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Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz

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„Wer die Vergangenheit vergisst, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“ – George Santayana

Das war der Grundsatz der Gedenkstättenfahrt des Franken-Gymnasiums Zülpich und auch eine der Lehren, die aus dieser Studienreise gezogen werden konnte. Zugleich war es rückblickend ein Motiv für die 24 Schüler/innen, in Begleitung von Frau Zingsheim und Herrn Lentfer sowie von drei Referenten der Stätte der Begegnung – Institut für Bildung und Kommunikation in Vlotho, an der Fahrt teilzunehmen. Mehrere Samstagvormittage dienten der intensiven Vorbereitungen auf die Fahrt, welche vom 03.09.17 bis zum 08.09.17 stattfand.

Untergebracht wurde die Gruppe im Zentrum für Dialog und Gebet in der Stadt Oświęcim, wie die polnische Stadt heißt, die in Deutschland Auschwitz genannt wird. Vor Ort hatten die Teilnehmer/innen die Gelegenheit, das jüdische Museum und die Synagoge zu besuchen und an einem Workshop teilzunehmen, der sich mit der jüdischen Bevölkerung in Oświęcim beschäftigte, bevor in den folgenden Tagen Führungen durch das Stammlager (Auschwitz I) und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau (Auschwitz II) stattfanden. Erweitert wurde die Auseinandersetzung mit den Gräueltaten der NS-Zeit durch mehrere Workshops zu den Themen „Klerus in Auschwitz“, „Kunst in Auschwitz“, „Sinti und Roma in Auschwitz“ und „Kinder in der Gewalt von Josef Mengele in Auschwitz“ sowie durch dieMöglichkeit, an einer Schreibwerkstatt teilzunehmen. Um das Erlebte und Erfahrene besser verarbeiten zu können, fanden jeden Abend Reflexionen in Kleingruppen statt, die einen Austausch von Gedanken und Gefühlen ermöglichten.

Den letzten Tag der Reise verbrachte die Gruppe in Krakau. Dort bildete das Gespräch mit der Zeitzeugin Lidia Maksymowicz im jüdischen Museum einen besonderen Programmpunkt. Hierbei erhielten die Mitreisenden tiefe Einblicke in ihre Erinnerungen an ihre Erlebnisse in Auschwitz als Kleinkind. Im Anschluss bot sich die Gelegenheit neben der Erkundung der mittelalterlichen Stadt und einer Führung durch das Museum der ehemaligen Schindler-Fabrik, die Ausstellung „face to face“ zu besuchen, bei welcher Kunstwerke aus Auschwitz ausgestellt wurden. Am Abend besuchte die Gruppe ein jüdisches Restaurant im ehemaligen jüdischen Viertel, wo sie ihre Studienfahrt im gemütlichen Rahmen bei Livemusik und koscherem Essen ausklingen ließ.

Die Fahrt bedeutet für die Studienreisenden eine besondere Erfahrung in ihrem Leben. Ermöglicht wurde diese durch folgende Förderer, denen die Gruppe herzlich dankt: der Marga und Walter Boll-Stiftung, der Kreissparkasse Euskirchen, der Stiftung Erinnern Ermöglichen und der Bethe Stiftung. Dank dieser Unterstützungen sind solche eindrucksvollen Reisen möglich, damit auch weiterhin an die Vergangenheit erinnert, aus ihr gelernt wird und sie sich nicht wiederholt.

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