ERINNERN - UM ZU ERINNERN

Eine Veranstaltung von Schülerinnen und Schülern des Franken-Gymnasiums im Anschluss an eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz

 

Wie kann man über einen Besuch in Auschwitz berichten, wenn man eigentlich sprachlos ist angesichts des Terrors, den Lager und Museum auch heute noch vermitteln?

Den Schülerinnen und Schülern der Qualifikationsphase des Franken-Gymnasiums ist es zusammen mit ihren Lehrerinnen Frau Thumann-Langva und Frau Zingsheim gelungen, sich dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte so anzunähern und ihre Eindrücke so authentisch zu vermitteln, dass die Besucher der Martinskirche am 09. November tief ergriffen ihren Darbietungen lauschten.

Im ersten Teil stellten die Schüler schwerpunktmäßig ihr Programm in Auschwitz vor, das, neben Führungen durch die beiden Lager, verschiedene Workshops, wie z. B. Kunst in Auschwitz umfasste. Zur weiteren Erläuterung vermittelten die Schüler weitere bildgestützte Informationen, wie z. B. zur Geschichte des Holocausts, zum 9. November und zur Stadt Oswiecim, das die Deutschen Auschwitz nannten. Einige Schülerinnen stellten ihre Recherchen zu den Zülpicher Juden vor. Atemlos lauschte man ihren Ausführungen und war dankbar, dass der Vortrag jüdischer Kompositionen auf dem Klavier, der Geige und der Querflöte Zeit zur Verarbeitung des Gesehenen und Gehörten bot.

In der Pause konnte man koscheren Wein kosten und die Ausstellung im Foyer betrachten.

Im zweiten Teil standen die Reflexionen der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Manche hatten die Gedichtform als Ausdrucksmittel gewählt, andere Prosatexte geschrieben. Einige trugen literarische Verarbeitungen des Themas vor, andere hatten biografische Texte zu Inhaftierten geschrieben; musikalische Darbietungen vertieften auch in diesem Teil das gesprochene Wort.

Sie alle brachten zum Ausdruck, wie bedeutsam eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz für Schüler ist. „Wichtig ist, dass junge Menschen wie wir über die Vergangenheit lernen, weil wir die Zukunft formen.“ „ Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, darüber zu sprechen, denn andernfalls wäre es sehr schwierig, ja fast unmöglich, damit klarzukommen. Mit diesen Schuldgefühlen, dieser Traurigkeit und dem Unglauben.“ Die in schwarz gekleideten jungen Menschen machten deutlich, dass sie sich des Erbes annehmen, welches das nationalsozialistische System den Deutschen hinterlassen hat. Gleichzeitig sehen sie es auch als Warnung, wie sie es in ihrem Schlusssatz ausdrückten:

ES IST GESCHEHEN. ES KANN WIEDER GESCHEHEN. GEGEN DAS VERGESSEN UND FREMDENFEINDLICHKEIT.

 

In Gedenken

Erinnern,

An das Geschehene,

An den Verlust,

An das Leiden.

Erinnern,

Durch Emotionen,

Durch Gedanken,

Durch Wahrheiten.

Erinnern,

Als Lehre,

Aus Respekt,

Als Warnung.

Erinnern, um zu erinnern.

(Lisa Altendorf)

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