2.2 Schulprofil (fachliche und überfachliche Angebote sowie spezielle Dienstleistungen, die die Schule von anderen Schulen unterscheiden)

1. ALLGEMEINES

Das Franken-Gymnasium Zülpich ist Bestandteil des Schul- und Sportzentrums der Stadt Zülpich. Die Mehrzahl der Klassen und die wichtigsten Fachräume befinden sich in dem 1971 bezogenen „Neubau"-Trakt, zu dem seit Oktober 1997 ein Erweiterungstrakt hinzugekommen ist.
Im Mittel besuchen knapp 1000 Schülerinnen und Schüler das Gymnasium. Sie verteilen sich auf die Sekundarstufe I (Klassen 5-9) mit - bei Vierzügigkeit - 20 Schulklassen, deren durchschnittliche Größe 26,6 Schüler beträgt, sowie auf die Sekundarstufe II (Klassen 10-13) mit einer durchschnittlichen Kursstärke von etwa 20,2 Schülern.
Neben hell und freundlich gestalteten Klassen- und Kursräumen hat die Schule Fachräume für Physik, Biologie, Chemie, Informatik, Musik, Kunst und Werken. Daneben stehen Sammlungsräume für die einzelnen Fächer, insbesondere ein gut eingerichteter und mit neuen Rechnern ausgestatteter Informatikraum, ein Multimediaraum, ein Selbstlernzentrum, Büchereien für Schüler und Lehrer und zwei Sporthallen zur Verfügung. Der Einsatz zeitgemäßer Medien ist in den verschiedenen Unterrichtsräumen möglich. Außerdem gibt es einen Schülerarbeitsraum mit einer Präsenzbibliothek. 
In den Pausen kann man im Kiosk Getränke und Speisen kaufen. 
Auch für körperbehinderte Schüler ist die Schule eingerichtet; es gibt für Kinder, die etwa auf einen Rollstuhl angewiesen oder zeitweilig gehbehindert sind, einen Aufzug.
Derzeit unterrichten am Franken-Gymnasium 77 Lehrerinnen und Lehrer, einschließlich der Studienreferendare. Die Schule wird von Franz Peter Wirtz geleitet, sein Stellvertreter ist Helmut Dewitt.

2. SCHWERPUNKT

Das Franken-Gymnasium besitzt durch seinen bilingualen englischen Zweig einen fremdsprachlichen Schwerpunkt, der sich nicht nur durch verstärkten Englischunterricht in den Klassen 5 und 6 und durch den bilingualen Sachfachunterricht in den Fächern Biologie, Geschichte und Erdkunde auszeichnet, sondern durch weitere Angebote attraktiv und praxisorientiert ist. 
So können bilinguale Schüler durch die Teilnahme an europäischen und internationalen Projekten und deren Dokumentation das CertiLingua-Zertifikat erwerben.
Bilinguale Schüler und nicht-bilinguale Schüler können Austauschmöglichkeiten nutzen, an Vorbereitungskursen für Cambridge-Certificate-Prüfungen teilnehmen oder auch Auslandspraktika machen. 
Nicht-bilinguale Schüler können zu Beginn der Sekundarstufe II in den bilingualen Zweig wechseln, was vor allem für Schüler aus dem Differenzierungskurs Geschichte/Englisch attraktiv ist. Da die bilingualen Schüler in der Einführungsphase ebenfalls das Fach Biologie in englischer Sprache lernen, erhalten Neueinsteiger Hilfestellung bei der Nacharbeitung des Stoffes der Sekundarstufe I. 

3. UNTERRICHTSZEITEN

3.1 Vormittag:
Die Unterrichtszeiten am Vormittag sind auf die Fahrpläne im öffentlichen Nahverkehr abgestimmt. Sie sind folgendermaßen festgelegt: Montag bis Freitag jeweils 8.00 bis 13.15 Uhr. Der Samstag ist unterrichtsfrei.
In den Pausen (zwischen der zweiten und dritten sowie der vierten und fünften Unterrichtsstunde) können sich die Schüler/innen auf vier Schulhöfen aufhalten, wobei ein Schulhof speziell für die Jüngeren eingerichtet ist, so dass Spiele möglich sind.

