meisten von uns schon seit ungefähr 1,5 Stunden wach sind und nun am Bus warten, können wir uns darüber freuen, dass Frau Linden, natürlich als letzte (gar nicht wahr! Ld), einsteigt und ihr spätes Ankommen mit den Worten „Also nee, das ist ja nun wirklich überhaupt nicht meine Uhrzeit!" rechtfertigt.
Nach zehnstündiger, wirklich nervenaufreibender Busfahrt, welche natürlich nicht ohne Schlager- CDs oder eine Pause bei McDonald's auskam, begrüßte uns unser Reiseleiter Herr Klima mit den für ihn typischen Worten „Hallo, meine lieben Freunde", die uns in den nächsten Tagen halfen, notfalls immer wieder zu unserer Gruppe zurückzufinden.
Direkt am ersten Abend zeigte uns Herr Klima Prag von dessen schönster Seite: Das erste, was wir sahen, als wir aus der U-Bahn-Station herauskamen, war der Wenzelsplatz bei Sonnenuntergang. Dieser Ausblick und der Anblick der Karlsbrücke bei Nacht stimmten uns feierlich auf die Besichtigungen der kommenden Tage ein.
Wir besichtigten viele Sehenswürdigkeiten in Prag selbst (z.B. die Prager Burg, den Pulverturm oder das jüdische Viertel), aber an einigen Tagen fuhr uns unser (bei allen super beliebter, weil echt witziger) Busfahrer zu den Führungen außerhalb der Stadt. Eine dieser Besichtigungen führte uns in die ehemalige Garnisonsstadt Theresienstadt. Dies war für uns wohl der Ort, der uns am meisten bewegte, da er zeigte, was die Deutschen damals alles angerichtet haben.
Weil etwa die Hälfte der teilnehmenden Schüler aus Frau Lindens Deutsch- LK stammte, kamen auch wir, genau wie die Schüler der letzten Jahrgänge, nicht darum herum, das Kafka- Museum zu besuchen. Dieser Besuch fand allerdings bei den wenigsten Anklang, da das Museum nicht wirklich interessant gestaltet ist. Auch die Lektüre Kafkas, welche Frau Lindens Schüler im Laufe der Studienfahrt lesen mussten (während Herr Haas Schüler Bötchen auf der Moldau fuhren), sorgte nicht gerade für Begeisterung, aber wir ließen es wohlwollend über uns ergehen.
Natürlich kam neben all dem Sightseeing der Spaß bei uns nie zur kurz. Neben einigen gemütlichen Abenden in den Bars und Clubs, die wir (auf Herrn Klimas ausdrücklichen Rat hin besuchten), einem Besuch im Theater oder auch einem Abend in Europas größter Disko, bauten wir einigen Mist, welchen uns die Lehrer zum Glück nie sonderlich böse nahmen. So kam es zum Bespiel für einige überraschend, dass eines Nachmittags einer der Schüler in höchster Eile in die Lobby gelaufen kam und versuchte, der Rezeptionistin in „bestem"
Englisch klar zu machen, dass sein Bett aus dem Zimmer verschwunden war. Da er allerdings die Worte „My bed is away!" benutzte, konnte ihm niemand weiterhelfen, bis sich seine Zimmerkollegen endlich erbarmten und ihm den Aufenthaltsort seines Bettes verrieten.
Um zu verhindern, dass unsere Lehrer wirklich jede unserer Aktionen mitbekommen, hatten wir uns nach ein paar Tagen dazu entschlossen, verschlüsselte Botschaften zu überbringen und warnten und von nun an immer mit den Worten „Achtung, Nummer 9 und Nummer 10 (Herr Haas und Frau Linden) im Anmarsch!".
Auch wenn sie manchmal beide etwas streng waren (vor allem in Bezug auf die Referate, die wir trotz langer Diskussionen während unserer Studienfahrt halten mussten), kann ich mit Recht behaupten, dass uns die zwei wohl am meisten geeigneten Lehrer für diese Studienfahrt zur Verfügung standen.
Alles im Allem (tut mir leid, aber ich muss diese Floskel benutzen, obwohl- oder gerade weil ich weiß, dass sie Frau Linden in unseren Klausuren immer zum Äußersten treibt) bleibt mir eigentlich nur noch zu sagen, dass ich wohl im Namen von allen 30 Schüler/-innen spreche, wenn ich behaupte, dass wir alle diese Fahrt genossen haben- es gab kaum Zwischenfälle (auch, wenn wir auf der Rückfahrt einen Kranken zu pflegen hatten) und das Verhältnis von Freizeit und verplanter Zeit war ziemlich gut verteilt.
Für eine sehr gelungene Fahrt spricht wohl auch, dass die Rückfahrt von Prag (auch wenn sie im Vergleich zur Hinfahrt wesentlich ruhiger ablief) eine ziemlich traurige Angelegenheit war. Wenn es nach der Mehrheit der Schüler gegangen wäre, wären wir wohl noch ein paar Tage mehr in dieser wunderschönen Stadt geblieben.
Und nun zuletzt nochmals einen herzlichen Dank an Herrn Haas und Frau Linden, dass sie uns diese wundervolle (und wirklich lustige) Studienfahrt möglich gemacht haben!

Chantal Görne