
Spaß bei der Grammatik
Die Kommakrimis der 7c
Bücher und vieles mehr
Wir feiern eine Abschiedsparty
Jeder kennt die Reaktion der Schüler, wenn im Deutschunterricht das Thema "Grammatik " angekündigt wird !
Durch die Reihen geht ein Gemurmel, das deutlich daraufhin weist, dass Grammatik lernen furchtbar langweilig ist !! Aber die 7c hatte das Glück mit Frau Schön Deutschunterricht zu haben ...
So wurden wir nicht nur zu echten Kommaexperten ausgebildet, sondern auch zu "echten " Krimiautoren : Es entstanden die " Komma-Krimis " ...
Jetzt werden sich bestimmt viele fragen, was das wohl ist. Also, die "Komma-Krimis" sind Geschichten, bei denen ein fehlendes Komma zu einem oder mehreren Morden führt.
Wir dachten uns also Infinitivsätze aus, bei denen Missverständnisse entstehen, wenn man kein Komma setzt. So entstanden z.B. solche Titel : " Wir bitten die Zuschauer nicht zu essen " oder " Wir bitten die Diamanten nicht zu fotografieren ." Die Klasse 7c hatte viel Spaß dabei in einzelnen Gruppen " Komma-Krimis " zu schreiben. Und das Ergebnis waren wirklich tolle Geschichten !
Manche spannend und manche auch witzig. Auf jeden Fall weiß die 7c jetzt , dass Grammatik lernen auch Spaß machen kann !!
Und unsere Komma-Krimis finden Sie natürlich hier auf unserer Homepage:
Eine spannende Krimigeschichte und eine Kommaregel - hierbei handelt es sich auf den ersten Blick um zwei Dinge, die scheinbar nicht gerade viel gemeinsam haben. Doch der erste Eindruck täuscht ! In unserer Geschichte führen fehlende oder falsch genutzte Kommas zu Missverständnissen - und diese zu einem Mord ...
| Regel: Das Komma beim erweiterten Infinitiv kann gesetzt werden, um die Gliederung des Satzes deutlich zu machen oder um Missverständnisse auszuschließen. z.B. : |
Wir bitten die Zuschauer nicht zu essen

An einem schönem Abend ging Herr Hühnerbein ins Theater. Als er an der Abendkasse bezahlte, sah er ein Schild auf welchem stand : "Wir bitten die Zuschauer nicht zu essen!" Er suchte seinen Platz und setzte sich gemütlich hin. Er bekam Hunger und dachte an das Schild am Eingang. Dann drehte er sich um und sah - das Stück sollte gerade beginnen - einen Mann, der neben einem anderen saß und diesem unerwartet einen Klaps auf die Schulter gab. Daraufhin fiel der "geschlagene" Mann leicht zur Seite auf den anderen zu. Herr Hühnerbein dachte sich: Man darf doch keine Zuschauer verspeisen. Na ja, gut, dann darf ich das ja wohl auch, wenn der es darf! Herr Hühnerbein wendete sich zu seinem Nachbarn, der sich logischer Weise angegriffen fühlte und sich massivst wehrte. Doch Herr Hühnerbein machte weiter. Dann plötzlich zog der Nachbar ein Messer hervor und stach zu. Leider überlebte Herr Hühnerbein diese Theatervorstellung nicht.
Wir bitten die Diamanten nicht zu fotografieren