3.2 Nachmittag 
Die Stundentafeln des G8 sehen für die Jahrgangsstufen 7 bis 9 einen Unterrichtsumfang von 31 bis 34 Stunden vor. Daher ist es erforderlich in diesen Stufen an einigen Tagen Nachmittagsunterricht im Stundenplan zu platzieren. Die Ansetzung erfolg so, dass für unsere Fahrschüler Busverbindungen gegeben sind.
In der Sekundarstufe II ist wegen der Stundenvolumina Nachmittagsunterricht ebenfalls erforderlich.

3.3 Offener Ganztag (OGT):
Das Angebot des OGT richtet sich zunächst an die Fünft- bis Siebtklässler/innen und bezieht sich auf drei Wochentage (Montag, Dienstag und Donnerstag) jeweils von 13.15 Uhr bis 16.00 Uhr.

Im Angebot des OGT enthalten:

Die Teilnahme an den Angeboten des OGT ist freiwillig, wird aber bei Anmeldung des Kindes zur Betreuung im Offenen Ganztag für mindestens ein Halbjahr verbindlich. Unabhängig von der Teilnehmeranzahl gewährleisten wir damit ein attraktives Angebot nach dem offiziellen Unterrichtsende.

Teilnahme ist wahlweise möglich an einem, zwei oder drei Nachmittagen des OGT. Es ist nicht möglich, das Übermittagsangebot eines Wochentages nur in Teilen (also z.B. nur bis 15.00 Uhr) wahrzunehmen.

Zusammenarbeit zwischen Schule, externen Kräften und Eltern beim OGT: 
Unterstützt wird die Schule hierbei durch externe Kräfte und Mitarbeiter von ortsansässigen Institutionen. Der regelmäßige Austausch zwischen den für den „Offenen Ganztag“ verantwortlichen Lehrkräften sowie den außerschulischen Partnern gewährleistet eine qualifizierte Betreuung der Kinder.
Zudem sind der Schule eine enge Zusammenarbeit und der Austausch mit Eltern wichtig. In regelmäßig herausgegebenen Schreiben erhalten die Eltern alle wichtigen Informationen über den Ablauf und die Organisation des „Offenen Ganztages“. Anmerkungen zum Arbeits- und Lernverhalten des Kindes notieren die Lehrkräfte in den Arbeitsheften der Schülerinnen und Schüler. Weiterhin sind die Organisatoren des OGT bei Anfragen via E-Mail oder telefonisch zu erreichen. 

Mittagspause 13.15-14.15 Uhr:
In dieser Stunde haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, in der Mensa eine Mahlzeit einzunehmen oder aber die mitgebrachte Verpflegung zu verspeisen. Im Anschluss an die gemeinsame Mahlzeit besteht die Möglichkeit, sich vom morgendlichen Unterricht durch Spielen, Lesen etc. zu erholen.

Eigenverantwortliches Arbeiten (EVA) 14.15-15.00 Uhr:
Nach der Mittagspause bearbeiten die Schülerinnen und Schüler ihre Hausaufgaben, lernen Vokabeln oder bereiten sich auf Prüfungen vor. Diese Zeit ist geprägt von eigenverantwortlichem Arbeiten. Betreut werden die Kinder von einer qualifizierten Kraft, die kleine Hilfestellungen gibt.

Arbeitsgemeinschaften 15.00-16.00 Uhr:
Im aktuellen Halbjahr werden folgende Arbeitsgemeinschaften für die OGT-Teilnehmer angeboten:
Zirkus; DRK (unter der Leitung eines Mitarbeiters des Deutschen Roten Kreuzes); Sport (unter Leitung des TuS Chlodwig, Zülpich) (z.B. Fechten, Taekwondo, Badminton, Basketball, Volleyball, Tischtennis) 

BUSVERBINDUNGEN im Anschluss an den OGT:
Zwischen 16.10 Uhr und 16.25 Uhr fahren Busse in alle Einzugsgebiete des Franken-Gymnasiums Zülpich.

