Berlinfahrt der Klasse 9b

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Am Dienstag, den 17.05.2016 begannen wir, 21 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b mit unseren Lehrern Frau Thumann-Langva und Herrn Wirtz, um 7.45 Uhr vom Bahnhof Euskirchen unsere Klassenfahrt nach Berlin.

Nachmittags kamen wir pünktlich in Berlin an. Den ersten Eindruck von der Millionenstadt bekamen wir schon am Hauptbahnhof, der uns durch seine Größe und Vielfalt beeindruckte. Nach einer Fahrt mit der S-Bahn kamen wir in unserer schönen Jugendherberge im Stadtteil Friedrichshain an. Doch war keine Zeit zum Ausruhen, da wir kurz darauf losfuhren, um die Stadt zu erkunden. Mit dem Besuch in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche sahen wir ein Mahnmal gegen den Krieg und ein Zeichen der Versöhnung. Dies beeindruckte uns sehr.

Vor unserem Abendessen im Hard Rock Cafe hatten wir Freizeit auf dem Kurfürstendamm, der perfekt zum Shoppen geeignet war.

Zurück in der Jugendherberge waren wir alle müde vom ersten anstrengenden Tag.

Das Programm für den Mittwoch hatte es wirklich in sich. Nach einem leckeren Frühstück in der Jugendherberge machten wir uns auf den Weg zum Bundestag. Die Kuppelbesichtigung war dabei besonders interessant, weil wir einen ausgezeichneten Blick auf ganz Berlin hatten und schon andere Sehenswürdigkeiten von Berlin sehen konnten.

Anschließend bekamen wir auf den Tribünen des Sitzungssaals Informationen über die Gestaltung unserer demokratischen Politik.

Bevor wir dort noch ein extra Mittagessen in der Besucherkantine, mit Blick auf die Spree, bekommen sollten, machten wir einen kleinen Abstecher zum Brandenburger Tor.

Nach dem Mittagessen bekamen wir eine Führung im Pergamonmuseum.

Während der anschließenden Spreefahrt haben wir noch mehr über die Berliner Kultur gelernt und konnten einfach entspannen. Zurück in Friedrichshain hatten wir Freizeit, um die Gegend zu erkunden.

Der nächste Tag begann mit einem eher traurigen Ausflug ins Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Wir wurden von einem netten Herrn geführt, der zu DDR-Zeiten für kurze Zeit selbst Häftling war. Er berichtete uns von seinen Erfahrungen und wir bekamen, vor allem im Kellergewölbe, gut zu spüren, wie schrecklich es dort für die Inhaftierten gewesen sein musste.

Den Rest des Tages konnten wir dann doch einfach genießen. Wir hatten viel Freizeit am Alexanderplatz und am Abend haben wir eine Vorführung der Blue-Man-Group besucht, von der alle sehr begeistert waren. Den restlichen Abend durften wir am Potsdamer Platz verbringen. Daraufhin ging es wieder zurück in unsere Jugendherberge.

Freitagmorgen stand der Besuch der Berliner Mauer in der Bernauer Straße an. Bei dieser Führung erfuhren wir mehr über die Mauer, die Ost- und Westberlin teilte. Außerdem wurde uns von denen erzählt, die an dieser Mauer starben. Als wir uns frei auf dem Campus bewegen durften, gingen manche auch in die Kapelle der Versöhnung, deren Stille einen gut über die Geschehnisse von damals nachdenken ließ.

Von da aus fuhren wir wieder in den Stadtteil Berlin Mitte, wo die Klassenlehrer uns eine Aufgabe stellten:

Die Klasse sollte in Gruppen die bekannte Straße Unter-den- Linden erkunden und dabei möglichst viele Informationen über die vielen berühmten Gebäude dort herausfinden.

Der Treffpunkt war das Hotel Adlon, wo wir später noch eine Führung hatten. Bei der Auswertung stellte sich heraus, dass alle gut gearbeitet hatten, was mit einem Eis für die Schüler belohnt wurde.

Die Führung im Adlon war ein weiterer Höhepunkt unserer Berlinfahrt. Keiner wusste, wo er überhaupt hingucken sollte, weil alles wie in einem Film aussah. Wir bekamen sogar die zweitgrößte Suite zu sehen, in der auch die Queen schon einmal übernachtet hat. Aus dem Fenster hatten wir einen direkten Blick auf das Brandenburger Tor. Doch je außergewöhnlicher die Räume sind, desto höher sind auch die Preise und am Ende der Führung stellten wir fest, dass manchmal weniger einfach mehr ist.

Vom Hotel aus gingen wir zum Holocaust-Denkmal. Uns wurde etwas über die Gründe des Errichtens gesagt und danach sollten wir selbst einmal durch das Denkmal mit den Stehlen gehen. Die Atmosphäre war erdrückend und man hat sich durch die Höhe und Enge der Stehlen und durch die Stille von der Außenwelt abgeschirmt gefühlt. Unter dem Denkmal befindet sich ein Museum, in dem wir im Anschluss auch waren. Das Museum hat uns einen genaueren Eindruck über den Holocaust und das Leben der Juden zur Zeit des Dritten Reiches gezeigt. Diese Grausamkeit hat manche von uns sehr erschüttert. Trotzdem waren wir dankbar, dass uns so etwas nicht vorenthalten wurde.

In der Jugendherberge mussten wir leider schon die Koffer packen, damit wir am nächsten Morgen pünktlich die Zimmer verlassen konnten. Den letzten Abend verbrachten wir zusammen in der Jugendherberge und redeten über alles, was wir in dieser Woche erlebt hatten.

Nachdem wir alle das letzte Mal in der Jugendherberge gefrühstückt hatten, sind wir zu der East-Side-Gallery gegangen und haben die verschiedenen, ausdrucksstarken Kunstwerke auf uns wirken lassen.

Danach sind wir zum Hauptbahnhof aufgebrochen und haben uns von Berlin verabschiedet. Um 19 Uhr kamen wir müde, aber glücklich am Bahnhof in Euskirchen an, wo unsere Eltern schon auf uns warteten.

Alles in allem hatten wir eine sehr schöne, super organisierte Woche in Berlin, wo wir alle viel gesehen und Neues dazu gelernt haben.

berlin2016