Schulordnung

Schulordnung des Franken-Gymnasiums Zülpich

1. Präambel -Leitbild und Ziele der Schule

Als Schule mit einer europäischen Ausrichtung ist uns die Entwicklung eines Verständnisses sowie der Akzeptanz kultureller Werte auch anderer Länder besonders wichtig. Deshalb fördern wir insbesondere die Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler zu eigenverantwortlichen, selbstständigen und kooperativen Mitgliedern der europäischen Völker-Gemeinschaft.

Ziel am Franken-Gymnasium ist es, dass jedes Kind an unserer Schule sein optimales Bildungsziel in einer positiven und förderlichen, toleranten und vorurteilsfreien Lernatmosphäre erreichen kann. Dies soll allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, Religion und Kultur ermöglicht werden.

Alle Schülerinnen und Schüler[1], Erziehungsberechtigte, Lehrerinnen und Lehrer, alle Mitarbeiter und alle Schulleitungsmitglieder bilden die Schulgemeinschaft. Diese soll so gestaltet sein, dass sich alle wohl und sicher fühlen können. Deshalb wollen wir alle für eine Atmosphäre sorgen, die geprägt ist von:

•   gegenseitiger Wertschätzung und Respekt,

•   dem Mut, unsere Meinung frei zu äußern und für andere einzutreten,

•   Stolz auf unsere eigene Leistung und die der anderen.

Das Franken-Gymnasium ist ein Ort, an dem Schüler und Lehrer täglich viele Stunden miteinander verbringen, sich mit Respekt begegnen, gemeinsam arbeiten und lernen. Daraus ergeben sich gleichermaßen Rechte und Pflichten, damit alle sich wohl fühlen und sich mit unserer Schule sowie ihren Werten identifizieren können.

Im Folgenden sind konkrete Regeln und Handlungsanweisungen zum erfolgreichen Gelingen von Unterricht und Pausenzeiten zu finden. Jeder Schüler verpflichtet sich zur Einhaltung der vorliegenden Schulordnung.

2. Organisatorisches: Entschuldigungsverfahren, Beurlaubung, Handyregelung

2.1 Entschuldigungsverfahren in der Sekundarstufe I und Sekundarstufe II

Bei der Erkrankung eines Schülers ist die Schule umgehend, in der Regel vor Unterrichtsbeginn, persönlich oder telefonisch zu benachrichtigen. Die von den Erziehungsberechtigten - oder im Falle der Volljährigkeit selbst - unterschriebene schriftliche Entschuldigung bringt der Schüler mit, sobald er wieder zur Schule kommt. Der Klassenlehrer zeichnet dies im Klassenbuch (mit Paraphe) ab und gibt Kursentschuldigungen an die Schüler aus.

Für das Entschuldigungsverfahren in der Sekundarstufe II gelten die Regelungen, die allen Schülern zu Beginn der Einführungsphase schriftlich ausgehändigt werden.

2.2 Beurlaubungen

Das Beurlaubungsverfahren richtet sich nach den Regelungen im Schulgesetz.

2.3 Handy-Regelung:

Handys, Smartphones, MP-3-Player und vergleichbare Kommunikations- und Unterhaltungsgeräte der Schüler dürfen auf dem Schulgelände nicht genutzt werden. Die genannten Geräte dürfen während der Mittagspause auf dem Weg zum Forum bzw. im Forum nur zum Musikhören genutzt werden.

Ausnahmen:

-      Lehrer erlaubt die Benutzung auf Anfrage (z.B. Nachmittagsunterricht fällt aus, Schüler informieren ihre Eltern);

-       Lehrer fordert zur Benutzung auf (Bsp. Versuchsdokumentation);

-       begründete Notfälle.

Die Kollegen gehen mit gutem Beispiel voran: Möglichst außerhalb der Sichtweite von Schülern telephonieren.

Konsequenzen bei Regelverstoß:

-    Lehrkraft zieht das Gerät ein und gibt es unter Nennung von Name und Klasse/ Jahrgangsstufe des Besitzers (Ausfüllen des Formulars) im Sekretariat ab. Gleichzeitig Eintrag in die jeweilige Klassenliste, die im Sekretariat ausliegt. Taucht der Name im laufenden Schuljahr bereits auf, dokumentiert die Lehrkraft dies ebenfalls auf dem Formular, so dass weitere Schritte eingeleitet werden können.

-        Abholen des Gerätes frühestens am gleichen, bei Verstößen nach der 6. Stunde frühestens am nächsten Tag nach der 6. Stunde; dabei unterschreibt der Schüler, dass er gegen die Schulordnung verstoßen und das Gerät zurück erhalten hat.

-      Konsequenz beim 1. Verstoß: Schüler holt sein Handy beim Schulleiter ab, dokumentiert durch seine Unterschrift auf dem Formular, dass er sich seines Verstoßes gegen die Schulordnung bewusst ist.

-        Konsequenz beim 2. Verstoß: Brief an Erziehungsberechtigte (versehen mit Rückantwort an das Sekretariat).