4. ANMELDUNG UND AUFNAHME / AUSKÜNFTE UND BERATUNG

4.1 Erprobungsstufe
"Die Erprobungsstufe (Klasse 5 und 6) dient der Erprobung, Förderung und Beobachtung der Schüler, um in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten die Entscheidung über deren Eignung für die gewählte Schulform sicherer zu machen. ... "
Auskünfte und Beratungsgespräche insbesondere zu Fragen des Übergangs Grundschule / Gymnasium mit Schulleitung bzw. Erprobungsstufenleiterin sind jeder Zeit möglich. Eine Informationsbrochure wird bei der Informationsveranstaltung für Eltern und Kinder des vierten Schuljahres am Tag der Offenen Tür (jeweils im November) verteilt. Dabei besteht auch die Möglichkeit der Besichtigung von Klassen- und Fachräumen, sowie Unterrichtsbesuche durch Viertklässler und ihre Eltern.
Bei dieser Veranstaltung können Sie sich ebenfalls über unseren bilingualen Zweig informieren und mit der Koordinatorin des bilingualen Zweiges einen Termin für eine persönliche Beratung vereinbaren.
In der Erprobungsstufe werden dreimal im Schuljahr spezielle Erprobungsstufenkonferenzen durchgeführt, in denen über die individuelle Entwicklung des Schülers bzw. der Schülerin, über etwaige Schwierigkeiten, deren Ursachen und mögliche Wege zu ihrer Überwindung und über besondere Fördermöglichkeiten beraten wird" (Schulgesetz §13). Zu diesen Konferenzen werden auch die Grundschullehrer/innen der Kinder eingeladen, um in beratender Funktion teilzunehmen.

4.2 Sekundarstufe II
Der Eintritt in die gymnasiale Oberstufe ist außer Schülern des Gymnasiums auch allen Schülerinnen und Schülern möglich, die an einer Realschule, Hauptschule oder einer anderen weiter führenden Schule die Fachoberschulreife (Ende Klasse 10) mit Qualifikationsvermerk für die Sekundarstufe II erlangt haben. Für den Eintritt in andere Jahrgangsstufen unserer Schule bieten wir ihnen eine gezielte Beratung an. Hierfür ist der jeweilige Oberstufenkoordinator zuständig.
Eine Informationsveranstaltung für Schülerinnen und Schüler von Haupt- und Realschulen, die in die gymnasiale Oberstufe (Jahrgangsstufe 10) eintreten wollen, findet ebenfalls am Tag der offenen Tür im November statt. Termine für Beratungsgespräche können darüber hinaus individuell mit dem Sekretariat vereinbart werden.

5. SCHULLAUFBAHN UND WAHLMÖGLICHKEITEN

5.1 Sekundarstufe I (Unter- und Mittelstufe)
Dem Unterrichtsangebot in den Stufen 5 bis 9 liegen die Stundentafeln der Sekundarstufe I zugrunde, die für alle Gymnasien in NRW verbindlich sind. In Klasse 5 werden in der Regel 30 Unterrichtsstunden pro Woche erteilt, und zwar in den Fächern:
Biologie (2), Deutsch (4), Englisch (5), Erdkunde (2), Kunst (2), Mathematik (5), Physik (2), Musik (2), Religion (2), Sport (3), meist mit den angegebenen Stundenzahlen. Außerdem wird zusätzlich zum Fachunterricht das Projekt "Lernen des Lernens" durchgeführt, für das im Stundenplan wöchentlich eine Stunde vorgesehen ist. Dazu fördern wir in der Klasse 6 die Persönlichkeitsbildung durch das unterrichtsbegleitende Programm „Persönliches Lernen“. In den Klassen 6 bzw. 7 kommen dann noch die Unterrichtsfächer Französisch bzw. Latein sowie Geschichte und Chemie hinzu, während Erdkunde in der Klasse 6 in der Regel nicht erteilt wird.
An den ersten Unterrichtstagen werden die neuen Schülerinnen und Schüler von den Klassenlehrern auch mit den Örtlichkeiten (z.B. Fachräumen und Lehrerräumen) und der Organisation der Schule (z.B. Pausen) vertraut gemacht.
In Mathematik, Deutsch und Englisch werden in der Regel jeweils 3 Klassenarbeiten pro Schulhalbjahr geschrieben, in den Klassen 9 je 2. Hinzu kommen in der Klasse 8 die Lernstandserhebungen in diesen Fächern, welche allerdings nicht als Klassenarbeit zählen.
In unserem bilingualen Zweig haben die Schülerinnen und Schüler in den Klassen 5 und 6 zusätzlichen Englischunterricht, der sie auf den Fachunterricht in englischer Sprache vorbereitet; d.h. ab Klasse 7 werden die Sachfächer Biologie, Geschichte und Erdkunde in englischer Sprache unterrichtet.

