Am 14. Dezember 2010 stand uns der Ausflug ins Forschungszentrum Jülich (JuLab) bevor. Nachdem wir im Biologieunterricht alle wichtigen Theorien zur Genetik besprochen hatten, machte uns unser Lehrer Herr Kreuels auf das Schülerlabor aufmerksam. Als wir uns dafür entschieden hatten, uns dieses einmal genauer anzuschauen, fuhren wir mit dem Zug von Euskirchen ab und als wir angekommen waren, wurden uns zur Sicherung zunächst einmal Namensschilder verliehen. Zwei Mitarbeiter waren uns zur Betreuung zugeteilt worden und führten uns mit einem Video ins Aufgabenfeld des Forschungszentrums Jülich ein. Dieses beinhaltete die Veränderung der biologischen Natur, den Klimawandel, Maßnahmen zur Schonung der Umwelt, Gesundheit und Informationstechnologie. Anschließend konnten wir unser theoretisches Thema der Genetik und DNA in Organismen auch einmal praktisch bestätigt bekommen. Ein Mitarbeiter des Julab führte uns einen Versuch vor, in welchem er aus Kalbsbries DNA isolierte und sichtbar machte. Als dies erfolgt war, erhielten wir in Gruppen die Aufgabe, aus drei verschiedenen Bakterienkulturen DNA-Plasmide zu isolieren und mit spezifischen Restriktionsenzymen die DNA zu trennen. Da uns jedoch ein kleiner Fehler unterlaufen war, fanden wir am Ende nur zwei unterschiedliche Plasmidarten statt der erwarteten drei. Man konnte diese Plasmide dann anhand des Längenprofils im Gelelektrophoresebild den Typen zuordnen.
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Ein Aspekt beim Experimentieren, welcher sehr positiv war, bestand darin, dass wir den Umgang vieler Laborgeräte ermöglicht bekamen.
Da zwischenzeitlich ein wenig Wartezeit vorhanden war, wurde es uns ermöglicht, die Mensa des Forschungszentrums kennen zu lernen. Somit aßen wir in der großen Halle zu Mittag, welche sich etwas abgelegen vom Hauptgebäude befand. Anschließend wurde uns eine Führung durch die Anlage des Forschungszentrums angeboten. Hierbei wurden uns viele Aspekte des Arbeitsalltags der Laboranten vorgestellt, was eine interessante Abwechslung darstellte. Als wir uns dann wieder im Hauptgebäude befanden, beendeten wir die letzten Schritte unseres Versuches und konnten danach die DNA-Fragmente der Länge nach sortiert und aufgetrennt in der Gelelektrophorese betrachten.
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Um die Versuchsdurchführungen noch besser verstehen und vertiefen zu können, setzten wir uns alle zusammen in einem Präsentationsraum zusammen und erhielten noch eine ausführliche Erklärung der einzelnen Schritte, die wir durchgeführt hatten. Hierbei konnten wir gemeinsam die Ergebnisse diskutieren und analysieren, wo letztendlich auch unser Fehler zu Tage trat. Schließlich, als der Tag sich dem Ende neigte, wurde im Eingangsbereich ein Sitzkreis eröffnet, in welchem jeder seinen Eindruck vom Tagesprogramm kundgeben konnte, indem er positive und negative Kritik äußern sollte.
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Zusammenfassend hat der Ausflug dort viel Erkenntnis und zahlreiche Eindrücke ermöglicht, da es die meisten Schüler als positiv empfanden, erlernte Theorien in der Praxis umzusetzen. Des Weiteren waren auch die Betreuer sehr nett und aufgeschlossen, waren offen für Fragen der Schüler, antworteten sehr präzise und stellten für Interessierte sogar die Möglichkeiten des Berufes sowie die Aufstiegsmöglichkeiten und ein mögliches Einkommen vor. Jedoch waren wir uns alle, wie sich herausstellte, in einigen Aspekten einig, welche uns ein wenig gestört hatten, wie zum Beispiel die Tatsache, dass wir den Versuch zunächst nur in Rezeptform zum "Nachkochen" vorgesetzt bekommen hatten und uns teilweise während der Versuchsdurchführung ein wenig unklar war, was denn nun genau die einzelnen Arbeitsschritte bewirken sollten. Man hätte hierbei vielleicht vor dem Versuch die Schritte miteinander besprechen können, was wir erst im Nachhinein getan hatten, um dann anschließend die Schritte umzusetzen. Konsequenz war somit, dass es für einige Schüler als schwierig angesehen wurde, das Ergebnis richtig zu deuten und zu verinnerlichen, was etwas schade war. Dennoch hat sich der Besuch für uns auf jeden Fall ausgezahlt und kann für andere Schulklassen weiterempfohlen werden.
Sarah S. und Sara Sch.