-    Konsequenz beim 3. Verstoß: Die Eltern werden zur Abholung des Handys und zum pädagogischen Gespräch geladen. Evt. erfolgen weitere pädagogische Maßnahmen.

-        Konsequenz beim 4. Verstoß: Ordnungsmaßnahme nach § 53 SchG.

Sollte sich ein Schüler weigern, sein Handy abzugeben, wird er an die Schulleitung verwiesen.

Alle Handys müssen auf Verlangen des Aufsicht führenden Lehrers vor Klausuren oder Klassenarbeiten bei der Aufsicht abgegeben werden. Eine Zuwiderhandlung kann als grober Täuschungsversuch gewertet werden.

3. Regeln für den Unterricht: Reguläre Stunden und Vertretungsstunden

3.1 Allgemeines:

Zum Unterricht erscheinen alle vorbereitet, mit den notwendigen Materialien und pünktlich zu den angegebenen Unterrichtszeiten.

Für mitgeführte private Gegenstände übernimmt die Schule keine Haftung.

Essen und Trinken ist nur außerhalb der Unterrichtszeiten und -räume gestattet. Ausnahmen hiervon sind nur nach ausdrücklicher Erlaubnis durch den Fachlehrer gestattet. Kaugummi kauen ist jedoch im Gebäude generell verboten.

Der Tafel- und Ordnungsdienst jeder Klasse und jedes Kurses sorgt dafür, dass am Ende der Stunde die Tafel geputzt und der Raum sauber ist. Am Ende der letzten Unterrichtsstunde in einem Unterrichtsraum stellen alle die Stühle hoch, schließen die Fenster und schalten das Licht aus. Die Lehrkraft schließt den Raum ab.

3.2 Verspätung und Vertretungsstunden:

Bei Verspätung des Lehrers begibt sich fünf Minuten nach Beginn der Unterrichtsstunde der Klassen-/Kurssprecher in die Verwaltung, um dieses mitzuteilen und nachzufragen.

In Vertretungsstunden arbeitet die ganze Klasse/der ganze Kurs an der gestellten Aufgabe oder dem zur Verfügung gestellten Wiederholungs-, Arbeits- bzw. Fördermaterial. Wenn keine Aufgaben gestellt wurden, unterrichtet der Vertretungslehrer in einem seiner Fächer.

3.3 Benutzung und Verhalten in Computer- und Fachräumen sowie in Sportstätten:

Für die Nutzung der Fachräume und der Computerräume gelten besondere Regeln. Diese Sicherheits- und Verhaltensvorschriften werden von den entsprechenden Fachlehrern gesondert erläutert. Vor der Nutzung des Computernetzwerks und der PC-Räume nehmen alle Schüler an einer Einführungsveranstaltung teil.

Bei der Benutzung der Sportstätten ist zusätzlich die dortige Benutzungsordnung einzuhalten.

4. Pausen

4.1 Sekundarstufe I:

Das Laufen und Spielen ist im gesamten Gebäude nicht gestattet. Der Aufenthalt im PZ ist während der großen Pausen nur bei schlechtem Wetter (Niederschlag, Sturm o.ä.) möglich, dieTüren, Treppen und Flure müssen zum Durchgang und als Fluchtwege frei gehalten werden.

Den Schülern der Sekundarstufe I ist es grundsätzlich nicht gestattet, das Schulgelände - das ist das Schulgebäude mit den vier Schulhöfen inklusive der Rasenflächen, während des Sportunterrichts auch die Sportstätten - während der Unterrichtszeiten und Pausen zu verlassen. Über besonders begründete Ausnahmen entscheidet der Klassen- oder Aufsicht führende Lehrer.

Die einzelnen Schulhöfe können zu verschiedenen Zwecken genutzt werden:

  • Hof 1 ist vornehmlich Ruhehof für Schüler, die Entspannung suchen.
  • Hof 2 ist für Ballspiele mit Softbällen vorgesehen.
  • Auf Hof 3 sind Bewegungs- und Laufspiele erlaubt, allerdings sind die Tischtennisplatte und deren unmittelbare Umgebung für das Spielen frei zu halten.
  • Auf Hof 4 sind Basketballspiele mit Basketbällen entsprechend den Vorrichtungen gestattet.

Auf den Rasenflächen sind Ballspiele nur mit einer Ausnahme gestattet: vor dem Altbau/Hof 4.

Das Werfen mit Gegenständen aller Art (besonders Schneebällen!) ist aufgrund von Verletzungsgefahr nicht erlaubt.

4.2 Sekundarstufe II:

Schülern der Oberstufe ist in den Pausen der Aufenthalt nur auf den Schulhöfen, in E 23 und in den Fluren des Neu- und Erweiterungsbaus gestattet. Auch steht das Atrium im Altbau der Oberstufe als Aufenthaltsbereich zur Verfügung. Das PZ steht Schülern der Sekundarstufe II wegen der brandschutzrechtlichen Höchstfrequenz auch in Schlechtwetterpausen nicht als Aufenthaltsraum zur Verfügung.

