USA-Austausch

USA-Austausch

Ein regelmäßiger Austausch besteht mit zwei amerikanischen Schulen in Tonawanda, einem Vorort von Buffalo, New York State. Schülerinnen und Schüler der JS 11 verbringen in Begleitung ihrer Lehrer sowohl einige Tage in New York wie auch 8 bis 10 Tage in Buffalo (in Familien), wo sie die Schule besuchen, aber auch Ausflüge, z. B. zu den Niagara-Fällen und nach Toronto in Kanada unternehmen. Amerika authentisch und nicht nur über die Medien zu erfahren, ist für unsere Jugendlichen jedes Mal ein beeindruckendes Erlebnis. Während unsere Schüler jedes Jahr nach Amerika reisen können, erfolgt der Gegenbesuch der Amerikaner nur jedes zweite Jahr.

Ansprechpartner: Frau Schönau/Frau Thumann-Langva

USA-Austausch 2012

Vom 11.10.-26.10.2012 reisten zwanzig Schülerinnen und Schüler des Franken-Gymnasiums in den Staat New York. Zunächst hielt sich die Schülergruppe der Q1 in Begleitung von Frau Schönau und Frau Haenraets drei Tage in New York auf,  um anschließend zehn Tage bei amerikanischen Gastfamilien in Buffalo zu leben. Es wurde das High School Leben erkundet sowie Ausflüge in die Umgebung (u.a. Niagarafälle, Darwin Martin House) unternommen. Natürlich kam auch der American Way of Life nicht zu kurz; wir berichten in Kürze ausführlicher von den Erfahrungen...

usa2012

Die 20 Austauschschüler der Q1 bei ihrer Erkundung der Metropole New York am 13.10.2012 auf Ellis Island

 

Ein Dankeschön gilt den beiden beteiligten Schulen:

Kenmore East und Kenmore West

USA-Austausch 2012: Sport in den USA

Sport in den USA und speziell an den Schulen hat einen anderen Stellenwert als in Deutschland üblich. Dies fängt mit den unterschiedlichen Sportarten wie zum Beispiel Baseball, Basketball, Football oder aber Soccer an. Die meisten dieser Sportarten werden wie „Feste" zelebriert, Events wie zum Beispiel der Super-Bowl werden mit der ganzen Familie geschaut.
Der zweite große Unterschied zu Deutschland ist, dass es an den Schulen ein sehr vielfältiges Angebot an Sportarten gibt, die jedoch nicht als AGs zu bezeichnen sind, sondern eher als Schulmannschaften, in denen die Schüler sich auch nach Unterrichtsschluss freiwillig treffen, um gemeinsam für die Schule zu trainieren oder spielen. Diese „Events" werden, wie in Deutschland, saisonal abhängig gespielt und am Ende ebenfalls ein Pokal an den Gewinner ausgegeben.
Ein großes Thema in Kenmore war und ist zum Beispiel die Rivalität zwischen den beiden Schulen Kenmore East und West, welche natürlich nicht ausartet, aber bei der doch schon gekämpft wird. In welcher Sportart auch immer, steht jeder hinter seinem Team, es werden dann zum Beispiel mit Cheerleadern die jeweiligen Teams angefeuert. Der Gewinner dieser Derbys ist dann für dieses Jahr der bessere.
Zusammenfassend würde ich sagen, dass Sport, in Abhängigkeit davon, um welche Sportart es sich handelt, viel populärer ist und einen größeren Stellenwert hat. Die Einstellung der Amerikaner zu ihrer Mannschaft oder im konkreten Fall zu ihrer Schule ist bei weitem loyaler und enger als hier. Ich persönlich empfand dies als sehr angenehm und einen positiven Grund, wieder dorthin zu reisen.
Niclas Embgenbroich , Q1

Sport in den USA (2)

