Emmanuel Mbolela liest am Franken-Gymnasium aus seinem Buch: 'Mein Weg vom Kongo nach Europa. Zwischen Widerstand, Flucht und Exil.'

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Lesung 02

Das Thema Flucht und Migration beschäftigt zur Zeit jeden von uns. Am 2. Oktober 2015 versammelten sich zu diesem Thema über einhundert Schüler der Q2 des Franken-Gymnasiums im PZ, um an der Lesung des aus dem Kongo stammenden Buchautor Emmanuel Mbolela teilzunehmen.

Da Herr Mbolela Französisch spricht, stellte er mit der Hilfe von zwei Dolmetschern sein Heimatland Kongo vor und las anschließend bewegende Abschnitte seines Buches „Mein Weg vom Kongo nach Europa. Zwischen Widerstand, Flucht und Exil“ vor. Er ergänzte seine Ausführungen mit der Schilderung von bewegenden und teilweise sehr erschreckenden Erlebnissen. 2002 musste er aus dem Kongo flüchten, da er zur Opposition gehörte und politisch verfolgt wurde. Seine Flucht dauerte sechs Jahre und führte ihn quer durch die Sahara bis Marokko und letztendlich in die Niederlande. Er erlebte sehr viel Gewalt und wollte mehr als einmal sterben. Besonders erschütterte ihn aber die Gewalt, die den Frauen auf der Flucht angetan wurde und die schutzlos sexuellen Übergriffen ausgeliefert waren und es heute noch sind. Aus diesem Grunde gründete er in Rabat/Marokko ein Rasthaus für Flüchtlingsfrauen.

Er lebt heute in den Niederlanden, wo sich für ihn die Integration als sehr schwierig erweist und er unter den extrem ausbeuterischen Arbeitsbedingungen leidet.

Für mich war die Lesung und die anschließende Diskussionsrunde sehr bewegend. Ich finde es wichtig von den Flüchtlingen direkt und authentisch zu erfahren, was sie erlebten. Die Flüchtlingsproblematik ist sehr weitreichend und es ist gerade deshalb wichtig, Flüchtlinge kennenzulernen und als Menschen wahrzunehmen, ihnen zu helfen und sich für sie einzusetzen.

Herr Mbolela möchte seine Stimme für alle, die leiden, erheben. Besonders der Kontakt zu jungen Menschen ist ihm wichtig, denn gerade sie können etwas ändern und bewirken.

Pauline Mehrens, Q2

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