Schüler der Sekundarstufe II dürfen in Pausen und Freistunden das Schulgelände verlassen. Mit Verlassen des Schulgeländes erlischt i.d.R. der Unfallschutz.

4.3 Mittagspause bei Nachmittagsunterricht in der Sekundarstufe I

Die Schüler der Sekundarstufe I müssen in der Schule bleiben, können zum Mittagessen ins Forum gehen und sich an folgenden Orten aufhalten, damit der Nachmittagsunterricht in der Sekundarstufe II nicht gestört wird:

-          auf Hof 1 und im PZ,

-          im ausgewiesenen Stillarbeitsraum,

-          im ausgewiesenen Aufenthaltsraum zum Spielen und Entspannen.

5. Schulgelände und Schulgebäude

Alle tragen Mitverantwortung für das Gebäude und Gelände unserer Schule. Daher nutzen wir es so, dass sich keiner gestört fühlt und sich jeder hier wohl fühlen kann.

Mit der Einrichtung und allen Gegenständen wird pfleglich umgegangen, denn wir respektieren

privates und öffentliches Eigentum.

Wir tragen Verantwortung für die Sauberkeit und Ordnung des Schulgebäudes und des Schulgeländes. Einzelheiten werden durch die Klassen-/Kurslehrer (z.B. Tafel- und Ordnungsdienst, Mülltrennung) bzw. durch die Schulleitung (z.B. Haus- und Hofdienste) geregelt.

In der kalten Jahreszeit tragen Schüler und Lehrer Verantwortung dafür, dass nicht unnötig Energie verbraucht wird und die Heizkosten niedrig bleiben. Deshalb müssen die Außentüren geschlossen bleiben und die Klassenräume sorgfältig gelüftet werden.

Die Toiletten werden ausschließlich zu ihrem bestimmungsgemäßen Zweck aufgesucht, benutzt und sauber hinterlassen. Die Toiletten sind immer unverschlossen.

Der Schüler-Stillarbeitsraum wird ausschließlich für Arbeiten wie Vorbereitung auf den Unterricht, Hausaufgaben, Referate und Facharbeiten genutzt. Unterhaltungen sollen unterbleiben, Rücksichtnahme auf Mitschüler ist selbstverständlich. Den Schlüssel dazu kann man in der Verwaltung ausleihen. Näheres regelt eine gesonderte Benutzerordnung. Der Kiosk (E16) kann außerdem während der Öffnungszeiten als Arbeits- und Aufenthaltsraum genutzt werden.

Das Befahren des Schulgeländes mit Skateboards, Rollern, Rollschuhen, Inline-Skates, Fahrrädern, motorisierten Fahrzeugen u.ä. ist während der allgemeinen Unterrichtszeit (an Schultagen von 7:30 bis 16:30 Uhr) wegen der damit verbundenen Gefahren verboten. Im gesamten Gebäude ist dies grundsätzlich untersagt.

Motorräder, Motorroller und Mofas der Schüler sind auf der dafür ausgewiesenen Fläche neben Hof 2 platzsparend abzustellen. Die Schule kann für diese keine Haftung übernehmen.

6. Weitere Regelungen

6.1 Umgang miteinander

Den Umgang miteinander regelt die Schulvereinbarung in aktueller Fassung.

6.2 Erste Hilfe bzw. Sanitätsdienst

In der Schule existiert ein Sanitätsdienst; er ist in Raum E 32 untergebracht. Bei drohender Gefahr leistet jeder dem anderen unverzüglich Hilfe oder verständigt die Aufsicht führenden Lehrer.

6.3 Streitschlichtung

Bei Streitigkeiten können sich die Schüler an die Streitschlichter wenden, die in den Pausen im Raum E 31 anzutreffen sind.

6.4 Hausordnung der Stadt Zülpich

Die vom Schulträger erlassene Hausordnung ist automatisch Bestandteil dieser Schulordnung.

7. Schlussvereinbarungen

Alle Bestimmungen dieser Schulordnung gelten sinngemäß auch für Schulveranstaltungen, die außerhalb des Schulgeländes stattfinden.

Gemäß dem Bildungs- und Erziehungsauftrag des Franken-Gymnasiums müssen Schüler, Erziehungsberechtigte und Lehrer auf die Einhaltung der vorstehenden Schulordnung achten.

Bei Missachtung der unten genannten Regeln werden die Klassen- und Beratungslehrer informiert und von Seiten der Schule Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen ergriffen.

Diese Schulordnung tritt am 20. März 2014 in Kraft; sie wird regelmäßig auf ihre Durchführbarkeit hin überprüft und ggfs. überarbeitet werden.

            (Ort, Datum)                                                                                     (Schulleiter)



1 Im Folgenden wird der Lesbarkeit halber Schüler, Lehrer und Erziehungsberechtigte als geschlechtsneutrale Bezeichnung verwendet. Alle Beteiligten sind natürlich angesprochen.