Alternativ zu den typischen US-amerikanischen Sportarten gibt es zum Beispiel Fußball (Soccer), der vor wenigen Jahren noch bei vielen US-Amerikanern unbekannt war oder nur selten praktiziert wurde, jedoch heute immer populärer wird. Mit der steigenden Beliebtheit dieser Sportart steigt auch die Anzahl der Teams. Anders als bei uns stellen die Schulen die Mannschaften und Vereine. Fast jede Schule in Buffalo und Umgebung, ob Middle-, Highschool oder College, stellt eine Fußballmannschaft, und Derbys wie East gegen West sind auch in dieser Sportart bei den Zuschauern sehr beliebt. Taktisch gesehen ähnelt der Fußball dem europäischen Spiel sehr, doch es gibt Anzeichen dafür, dass er in den USA noch in Kinderschuhen steckt und sich noch weiter entwickeln wird.
Weitere alternative Sportarten sind zum Beispiel Volleyball oder Field Hockey, die in Buffalo und Umgebung meistens von Mädchen ausgeübt werden. Auch Schwimmen hat einen sehr hohen Beliebtheitsgrad bei Jungen sowie bei Mädchen.
Auffällig ist, dass egal ob Junge oder Mädchen, viele der jungen US-Amerikaner mehrere Sportarten ausüben und sich nicht nur auf eine beschränken. Ebenfalls kommt es den meisten nicht auf den Erfolg an, sondern darauf, sich generell sportlich zu betätigen.
Dadurch, dass der Sport an die Schule angebunden ist, entsteht auch eine engere Bindung an die Schule an sich. Außerdem kennt man sich in Schulmannschaften bereits aus der Klasse oder Stufe, da es sich meistens um Teams in Altersklassen handelt.
Yannick Berg, Q1

USA-Austausch 2012: Museen in New York

Lower East Side Tenement Museum
Am Freitag, den 12. Oktober 2012, besuchten wir (20 Schülerinnen und Schüler sowie 2 Lehrkräfte des FraGys) das Lower East Side Tenement Museum. Hierbei handelt es sich um ein fünfstöckiges ehemaliges Mietshaus aus Backstein, dessen Räumlichkeiten größtenteils noch original, gemäß des Zustandes gegen Ende des 19./zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhalten sind. Es steht stellvertretend für die Vielzahl an vergleichbaren Mietshäusern aus dieser Zeit, welche sich über ganze Wohngebiete erstreckten.
Besonders beeindruckend ist es, dass das Gebäude innerhalb von 72 Jahren (1863-1935) insgesamt von ca. 7000 Menschen 20 verschiedener Nationalitäten bewohnt wurde. Die Vielzahl der Mieter lässt auf einen raschen Wohnungswechsel schließen. Die darüber hinaus sehr beengte Wohnraumsituation wurde besonders während eines geführten Rundganges deutlich: Ein Stockwerk umfasst vier Wohnungen, welche sich wiederum aus drei kleinen Räumen zusammensetzen, die oftmals von Familien mit bis zu 12 Familienmitgliedern bewohnt wurden.
Mietshäuser wie das heutige Museum stellten zur damaligen Zeit der großen Einwanderungswellen erste Anlaufstellen für Immigranten dar, die ihren Lebensunterhalt z.B. in der Kleiderindustrie verdienten. So dienten die engen Wohnungen nicht nur als Ort des alltäglichen Familienlebens, sondern auch als Heimarbeitsplätze, je nachdem sogar für Arbeiter, um z.B. einzelne Kleidungsstücke anzufertigen, bevor diese von Kindern an Fabriken geliefert wurden.

