ESN - Music Camp 2014 in Leiden (NL)

Gruppenbild-skaliertZum zweiten Mal war es soweit: Das Music Camp fand unter Teilnahme der Realschule in Kooperation mit dem Franken-Gymnasium statt, dieses Jahr in Holland, nachdem wir letztes Jahr die ausländischen Gruppen bei uns als Gäste begrüßen durften. Alle waren aufgeregt; man sah viele alte Gesichter wieder, aber auch viele neue; jene, die nicht mehr dabei waren, waren aber ebenso ein Gesprächsthema und wurden von allen „Veteranen“ vermisst. Dennoch ließen wir uns nicht die Laune vermiesen. Dieses Jahr waren wir noch besser vorbereitet als letztes Jahr, also stand einer erfolgreichen Woche nichts mehr im Wege.

Unsere Reise begann am 22. September. Nach einigen langen Zugfahrten erreichten wir endlich Leiden Hauptbahnhof, wo wir alle nach und nach abgeholt wurden. Die Gruppen aus der Türkei und aus Finnland würden noch im Laufe des Abends eintreffen; wir lebten uns also zunächst bei unseren Gastfamilien ein.

Sowohl Dienstag als auch Mittwoch wurde anschließend geprobt; der Sinn des Music Camps besteht darin, dass jede Gruppe fünf landeseigene Songs vorbereitet, diese präsentiert und einen Song davon den anderen beibringt. Ob der Text nun in Englisch oder der Landessprache verfasst war, spielte dabei allerdings keine Rolle, Autoren oder Interpreten sollten aus dem eigenen Land kommen.

An diesen beiden Tagen zeigten also je zwei Gruppen ihr Können; die Eröffnung war den Gastgebern überlassen, welche unter anderem Klassiker wie „Radar Love“ von The Golden Earring vorführten. Die Türkei zeigte anschließend die eindrucksvollen Künste ihrer Musiker, vor allem ihres Saxophonisten und ihres Lehrers, in zwei traditionellen türkischen Songs und drei Jazz-Songs. (Hierbei wunderten sich zugegeben alle, warum sie dies machten, da doch keiner dieser Songs türkischen Ursprungs war.)

Am darauf folgenden Tag präsentierten zunächst die Finnen ihr Repertoire, welches ebenfalls höchst eindrucksvoll war und großen Anklang fand. Zuletzt waren wir an der Reihe; dank einer Songauswahl von Cro über Silbermond bis Brings, Kasalla und sogar Roger Cicero war gewaltige Diversität vorhanden, welche wir, wie die anderen Gruppen vor uns auch schon, beeindruckend darstellen konnten.

Am Donnerstag morgen erwartete uns anschließend ein Song-Workshop, wo sich insgesamt vier Gruppen bildeten, die Songs zu ganz unterschiedlichen Themen schrieben; auch die Stilistiken waren verschieden. Der Leiter des Workshops, ein bekannter niederländischer Musiker, half hierbei mit Wort und Tat, und brachte uns nützliche Techniken bei, durch welche wir unserer Kreativität freien Lauf lassen konnten. Am Freitag schlossen wir die Woche dann mit zwei Konzerten ab; eines vormittags für die Schüler der Schule, in deren Aula wir die ganze Woche über geprobt hatten, und eines abends für die Familie unserer Gastgeber. Die Resonanz war überaus positiv; alle wurden für ihr großes musikalisches Können gelobt.

Auch privat (ergo: ohne Lehrer) wurde Einiges unternommen; so gingen wir Bowlen, trafen uns mit anderen für einen schönen Abend und unternahmen sogar einen Ausflug nach Amsterdam, welcher für alle Beteiligten absolut unvergesslich war. Alle Gruppen waren zudem über einige Gegebenheiten in den Niederlanden durchaus überrascht; so war es keine Seltenheit, dass wir uns nachmittags und abends mit dem Fahrrad trafen, um irgendwo hinzufahren. Es gab eigene Verkehrswege (und Kreisverkehre) für Fahrräder. Damit gab es also für uns alle auch eine leichte Art von Kulturschock. Leider ging diese Woche viel zu schnell vorbei; am 27. traten wir die Rückreise an.

Alles in allem war das Music Camp auch dieses Jahr wieder eine absolut lohnende Erfahrung. Wir trafen alte Freunde wieder, schlossen neue Freundschaften und zudem gab (und gibt) es Vereinbarungen, sich immer mal wieder zu besuchen, so, wie die Zeit es erlaubt. Ich persönlich möchte mich, wie schon letztes Jahr, bei allen diesen alten und neuen Freunden für eine absolut atemberaubende und unvergessliche Zeit bedanken; ganz besonders außerdem meinen Musiker-Kollegen: Christina Opgenorth (Gesang), Lukas Eich (Bass), Eike Schleert (Schlagzeug), Jonas Kapitain (Saxophon), und vor allem unseren Lehrern: Jochen Petermann als faktischer Kopf der Band, des ganzen Camps und als grandioser Pianist; und Herrn Müller von der Realschule als Sänger und Initiator der Kooperation unserer Schulen. Zuletzt natürlich bei Herrn Wirtz, der das ganze überhaupt erst erlaubt hat, ebenso wie beim Leiter der Realschule. Vielen, vielen Dank!

Dominik Rhiem (Gitarre)

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