Sprachenfolge und Wahlmöglichkeiten in der Sekundarstufe I:

1. Fremdsprache 
(ab 5. Klasse)
Englisch verpflichtend für alle Schüler

eine bilinguale deutsch-englische Klasse

2. Fremdsprache
(ab 6. Klasse) 
Latein oder
Französisch
verpflichtend für alle Schüler
3. Fremdsprache 
(ab 8. Klasse)
Französisch

nicht verpflichtend, statt dessen Wahl eines anderen Fachs oder einer Fächerkombination des Differenzierungsbereichs

Die Eingangssprache ist Englisch. Es bestehen Wahlmöglichkeiten in der Jahrgangsstufe 6 bei den Fremdsprachen und in der Stufe 8 in einem 3-stündigen Differenzierungsbereich . Schüler, die keine 3. Fremdsprache wählen, haben die Möglichkeit, ihre Interessen mehr auf Natur- oder Gesellschaftswissenschaften zu konzentrieren. Zu diesen Wahlentscheidungen werden ausführliche Informationsveranstaltungen für Schüler/innen und Eltern angeboten.

Folgende Fächer und Fachkombinationen wurden für das Schuljahr 2011/12 angeboten:
Chemie/Physik; Chemie/Erdkunde; Sport/Biologie; Englisch/Geschichte; „Unsere Region in Europa“ (Berücksichtigung geografischer, historischer und politischer Aspekte); Informatik; Französisch

Da bei Vierzügigkeit nur 4 Kurse eingerichtet werden können, entscheiden die Schülerinnen und Schüler durch ihre Erst- und Zweitstimme über die Einrichtung der Kurse.
Im Schuljahr 2011/12 wird es folgende Kurse geben:
Chemie/Erdkunde; Sport/Biologie; „Unsere Region in Europa“; Informatik; Französisch

5.2 Sekundarstufe II (Oberstufe)
Der Unterricht der Jahrgangsstufen 10 bis 12 (G8) bzw.11 bis 13 (G9) erfolgt in einem differenzierten Kurssystem, das für alle Gymnasien in NRW verbindlich ist. Jeder Schüler/jede Schülerin wählt dabei unter Berücksichtigung vorgegebener Pflichtbedingungen die Fächer für die individuelle Schullaufbahn. Die Wahl wird nach intensiver Information und Beratung der Schüler und Eltern durchgeführt.

Der Fächerkanon der Sekundarstufe I wird in der Sekundarstufe II erweitert durch die Fächer Philosophie, Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften. Ein Neubeginn ist außerdem im Fach Spanisch möglich. Hierdurch können auch Schüler/innen von Haupt- und Realschule die fremdsprachlichen Abiturvoraussetzungen erfüllen.
Außer dem Abitur kann unter bestimmten Bedingungen auch die Fachhochschulreife erlangt werden. Für gezielte Information und Beratung stehen der Oberstufenkoordinator und die jeweiligen Beratungslehrer der Stufe zur Verfügung.

6. BESONDERE VERANSTALTUNGEN

Das Franken-Gymnasium bietet neben dem Pflicht- bzw. Wahlpflichtunterricht Arbeitsgemeinschaften an, die die Schüler freiwillig wählen können. Zur Zeit werden die folgenden Arbeitsgemeinschaften angeboten:
Combo, Streitschlichtung, Chor, Handball, Verkehrserziehung (Mofakurs), Fußball f. Jungen / Fußball f. Mädchen, Jugend-Forscht, Zirkus, DRK, Sport, Vorbereitungskurse für das Cambridge Certificate FCE sowie CAE 

Natürlich treten die Kinder mit dem, was sie in den AGs gelernt haben, auch in der Öffentlichkeit auf. So gestalten die AGs Chor/Orchester/Instrumentalkreis unsere regelmäßig stattfindenden „Künstlertreffs" mit, die von Fachlehrern für Kunst, Musik und Sport organisiert werden. Aber auch darüber hinaus haben wir ein sehr aktives „Musikleben", wie z.B. die Combo („Garfield’s Crew") . Verschiedene Theatergruppen planen immer wieder Aufführungen. Neben kürzeren Darbietungen bei verschiedenen schulischen Anlässen sind besonders Literaturkurs-Gruppen in den letzten Schuljahren mit großem Erfolg beispielsweise mit Dramen Dürrenmatts und Shakespeares, aber auch mit Revuen sehr erfolgreich aufgetreten. 

