USA-Austausch 2012: Sport in den USA

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Sport in den USA und speziell an den Schulen hat einen anderen Stellenwert als in Deutschland üblich. Dies fängt mit den unterschiedlichen Sportarten wie zum Beispiel Baseball, Basketball, Football oder aber Soccer an. Die meisten dieser Sportarten werden wie „Feste" zelebriert, Events wie zum Beispiel der Super-Bowl werden mit der ganzen Familie geschaut.
Der zweite große Unterschied zu Deutschland ist, dass es an den Schulen ein sehr vielfältiges Angebot an Sportarten gibt, die jedoch nicht als AGs zu bezeichnen sind, sondern eher als Schulmannschaften, in denen die Schüler sich auch nach Unterrichtsschluss freiwillig treffen, um gemeinsam für die Schule zu trainieren oder spielen. Diese „Events" werden, wie in Deutschland, saisonal abhängig gespielt und am Ende ebenfalls ein Pokal an den Gewinner ausgegeben.
Ein großes Thema in Kenmore war und ist zum Beispiel die Rivalität zwischen den beiden Schulen Kenmore East und West, welche natürlich nicht ausartet, aber bei der doch schon gekämpft wird. In welcher Sportart auch immer, steht jeder hinter seinem Team, es werden dann zum Beispiel mit Cheerleadern die jeweiligen Teams angefeuert. Der Gewinner dieser Derbys ist dann für dieses Jahr der bessere.
Zusammenfassend würde ich sagen, dass Sport, in Abhängigkeit davon, um welche Sportart es sich handelt, viel populärer ist und einen größeren Stellenwert hat. Die Einstellung der Amerikaner zu ihrer Mannschaft oder im konkreten Fall zu ihrer Schule ist bei weitem loyaler und enger als hier. Ich persönlich empfand dies als sehr angenehm und einen positiven Grund, wieder dorthin zu reisen.
Niclas Embgenbroich , Q1

Sport in den USA (2)

Alternativ zu den typischen US-amerikanischen Sportarten gibt es zum Beispiel Fußball (Soccer), der vor wenigen Jahren noch bei vielen US-Amerikanern unbekannt war oder nur selten praktiziert wurde, jedoch heute immer populärer wird. Mit der steigenden Beliebtheit dieser Sportart steigt auch die Anzahl der Teams. Anders als bei uns stellen die Schulen die Mannschaften und Vereine. Fast jede Schule in Buffalo und Umgebung, ob Middle-, Highschool oder College, stellt eine Fußballmannschaft, und Derbys wie East gegen West sind auch in dieser Sportart bei den Zuschauern sehr beliebt. Taktisch gesehen ähnelt der Fußball dem europäischen Spiel sehr, doch es gibt Anzeichen dafür, dass er in den USA noch in Kinderschuhen steckt und sich noch weiter entwickeln wird.
Weitere alternative Sportarten sind zum Beispiel Volleyball oder Field Hockey, die in Buffalo und Umgebung meistens von Mädchen ausgeübt werden. Auch Schwimmen hat einen sehr hohen Beliebtheitsgrad bei Jungen sowie bei Mädchen.
Auffällig ist, dass egal ob Junge oder Mädchen, viele der jungen US-Amerikaner mehrere Sportarten ausüben und sich nicht nur auf eine beschränken. Ebenfalls kommt es den meisten nicht auf den Erfolg an, sondern darauf, sich generell sportlich zu betätigen.
Dadurch, dass der Sport an die Schule angebunden ist, entsteht auch eine engere Bindung an die Schule an sich. Außerdem kennt man sich in Schulmannschaften bereits aus der Klasse oder Stufe, da es sich meistens um Teams in Altersklassen handelt.
Yannick Berg, Q1