Ellis Island
Am darauffolgenden Tag suchten wir Ellis Island auf, eine im Hafengebiet von New York gelegene Insel, welche 30 Jahre lang Sitz der Einreisebehörde sowohl für den Staat als auch für die Stadt New York war und somit eine zentrale Sammelstelle für Immigranten in die USA darstellte.
Insgesamt sind mehr als 12 Millionen Menschen über Ellis Island in die Vereinigten Staaten eingewandert. Hierbei stellte die Insel das „Haupteingangstor" der Nation zwischen 1892 und 1924 dar. Heute können über 100 Millionen Amerikaner ihre Herkunft auf Vorfahren zurückführen, die Ellis Island passiert hatten, bevor sie sich im Land verstreut ansiedelten.
Nach Restaurationen in den 1980er Jahren wurde das auf der Insel gelegene Gebäude als Museum zur Geschichte der Immigration in die Vereinigten Staaten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist seitdem Symbol für das Einwanderungserbgut der USA. Chronologisch wird in Form einer Ausstellung die Bedeutung der Anlaufstelle während der gesamten Einwanderungsgeschichte verdeutlicht, die sich über vier Jahrhunderte erstreckt.
Die Gebäude der Insel waren für eine Gesamtkapazität von ca. 500.000 Immigranten jährlich ausgelegt, mussten jedoch zeitweise doppelt so viele Personen aufnehmen. Trotz des großen Andrangs wurde jeder einzelne potentielle Immigrant in einer zweiminütigen Befragung auf mögliche gesundheitliche Probleme und Intelligenz untersucht. Traten hierbei Komplikationen auf, was z.B. aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten durchaus der Fall sein konnte, mussten sie einen längeren, ausführlicheren Prozess durchlaufen, währenddessen sie jederzeit aussortiert werden konnten. So kam es durchaus vor, dass einzelnen Familienmitgliedern die Einreise untersagt wurde.
Besonders anschaulich und interessant war es für uns Schüler, mehr über die persönliche Geschichte einzelner Immigranten zu erfahren. Dies half uns, uns besser in deren Situation hineinzuversetzen. Jede Geschichte ist einmalig und zeigt den Mut sowie die Entschlossenheit der Einwanderer auf. Mithilfe dieser Motivation hatten sie ihre Heimat verlassen und suchten nach neuen Möglichkeiten in einem völlig unbekannten Land.
Alles in allem haben uns die Besuche der Museen gut gefallen. Sie haben es uns ermöglicht, uns ein Bild von der damaligen Immigrationssituation und den damit verbundenen Risiken zu machen. Auch die Überfahrt von Süd-Manhattan zur Insel Ellis Island mit Blick auf die Skyline vorbei an der Freiheitsstatue war sehr schön.

Anne Kremer & Klaudia Stupp, Stufe Q1

USA-Austausch 2012: Familiy Life

Im Oktober dieses Jahres nahmen wir mit 18 weiteren Schülern der Jahrgangsstufe Q1 des Franken-Gymnasium Zülpich an einem Schüleraustausch mit der Kenmore Highschool in Buffalo, NY teil.
Dort lebten wir in Gastfamilien und hatten so die Möglichkeit zu erfahren, wie das alltägliche Leben in Amerika abläuft.
Die Wohnsituation der Familien könnte man als „anders" beschreiben, jedenfalls anders als in Deutschland. Viele Familien haben Haustiere, meistens Hunde, und wohnen in einem Haus oder in einem Apartment. Die meisten Häuser sehen gleich aus; sie unterscheiden sich meist nur in der Farbe der Außenfassade. Alle Zimmer haben Teppichboden außer in der Küche und im Bad.
Es war nicht unüblich, oft in irgendeinem Schnellrestaurant mittags oder abends essen zu gehen. Große Portionen waren im Restaurant, aber auch wenn in der Familie einmal gekocht wurde, dabei üblich, sodass man niemals hungrig blieb. Besonders gut waren dabei Tacos und Pizza, die wir alle sehr geliebt haben.
Die Familienmitglieder gingen alle sehr herzlich und freundlich miteinander um, und die Austauschschüler wurden sofort in die Familie integriert. Man könnte fast sagen, wir wurden wie die eigenen Kinder behandelt. Wir fühlten uns alle sehr wohl dort und alles wurde getan, damit wir uns willkommen fühlen konnten. Fast alle Schüler sind sich sicher, dass dies nicht das letzte Treffen mit unseren amerikanischen Familien war. Umso schwerer viel der Abschied, als es zurück in die Heimat ging.
Die Gastfamilien waren sehr bemüht darum, ihren Austauschschülern einen möglichst schönen Aufenthalt zu ermöglichen, also unternahmen sie auch einige, außerhalb der von den Lehrern geplanten, Ausflüge mit uns. Besonders die eingeplante 'family time' wurde auch als solche verstanden und so traf sich teilweise die ganze Familie, um etwas mit dem deutschen „Gastkind" zu unternehmen. Sprachschwierigkeiten gab es jedoch keine, die Verständigung funktionierte auch mit Händen und Füßen.
Abschließend können wir sagen, dass es ein gelungener Austausch war und wir alle sehr zufrieden waren. Wir haben die Zeit genossen und würden in jedem Fall wieder an diesem Austausch teilnehmen und können zukünftigen Interessanten nur empfehlen, sich ebenfalls für diese einmalige Chance zu bewerben.
Nora Matheja und Jennifer Stanitzek, Q1

Deutsch- Amerikanischer Schüleraustausch 2015

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Der seit Jahren bestehende deutsch-amerikanische Schüleraustausch zwischen dem Franken-Gymnasium Zülpich und den Partnerschulen Kenmore East und Kenmore West in Buffalo im Bundestaat New York war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. 22 Schülerinnen und Schüler reisten in Begleitung von Frau Landmann und Frau Obermeier in die Vereinigten Staaten, um die amerikanische Lebensweise zu erfahren, das Schulsystem kennenzulernen, Sehenswürdigkeiten zu besichtigen und neue Freundschaften zu schließen.

