Abschlussfahrt des English-LK (bilingual) nach London

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Nach sehr langer Vorfreude war es zu Anfang CIMG9393diesen Schuljahres endlich so weit, wir starteten unsere Abschlussfahrt in die britische Hauptstadt. Wir waren bereits einmal in der 8. Klasse zusammen in London, allerdings nur für einen Tag und mit mehr als der doppelten Anzahl der Schüler. Daher freuten wir uns sehr darauf, diesmal mit einer kleineren Gruppe von 13 Schülern, die alle untereinander befreundet sind, und mit Frau Thumann als unserer Klassenlehrerin aus den ersten beiden Jahren am Gymnasium für einen längeren Zeitraum dorthin zu fahren. Auf ein Programm hatten wir uns im Frühjahr diesen Jahres aufgrund ähnlicher Interessen auch schnell geeinigt. Einen Teil des Programms verbrachten wir zusammen mit dem Erdkunde-LK von Herrn Leduc, der mit uns fuhr.

Der Flug verlief ohne Schwierigkeiten, allerdings folgte noch eine ca. einstündige Reise vom Flughafen London Gatwick, und es stellte sich als nicht ganz so einfach (aber möglich) heraus, mit fast 30 Leuten plus Koffer in die Londoner Tube zu passen, auch wenn man aufgrund des zeitaufwändigen Einstiegs teilweise fast von der sich schließenden Tür zerquetscht wurde. Mit ein wenig Kraftaufwand und Willensstärke konnte dies jedoch verhindert werden. Nach der erfolgreichen Ankunft im Palmer’s Lodge-Hostel in Willesden und einer kurzen Eingewöhnungszeit dort begann schon unser erster Programmpunkt getting to know the neighbourhood, vor allem um unsere ersten Pounds im (Fast-Food-) Restaurant auszugeben und eventuell den ein oder anderen Pub auszuprobieren. Sehr praktisch war auch die eigene Bar im Hostel, in der einige von uns abends oft noch ein Guinness oder einen leckeren Cocktail tranken.

Am nächsten Tag machten wir erst einmal einen langen Spaziergang an der Themse entlang, wobei wir bereits die bekanntesten Sehenswürdigkeiten zu Gesicht bekamen, darunter die Houses of Parliament, das London Eye, Shakespeare‘s Globe Theatre, die Millennium Bridge (bekannt aus Harry Potter 6) sowie St. Paul’s Cathedral. Nach einem Besuch im Museum of London ging es dann noch zum Tower und zur Tower Bridge. Am Nachmittag sahen wir uns noch den Notting Hill Carnival an, welcher in der Woche passenderweise gerade stattfand. Vom Kölschen Karneval unterscheidet er sich in der Musikwahl, der Lautstärke, den sehr exotischen Kostümen, im Alter der hauptsächlich jungen Teilnehmer, in der Anzahl an begeisterten Zuschauern und evtl. auch im Konsum von (zumindest in Deutschland) illegalen Genussmitteln. Völlig ähnlich ist jedoch die Menge an Alkohol, die an den Tagen verbraucht wird. Nach einer kurzen Pause im Hostel sind wir dann abends noch nach Soho/ Chinatown gefahren und haben dort alle zusammen chinesisch gegessen.

Am Dienstag hieß das Programm Royal London, das heißt wir fuhren erst bis Westminster und sahen uns die Kirche (von außen) an, in der etwas mehr als ein Jahr zuvor William und Kate geheiratet hatten. Dann gingen wir weiter bis zum Buckingham Palace. Später sind wir noch zum Piccadilly Circus gefahren und besuchten die bekannten (und äußerst edlen) Kaufhäuser Fortnum & Mason und Harrods.DSC 0148Danach teilten wir uns auf; einige wollten noch ins Science Museum und der Rest fuhr zum sehr schönen Regent’s Park (dort gibt es viele zahme Eichhörnchen!). Außerdem sahen wir uns an dem Tag noch den Trafalgar Square an und ruhten uns dort in der Sonne ein wenig aus. Nach einer kurzen Pause im Hostel stand am Abend dann der kulturelle Höhepunkt des Tages an, eine Vorstellung von Shakespeares Hamlet im Globe Theatre, was uns allen auch sehr gut gefiel.