7. BESONDERE FÖRDERUNG 

Je nach Bedarf und Möglichkeiten bietet die Schule einen speziellen Förderunterricht in Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik für die Schülerinnen und Schüler an, die neu in unsere Oberstufe eingestiegen sind.

Außerdem wurde ein Konzept entwickelt, nach dem Schülerinnen und Schüler individuell gefördert werden:. Im zweiten Halbjahr haben versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, besondere Förderkurse in den Kernfächern zu besuchen.

Eine zusätzliche Förderung erfolgt durch die Vorbereitung auf die Cambridge Sprachprüfungen (FCE und CAE), die zusätzliche Qualifikationen in englischer Sprache nachweisen. Diese international geschätzten Prüfungen werden in Zusammenarbeit mit dem Englischen Institut Köln an unserer Schule durchgeführt. 

Aufgrund seines besonderen Angebots im bilingualen deutsch-englischen Zweigs wurde das Franken-Gymnasium im Mai vom Bildungsministerium als CertiLingua-Schule ausgezeichnet. Dies bedeutet, dass Schüler/innen das CertiLingua Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen erwerben können. Voraussetzung hierfür ist, dass sie eine hohe Kompetenz in zwei Fremdsprachen (Englisch und Französisch oder Spanisch) sowie bilinguale Sachfachkompetenz (in Biologie und Geschichte) erworben haben. Wichtig sind zusätzlich europäische und internationale Kompetenzen, die nicht nur theoretische Kenntnisse umfassen, sondern Engagement bei europäischen und internationalen Projekten erfordern. Dokumentiert wird dieser Einsatz in einer schriftlichen Arbeit. Dazu bietet das Franken-Gymnasium eine Vielzahl von Möglichkeiten. Durch den Erwerb des CertiLingua Exzellenzlabel wird z.B. der Zugang zu international orientierten Studiengängen erleichtert und sowohl bei der privaten wie der beruflichen Lebensplanung ergeben sich neue internationale Perspektiven. Europaweit nehmen zurzeit über 100 Schulen an dem Programm teil, unterstützt von vielen Universitäten und Unternehmen. 

Viele Schüler konnten innerhalb des Comenius-Projektes zu europäischen Sitten und Gebräuchen den interkulturellen Austausch pflegen, andere nehmen an Projekten des ESN (European School Network) teil – in diesem Schuljahr zum Beispiel bei einem naturwissenschaftlichen Projekt in Istanbul oder bei einem Projekt zur Unterstützung von Kindern in Ungarn. Auch die Erfahrungen bei einem Auslandspraktikum oder die Teilnahme an Austauschprogrammen mit den Partnerschulen in Blaye (Frankreich) und Buffalo (USA) ermöglichten interessante Begegnungsprojekte. Die Grundlage der zu erstellenden Dokumentation bilden Fragebögen und Interviews zu einem Thema, das sich die Schüler selbst aussuchen können. Ab dem kommenden Schuljahr wird mit dem Projektkurs zum Thema „Migration“, selbstverständlich in englischer Sprache, ein weiteres interessantes Angebot bereitstehen.

Darüber hinaus erweitern wir den Unterricht in den fünften Klassen durch ein besonderes musikalisches Angebot. Wir haben im vorigen Schuljahr einen Streicher-Kurs eingerichtet. D.h. die Kinder können im Rahmen des Musikunterrichts oder einer Musik-AG am Vormittag ein Streichinstrument (Violine, Viola oder Violoncello) erlernen. Der Unterricht wird von Fachkräften der Musikschule Schleiden geleitet und durch einen geringen Elternbeitrag mitfinanziert.