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USA-Austausch 2012: Buffalo - Ausflüge und Sehenswürdigkeiten

Buffalo ist mit etwa 261.310 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des US-Bundesstaates New York. Daraus kann man schließen, dass Buffalo einiges Sehenswertes zu bieten hat.

Am 16. Oktober, welcher der vierte Tag für unsere Gruppe in Buffalo war, besuchten wir Buffalo Downtown. Wir besuchten die beeindruckende City Hall, die mit 115 Metern Höhe eine der größten öffentlichen Gebäude der Vereinigten Staaten ist und einen spektakulären Ausblick über die Skyline von Buffalo erlaubt.

Der 17. Oktober war ein Tag der Kunst. Wir besuchten zunächst das ehemalige Privathaus des Stararchitekten Darvin D. Martin, ein architektonisches Meisterwerk mit zeitlosem Stil, das nun wieder restauriert wird.
Danach fuhren wir mit einem amerikanischen Schulbus zur Albright-Knox Art Gallery. Die Kunstausstellung bietet moderne und zeitgenössische Kunst, was gerade für uns eine willkommene Gelegenheit war, von der Vergangenheit in Downtown Buffalo in die Gegenwart zurückzukehren.

Am 18. Oktober, also unserem sechsten Tag in Buffalo, fuhren wir zum Genesee Country Village, ein Freilichtmuseum, das den Lebensstil der Bewohner einer früheren amerikanischen Kleinstadt im Staate New York veranschaulicht. Es war nicht nur sehr interessant, mehr über das Leben der Amerikaner der letzten Jahrhunderte zu erfahren, sondern auch dieses Freilichtmuseum mit dem in Kommern zu vergleichen.

Am 19. Oktober besuchten wir schlussendlich das Highlight unseres Besuches in Buffalo – die Niagara Falls. Bevor wir dort ankamen besuchten wir mit unseren amerikanischen Austauschschülern das Old Fort Niagara. Hierbei handelt es sich um eine Festungsanlage an der Mündung des Niagara Rivers, welche entscheidende Informationen der Vergangenheit Buffalos enthält, die man benötigt, um den Verlauf der Geschichte Buffalos zu verstehen. Danach fuhren wir entlang des Niagara Rivers zur Grenze Kanadas und Amerikas zu einer der spektakulärsten Naturphänomene der Welt – den Niagara Falls. Mit einer Fähre fuhren wir dicht an den gewaltigen Wasserfällen entlang, was uns einmalige Momentaufnahmen ermöglichte und für die Tatsache entschuldigte, dass wir doch ziemlich nass wurden. Daraufhin stiegen wir zwei Treppen hinauf, die nur Zentimeter von den fallenden Wassermassen entfernt war. Für ein Foto war es definitiv zu nass, dafür hatten wir eine Menge Spaß und bekamen unvergleichliche Eindrücke von den Niagara Falls.

Am 22. Oktober besuchten wir abermals die zwei High Schools dieser Region, Kenmore East und West. Diese Besuche waren eine tolle Möglichkeit, sich mit Lehrern und Schülern der jeweiligen Stufe auszutauschen und Eindrücke zu teilen.

Am darauffolgenden Tag, den 23. Oktober, nahmen wir am Unterricht der Klassen der Middle Schools teil, die das Fach Deutsch belegten. Wie auch schon in der High School war es eine großartige Möglichkeit, uns mit den jüngeren Schülern auf Deutsch und auf Englisch auszutauschen.