Am Mittwoch war das Programm Modern London. Wir sahen uns die Docklands und das Bankenviertel an, wo wir uns ein wenig wie Außenseiter vorkamen, denn wir waren im Prinzip die einzigen Touristen und trafen außer uns so gut wie niemanden, der keinen Anzug oder Kostüm trug. Auf der Fahrt mit der Overground dort konnten wir sogar das Olympiastadium sehen, wenn auch nur aus weiter Ferne. Als wir nach einer längeren Rückfahrt underground wieder auf die Straße traten wurden wir von einem extremen Wetterumschwung überrascht und mussten vor dem Regen Zuflucht in einem Pub suchen, wo wir dann alle etwas aßen. Später sahen wir uns in der Tate Britain noch die Werke des Malers William Turner an; danach teilten wir uns wieder auf. Ein Teil wollte zurück zum Hostel, andere wollten in der Oxford Street noch etwas shoppen und die Harry-Potter-Fans fuhren zum Gleis 9 ¾ am Bahnhof King’s Cross. Wir trafen uns am Hostel wieder und diejenigen, die noch Lust hatten, etwas zu unternehmen fuhren mit Frau Thumann und Herrn Leduc ins asiatische Viertel Brick Lane, aßen dort indisch und gingen anschließend noch in einen typisch englischen Pub.

Mit dem Donnerstag stand leider unser letzter Tag vor der Abreise an. Den Vormittag verbrachten wir im British Museum und fuhren danach noch nach Camden Town. Dort konnte man zum Teil sehr schöne Dinge wie Kleidung, Souvenirs, CDs und Ähnliches für relativ wenig Geld kaufen, und wer wollte, hatte noch die Gelegenheit, sich zu niedrigen Preisen als Andenken in unzähligen Studios ein Piercing oder Tattoo stechen zu lassen. Den Höhepunkt und perfekten Abschluss des gesamten CIMG9363Aufenthalts stellte das Abendprogramm dar, denn auf begeisterte Empfehlung Frau Thumanns hatten wir uns entschieden, uns das Musical The Phantom Of The Opera in Her Majesty’s Theatre anzusehen, und es stellte sich als das Beste heraus, was die meisten von uns bis dahin gesehen hatten. Wir waren alle hellauf begeistert, denn sowohl die Musik, als auch Schauspieler, Kulissen und die Geschichte (demnach die ganze Inszenierung an sich) waren einfach atemberaubend. Ein Beweis dafür ist die Tatsache, dass es auch jetzt ein Woche später in unserem Kurs zu jeder Zeit immer noch mindestens ein oder zwei Leute gibt, die gerade Stücke wie Music Of The Night, Masquerade oder Think Of Me leise vor sich hin singen, summen oder pfeifen, und so schnell wird sich das wohl auch nicht ändern. Nach der Aufführung beschlossen wir, noch einmal alle zusammen in den bekannten Pub O’Neill‘s am Leicester Square zu gehen, und auch das hat uns sehr gefallen, denn der Pub war sehr groß (3 Stockwerke), es gab gute Musik und auch die Getränke waren zwar teuer, aber sehr lecker. Leider mussten wir um 12 schon wieder gehen, um noch eine der letzten Tubes zu erwischen.

Der Freitag verlief ziemlich ruhig, wir konnten alle etwas länger schlafen, in Ruhe frühstücken und hatten genug Zeit, unsere Koffer zu packen. Um 11.30 Uhr machten wir uns dann betrübt auf den Weg zum Flughafen und zwischen 18.00 und 19.00 Uhr landeten wir in Düsseldorf.

Alles in allem war es für uns alle eine wunderbare und ereignisreiche Fahrt, die wir so schnell nicht vergessen werden, und wir waren wohl alle ziemlich unglücklich, dass sie doch so schnell vorbei war.

Maike Schülting im Namen des Englisch-LK 13