8. BEHANDLUNG AKTUELLER PROBLEME

Eine der wesentlichen Gefahren auf dem Weg vom Kind zum Erwachsenen besteht heute darin, dass Jugendliche in die Abhängigkeit von Drogen geraten können. Obwohl unsere Region keinen besonderen Brennpunkt in dieser Beziehung darstellt, ist auch Zülpich von dieser Entwicklung nicht ausgeschlossen. Wir versuchen daher als Schule unser Möglichstes zu tun, um einer solchen Entwicklung vorzubeugen, indem das Thema „Sucht" mehrfach im Unterricht - besonders in den Fächern Biologie und Religion - behandelt wird. Auch nehmen alle Siebtklässler an einem Unterrichtsprojekt zur Suchtprophylaxe teil, bei dem wir mit Fachkräften anderer Organisationen (z.B. Suchthilfe der Caritas, der Kriminalpolizei und dem Kreuzbund) zusammenarbeiten. Die Kolleginnen Baur und Warrach sind als Beraterinnen für Suchtvorbeugung ausgebildet. Sie betreuen alle Aktivitäten, die zu diesem Thema veranstaltet werden. Darüber hinaus stehen sie für persönliche Gespräche zur Verfügung. 
Außerdem bieten wir ein professionell begleitetes Projekt zur Sexualerziehung .
Ein anderer Problembereich, in dem wir tätig sind, ist der der zunehmenden Gewalt im alltäglichen Umgang. Wir betreiben aktiv „Streitschlichtung", durch die Schüler lernen sollen, mit Konflikten besser und selbstverantwortlich umzugehen. Frau Maßenberg und Frau Obermeier betreuen das Projekt „Streitschlichtung" fachkundig.
Seit dem Schuljahr 2009/2010 besteht zwischen der Förderschule in Bürvenich (Ansprechpartnerin: Frau Dr. Wulf-Hundeck) und dem Franken-Gymnasium eine Kooperation. Kolleginnen bzw. Kollegen, die Unterstützung bzw. Handlungsbedarf in ihren Klassen sehen, melden sich bei den schulischen Koordinator/innen. In regelmäßigen Meetings (Unterstützungscenter) werden die „Fälle“ vorgetragen und Lösungswege aufgezeigt.

Es gibt offene Beratungsstunden sowohl für die SI als auch für SII. Hierzu stehen zwei Kolleginnen aus Bürvenich zur Verfügung. Diese arbeiten auch mit den hier ansässigen Grundschulen zusammen und beraten die Erprobungsstufenleiterin bei der Zusammensetzung der neuen Klassen. Ein offener Gesprächskreis für die Oberstufe ist angedacht.

9. UNTERRICHTSGÄNGE, FAHRTEN

In den Klassen 5 - 9 finden jeweils bis zu drei Wandertage pro Schuljahr statt. Hinzu kommen - vorwiegend in der Oberstufe - „Unterrichtsgänge", z. B. Besuche von Museen, biologische, erdkundliche oder geschichtliche Erkundungen. Zu speziellen Themen laden wir auch Fachleute in die Schule ein. Tradition geworden sind ebenfalls die Fahrten der Stufen 7, 8 und 9 zu Stätten der Römer (Eifel, Xanten, Heerlen/Maastricht), ins französischsprachige Belgien und nach England (bilinguale Klassen). In der Klasse 8 führt eine Fahrt zur Synagoge in Köln.
In der Klasse 5 findet eine dreitägige Fahrt in eine Jugendherberge statt; die Stufe 9 macht eine mehrtägige Fahrt und in der Stufe 12 findet die traditionelle einwöchige Kursfahrt des Franken-Gymnasiums ins Ausland (z. B. nach Prag, Budapest, Wien, London, Dublin in die Toskana u.a.) statt. Die bilingualen Klassen und häufig auch deren Parallelklassen fahren im siebten Schuljahr nach England.

10. SCHÜLERAUSTAUSCH 

10.1 Blaye-Austausch
Seit 1970 organisiert das Franken-Gymnasium Zülpich jährlich im Rahmen der Schul- und Städtepartnerschaft zwischen Blaye (bei Bordeaux an der französischen Atlantikküste gelegen) und Zülpich Austauschbegegnungen mit französischen Schülern. Mindestens für 12 Tage sind die Jugendlichen bei französischen Gastfamilien untergebracht und nehmen auch am Unterricht der französischen Schulen teil. Die Fahrt fällt z. T. in die Ferien. Im gleichen Schuljahr kommen dann die französischen Schüler zu einem Gegenbesuch nach Zülpich. (Teilnahmemöglichkeit ab Klasse 9).