Am vorletzten Tag unseres Trips besuchten wir ein sehr gutes College Buffalos, das Canisius College. Wir besuchten dort eine Vorlesung eines Germanistikprofessors, der aus Deutschland stammte. Die Deutschkenntnisse der Studenten dort waren wirklich eindrucksvoll.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass diese Reise ein einmaliges Erlebnis gewesen ist. Es ist die Chance einen Einblick in eine andere „Welt" zu gewinnen, wie sie sich vielleicht nur einmal im Leben bietet.
Jan Zillgit, Q1

USA-Austausch 2012: Das Schulsystem: Die High School in den USA

Das Schulsystem der USA ist etwas anders als das deutsche. Hier beginnt die Bildung in der Primary bzw. Elementary School (einer mehrjährigen Grundschule, ggf. inklusive Kindergarten oder Vorschuljahr). Darauf folgen der Besuch einer Middle School (meist 7. und 8. Klasse, teilweise auch noch 6. und 9.), und wenn diese abgeschlossen ist, der Besuch einer High School (9./10. bis 12. Klasse). Wenn die High School abgeschlossen ist, stehen viele Colleges zur Auswahl.
Die High School in den USA ist zu vergleichen mit den Gesamtschulen bei uns in Deutschland, außer, dass es dort keine sonstigen weiterführenden Schulen gibt.
Die High School hat für jede Jahrgangsstufe einen eigenen Namen:
 9. Klasse: Freshmen
 10. Klasse: Sophomores
 11. Klasse: Juniors
 12. Klasse: Seniors
Neben einigen Pflichtkursen gibt es natürlich auch Wahlfächer, bei denen die Schüler den Schwierigkeitsgrad mit Hilfe von Betreuungslehrern selbst bestimmen können. Man kann die Schule also entweder mit einem Hauptschulabschluss, der mittleren Reife oder dem Abitur verlassen.
Die Schüler haben außerdem jeden Tag denselben Stundenplan, der in sogenannte „periods" eingeteilt ist: Sechs Stunden Unterricht mit einer langen Mittagspause.

Im Folgenden möchten wir unsere eigenen Erfahrungen schildern und Unterschiede zu unserer Schule nennen:
Uns ist während unserer Anwesenheit in der Kenmore East High School aufgefallen, dass die Schule insgesamt viel größer ist und das so genannte „Gym" beziehungsweise die Sporthalle direkt in der Schule ist. In den amerikanischen Schulen sind die bei uns außerschulischen Aktivitäten im Unterricht mit eingebunden. Die Kinder haben somit die Möglichkeit, direkt nach der Schule ihrem Lieblingshobby nachzugehen. Sie müssen bloß ein paar Schritte bis zu den Sportanlagen gehen.

Des Weiteren gibt es auf der Kenmore East das Lehrerraumprinzip, bei dem jeder Lehrer seinen eigenen Raum hat und diesen nach Belieben „dekorieren" kann. Somit müssen die Lehrer nach den Stunden nicht die Räume wechseln. Die meisten amerikanischen Lehrerräume sind sehr persönlich gestaltet, das bedeutet, dass sie persönliche Bilder von ihrer Familie auf ihrem Schreibtisch stehen haben oder ihr Lehrmaterial in ihrem Schrank verstauen. Dies ist bei uns ähnlich, jedoch würden wir nie persönliche Gegenstände unserer Lehrer in ihrem Raum erwarten.

Zusätzlich ist uns aufgefallen, dass es auf der Kenmore East keine Vorschrift gibt, welche Kleidung zu tragen ist. So kommen einige Schüler mit Jogginghose und Hausschuhen zur Schule. Bei manchen Schülern waren wir uns unsicher, ob es nicht sogar vielleicht noch der Schlafanzug war, den sie zum Schulbeginn in der Schule trugen.
Auf der Kenmore East hat jeder Schüler sein eigenes Schließfach, für welches sie nichts bezahlen müssen; es ist mit einem Zahlenschloss versehen. Morgens, bevor der Unterricht beginnt, muss jeder Schüler seine Aufmerksamkeit den Lautsprechern schenken, die dazu auffordern, aufzustehen, seine rechte Hand auf sein Herz zu legen und der Flagge einen Schwur zu leisten.

Alles in allem ist es schwer, das amerikanische Schulsystem mit unserem zu vergleichen, weil es sehr große Differenzen zwischen ihnen gibt; man kann aber auch die ein oder andere Sache von zu Hause wieder erkennen.
Julia Schulte und Consuela Schneider, Q1