Europaprojekttag des Franken-Gymnasium Zülpich zum Rechtsextremismus bei Jugendlichen

Für den Europaprojekttag am 31. März wählte das Franken-Gymnasium ein Thema, das sowohl ein wichtiges Thema der politischen Bildung wie auch für die Zukunft Europas ist.

In vielen Ländern Europas verzeichnet die politische Rechte regen Zulauf, wie beispielsweise die Kommunalwahlen in Frankreich kürzlich zeigten. Angesichts der bevorstehenden Europawahlen im Mai schien ein Europaprojekttag, der die fremdenfeindliche und damit auch europafeindliche Politik rechtsextremistischer Vereinigungen thematisiert, wichtig.

Dr. Thomas Pfeiffer vom Innenministerium NRW, Abteilung Verfassungsschutz, informierte in seinem Vortrag mit dem Titel „Erlebniswelt Rechtsextremismus. Menschenverachtung mit Unterhaltungswert“ zunächst über Hintergründe und Erscheinungsformen rechtsextremistischer Gruppierungen.Dabei machte er deutlich, mit welchen Strategien die rechte Szene gezielt junge Mitglieder rekrutiert und betonte in diesem Zusammenhang die wichtige Rolle moderner Medien. Mit der Darstellung eines gewandelten Erscheinungsbilds der rechten Szene heute klärte Dr. Thomas Pfeiffer die Schülerinnen und Schüler der Q2 auf, indem er sie u.a. mit verfassungswidrigen Liedtexten und T-Shirt-Symbolen konfrontierte. Offensichtlich ging es dem Experten darum, seinen jungen Zuhörern deutlich zu machen, dass sich rechte Basisarbeit heute längst in die gesellschaftliche Mitte hinein begeben hat, um hier unter dem Deckmantel eines jugendlichen Lebensstils junge Menschen für ihre rechtsextremistische Gesinnung zu gewinnen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung setzten sich die Schüler der Q2 mit der Frage auseinander, wann Rechtsextremismus strafbar ist. Anhand einer Fallanalyse und Auszüge aus dem Strafgesetzbuch wurden die Schülerinnen und Schüler an juristische Fragen herangeführt. Sie konnten damit konkret nachvollziehen, in welcher Form das Gesetz greift und sanktioniert.