10.2 USA-Austausch
Jedes Jahr besteht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 die Möglichkeit, an einem Schüleraustausch mit unserer amerikanischen Partnerschule in Buffalo (New York State) teilzunehmen. Damit verbunden sind ein dreitägiger Aufenthalt in New York, ein Ausflugsprogramm von Buffalo aus (zu den Niagara-Fällen, nach Toronto u.a.) sowie Schulbesuche. Der Austausch wird jeweils von zwei Kollegen bzw. Kolleginnen begleitet; die Unterbringung erfolgt in Familien.

10.3 Weitere Austauschaktivitäten
Neben dem regelmäßigen Schüleraustausch mit Frankreich und den USA fördert das Franken-Gymnasium auch den mehrmonatigen Austausch mit Schulen aus anderen Ländern (z. B. Australien, Neuseeland, Kanada und Irland). Die Schülerinnen und Schüler (meist der Jahrgangsstufe 10) leben dort in Familien und gehen zur Schule.
In den vergangenen Schuljahren wurde außerdem ein Austauschprogramm mit einer Schule in Kangasala (Finnland) ins Leben gerufen.

10.4 ESN
Außerdem ist das Franken-Gymnasium Mitglied im European School Network (ESN) und hat über diese Institution Kontakte zu neun anderen Ländern, welche individuelle Schüler- und Lehreraustausche ermöglichen.


11. BERUFSORIENTIERUNG

Das Franken-Gymnasium vermittelt eine breit gefächerte Allgemeinbildung, deren Ziel es ist, junge Menschen zum Studium an einer Fachhochschule oder Universität zu befähigen. Da sich aber ein großer Teil unserer Schüler nach der Jahrgangsstufe 10 oder auch nach dem Abitur mehr praxisorientierten Berufen zuwendet, ist es uns wichtig, die Schülerinnen und Schüler theoretisch und praktisch mit der Berufswelt bekannt zu machen und ihnen bei der Berufswahl Orientierungshilfen anzubieten.
Deshalb veranstaltet das Franken-Gymnasium in den Stufen 9 bis 11„Berufsorientierung“. Vertreter des Arbeitsamtes sowie Repräsentanten verschiedener Berufe informieren über die Arbeitswelt; die Schüler nehmen an einem Bewerbungstraining teil, besichtigen ausgewählte Betriebe und sammeln bereits Erfahrungen in Form von Praktika. In der Stufe 10 handelt es sich um ein verpflichtendes einwöchiges Praktikum, das in die Osterferien hinein verlängert werden kann. In der Jahrgangsstufe 12 wird das Angebot der Universität Bonn wahrgenommen, an einer Studienberatung vor Ort teilzunehmen.


12. SCHULFESTE

Bekannt sind die Feste unserer Schule, die von Schülern, Eltern und Lehrern gemeinsam organisiert werden. Jährlich wiederkehrend finden Aktivitäten zu Karneval, im Sommer und zum Weggang der Abiturienten statt. Größere Schulfeste planen wir in etwas längerem Abstand. Der Erlös solcher Feste wird für Schüler, Schule und gemeinnützige Zwecke verwendet.
Eine attraktive Veranstaltung unserer Schule ist der „Künstlertreff". Hier können Schüler alles, was produktiv und kreativ in den Arbeitsgemeinschaften und im Unterricht (oder auch zu Hause) entstanden ist, vorführen.


13. PUBLIKATIONEN ( "Franken-Post“", "Jahrbuch")

Mehrmals im Schuljahr erscheint das Faltblatt "Franken-Post", in dem rückblickend und vorausschauend über das Schulleben und wichtige Termine informiert wird. Seit dem Schuljahr 2003/04 gibt es einen umfangreichen jährlichen Rückblick mit dem Titel „Jahrbuch des Franken-Gymnasiums".

14. SCHÜLERTRANSPORT

Für alle Schüler des Franken-Gymnasiums ist die Fahrt zur Schule mit Bussen kostenfrei, wenn unsere Schule das nächstgelegene Gymnasium ist. In Einzelfällen hilft unser Sekretariat bei der Klärung von Fragen. Ein- und Ausstieg bei An- und Rückfahrt ist aus Haftungsgründen jeweils die nächstgelegene Haltestelle. 


15. FÖRDERVEREIN

Wir haben auch einen sehr aktiven Förderverein. Er unterstützt die Schule bei Anschaffungen, aber auch bei der Verwirklichung von pädagogischen Aufgaben.


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