The 3rd ESN Science & Technology Exchange Fair


Ein Lehrer, vier Schüler, zwei Projekte, 2020 km Flug – und erster Platz

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Auf der ESN Science Fair 2013, welche von der istek belde okulları in Istanbul abgehalten wird, haben 26 Schüler aus 8 verschiedenen Ländern insgesamt 14 Projekte vorgestellt. Deren Themen reichten von DNA-Analyse über Minensuchroboter bis zu Psychologie. Unsere Schule war mit zwei Projekten vertreten:
Johanna Oppermann & Michelle Draganoff: Testing the Accuracy of Eyewitnesses
Dominik Rhiem & Philipp Ruland: The Human Voice: Comparing Vocal Ranges
– How High and Low can You Go?


Unsere Mädchentruppe hat Personen verschiedenen Alters und Geschlechts ein selbstgedrehtes Video eines fiktiven Überfalls gezeigt und diese Personen später anhand eines Fragebogens dazu "vernommen". Die Fragebögen wurden ausgewertet und die Ergebnisse in einer 10-minütigen Präsentation vor großem Publikum in der Aula sowie auf einem Poster in der National Science Fair vorgestellt. Im Prinzip ging es um der Unterschiede in der Qualität von Augenzeugenberichten und um die Frage, welche Personengruppen (jung / alt - männlich / weiblich) hier eine bessere Eignung aufweisen. Auch haben sie die üblichen Methoden erklärt, mit der die Behörden Augenzeugen möglichst effizient befragen.

Die Jungentruppe hat die Testpersonen singen lassen, - wortwörtlich! Die Probanden sollten Töne nachsingen, die auf dem Klavier vorgespielt wurden. Der tiefste und der höchste Ton wurde notiert und in die Statistik eingefügt. Ziel der Aktion war es aufzuzeigen, welchen Stimmumfang verschiedene Alters- und Geschlechtsgruppen haben und wie sich unsere Stimme im Verlauf unseres Lebens verändert. Leider hatten wir kaum Ergebnisse von Ü18-Probanden, was sehr interessant für das Projekt gewesen wäre.

Die Projekte waren aber nicht das einzig Interessante an dieser Science Fair. Neben dem wissenschaftlichen Programm gab es eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten, wobei der Nachmittag jeweils von der Schule für die Gesamtgruppe organisiert war; die Abendplanung blieb jedoch uns und unseren türkischen Gastgebern überlassen: Wir sind über den Großen Basar Istanbuls geschlendert, haben die Blaue Moschee besichtigt, sind in die unterirdische Yerenbaten-Zisterne hinabgestiegen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wir haben typisch türkisch gegessen, viel und in vielen Sprachen mit anderen geredet und dabei viel gelernt. Diese ganze Woche war sehr freundschaftlich, man hat miteinander gelacht, man hat zusammen im Bus gesungen, Späße gemacht und sehr entspannt reagiert, wenn mal etwas nicht völlig rund lief. Alles in allem kann man sagen, dass dieses ESN-Projekt ein Musterbeispiel für ein internationales Zusammentreffen ist und wir hoffen für die Teilnehmer des nächsten Jahres, dass sie genau soviel Spaß haben werden wie wir.

„Die ESN Science Fair war eine der wichtigsten Erfahrungen meines Lebens. Innerhalb von nur einer Woche hat man Wissen über eine Kultur gesammelt, das vorher nur aus Halbwissen und Vorurteilen bestand. Und auch aus anderen Ländern hat man Leute kennengelernt, man hat Freundschaften geschlossen und manche haben sich sogar verliebt. Auch der wissenschaftliche Austausch kam nicht zu kurz; es gab Projekte, deren Themenschwerpunkte extrem variiert haben, von Medizin über Technik bis hin zu Physik. Schade, dass man solche großartigen Leute nur wenige Male in seinem Leben treffen kann." – Dominik Rhiem

„ Die Science fair war eine wundervolle Erfahrung für mich. Ich habe viele nette Leute kennen gelernt und internationale Freundschaften geschlossen. Obwohl es die Science Fair war, standen für mich nicht die wirklich interessanten Projekte im Vordergrund, sondern die vielen kulturellen Neuheiten. Insgesamt wirklich eine tolle Erfahrung." – Johanna Oppermann

„Für mich war die Science Fair nicht nur ein wissenschaftliches Projekt, sondern mehr. Man hat internationale Freundschaften geschlossen und viel über verschiedene Kulturen erfahren. Ich habe selten so gastfreundliche Familien wie dort getroffen, die sich um einen gekümmert haben, als ob man selbst zur Familie gehörte. Den Teilnehmern der ESN 2014 wünsche ich ebenfalls so viel Glück." – Michelle Draganoff

Die ESN Science Fair wird keiner von uns so schnell vergessen. Wir haben neue Freundschaften geschlossen, welche wir durch Social Media auch pflegen können. Unsere Generation wird nicht umsonst Generation Facebook genannt. Auch haben wir in dieser einen Woche so viel über verschiedene Kulturen und deren Eigenheiten gelernt, wie man in keinem Unterricht lernen kann.

Eine nette „Verzierung dieses ganzen Kuchens" haben wir Schüler am Freitag der Woche als Überraschung bekommen. Beide Projekte des Franken-Gymnasiums landeten auf dem "Treppchen", wir haben Platz eins und zwei belegt! Keiner von uns hat damit gerechnet, weil alle Projekte sehr gut und interessant waren. Wir wollen uns bei allen Teilnehmern bedanken. Vielen lieben Dank an euch, diese Woche ist einfach unvergesslich!

Last but not least müssen wir noch einer Person danken. Sie ist durch viel Stress (an dem wir nicht ganz unschuldig sind) gegangen und hat trotzdem alles wie eine Eins gemeistert und uns diese schöne Zeit ermöglicht. Vielen herzlichen Dank an Herrn Kreuels! Danke, dass Sie uns bei dem Austausch begleitet haben. Wir hoffen, für Sie war die Zeit genauso schön wie für uns und Sie sind über unseren Erfolg ebenso stolz wie wir. Unser Jungs-Team war wahrscheinlich das letzte Team, das sein Projekt fertiggestellt hat. Trotzdem haben wir den ersten Platz belegt! An der Weisheit „Die Letzten werden die Ersten sein!" scheint doch etwas dran zu sein.

Philipp Ruland (und Dominik Rhiem, Michelle Draganoff sowie Johanna Oppermann)