Zülpich als Großstadt

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Zu Beginn des neuen Schuljahres 2015/16 bekamen die Kunstkurse der zwölften Klasse des Franken-Gymnasiums Zülpich von ihrer Lehrerin Frau Warrach die Aufgabe interessante Motive auf ihrer Abschlussfahrt nach London oder Prag auf Bildern festzuhalten, insbesondere Häuser und Alltagsszenen der Großstadt.
Zurück in Zülpich sollten die Schüler und Schülerinnen dann die aufgenommen Bilder in einer Kollage zusammenbringen in Anlehnung an den deutschen Fotografen Andreas Gursky (geb. 1955), der bekannt ist für seine großformatigen Farbfotomontagen. Mit Bildern aus unterschiedlichen Perspektiven erschafft er eine „neue Realität“, beispielsweise verschiede Gebäude werden zu einem Einzigen verbunden.
Aufgabe war, nach dem gleichen Prinzip auch mit den Bildern aus London und Prag vorzugehen. Dabei sollten ebenso Fotos aus Zülpich dazu genommen werden, um einen neuen Eindruck zu vermitteln. Im Vordergrund stand dabei das Bemühen das geschäftige Treiben und das Gefühl einer Großstadt mit Zülpicher Gebäuden und Szenen zusammenzubringen. Die Einheit der Bilder sollte außerdem im Kontext eines aktuellen Themas stehen, z.B. Integration, Globalisierung oder die momentane Flüchtlingskrise.
Die Schüler und Schülerinnen konnten dabei frei wählen, ob sie mit Computerprogrammen oder mit den entwickelten Fotos arbeiten wollten. Jeder Einzelne entwickelte ein eigenes Grundkonzept und fügte dann die Bilder zusammen. So entstanden großflächige Kollagen, in deren Fokus manchmal Zülpich stand oder aber auch die besuchten Metropolen. Die Verfremdung Zülpichs zeigt verschiedene Blickwinkel auf und verdeutlicht die Problematik, die die Schüler wählten.
Zum Beispiel setzte man den Turm von St. Peter in die Silhouette der Großstadt oder arrangierte die Straßen und Häuser Zülpichs in einer unbekannten Art. Die Stadtmauer wurde ein Bild für die Hindernisse der Flüchtlinge und die künstlerischen Graffitis ein Ausdruck von Individualität.
Die Ausstellung der Bildmontagen und Collagen kann im Foyer des Rathauses der Stadt Zülpich betrachtet werden. 
 
Lea Dittler und Céline Lorraine Puritz
 
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