Im Diamantenmuseum in Köln waren sehr wertvolle Diamanten ausgestellt. Damit nicht veröffentlicht werden konnte, dass es hier so wertvolle Diamanten gab, stand vor der Ausstellung der Satz:
WIR BITTEN DIE DIAMANTEN NICHT ZU FOTOGRAFIEEREN !
Als am Nachmittag der verrückte Pfaffenholz aus der Irrenanstalt getürmt war, machte er sich auf den Weg ins Museum. Pfaffenholz kam in die Irrenanstalt, da er alle Gegenstände für lebendig hielt. Nachdem er das Schild am Eingang das Museums gelesen hatte, dachte er bei sich: Das muss ja ziemlich toll sein, vielleicht kann ich mich dann mal mit ihnen unterhalten.
Als er dann drinnen war, holte er seine Kamera aus der Tasche und fotografierte wie verrückt alle Diamanten. Diese Fotos wollte er später ihnen schenken, weil sie hier ja nicht fotografieren durften. Doch es kam ganz anders. Eine Aufsichtsperson hatte ihn bemerkt und lief jetzt auch schon zielsicher auf ihn zu. Pfaffenholz in heller Aufregung, flitzte schnell aus dem Museum und rannte quer über den Marktplatz. Die Aufsichtsperson Herbert schoss jetzt aus dem Museum heraus. Sein Kopf ganz rot vom Laufen. Pfaffenholz rannte in eine Seitengasse, denn dort ging es zur Irrenanstalt. Als Herbert auch dort hereinlaufen wollte, hörte er einen lauten Knall. Sofort lief er in die besagte Straße. Dort sah er Paffenholz am Boden liegen, aber er dachte sich nichts dabei und suchte nur die Fotos. Herbert fand aber keine. Am nächsten Tag fand die Polizei die Leiche und verdächtigte sofort Herbert. Der konnte zwar seine Unschuld beweisen, doch Mörder und Fotos wurden nie gefunden.
Ich verspreche euch alles zurückzugeben

Ein Jugendlicher hatte von zwei Drogendealern Drogen bekommen, die diese wiederum aus dem polizeilichen Archiv entwendet hatten, aber noch nicht bezahlt. Er schrieb aus lauter Angst um sein Leben auf einen Zettel:
"Ich verspreche euch alles zurückzugeben !"
Jetzt dachten die Dealer doch tatsächlich, er wolle zur Polizei und ihr alles erzählen. Als er dann die Drogen wiedergeben wollte, wurde er mit sieben Messerstichen getötet. Ein Hund bemerkte es. Die Dealer gaben ihm eine Bombe ins Futter. Der Hund fraß sie und lief zu einer etwas älteren Frau auf einer Parkbank. Sie streichelte ihn und hörte etwas ticken und dachte, es sei ihre Uhr. Als sie wieder zu dem Hund guckte, explodierte der Hund und das weiße Kleid färbte sich rot. Sie starb durch den Schock. Damit hatten die Drogendealer drei Morde begangen.
Dass Klassen dann und wann und schon einmal eine Lektüre im Deutschunterricht lesen, ist durchaus bekannt, aber was bedeutet
"Bücher und vieles mehr ..."?

Die Lösung ist, dass die 7c ihren Klassenschrank umfunktioniert hat zu einer richtigen Bücherei. Diese beinhaltet mittlerweile mehr als 80 Bücher!
Vorerst brachte jeder der 23 Schüler ein Buch mit in die Schule, abgesehen von einigen, die gleich mehrere mitbrachten. Später bestellte Frau Schön bei einem Verlag weitere 50 Bücher. Mittlerweile läuft die Ausleihe auf Höchsttouren. Und das Ganze läuft natürlich höchst professionell ab, nämlich mit beschrifteten Karteikarten, Rückgabeblättern und Stempeln, Ordnung der Bücher nach Rubriken... . Die Bücherei wird von zwei Schülern der Klasse 7c geführt, nämlich Anna und Judith. Aber die beiden waren nicht die einzigen, die beim Aufbau der Bücherei geholfen haben. Geholfen haben noch viele andere... . Wir hoffen, dass die Bücherei noch lange so gut genutzt wird!
Ein Großteil der Bevölkerung glaubt, dass Schule trocken, langweilig, ätzend und blöd ist. Die 7c beweist das Gegenteil: Die Abschiedsparty für Maike W.
Nachdem nun manch widerwilliger Lehrer endlich überzeugt war, liefen die Vorbereitungen auf Höchsttouren. Am Morgen, bevor Maike wegzog, war es dann soweit. Die Tische wurden zur Seite geschoben, die Süßigkeiten und Getränke hingestellt, die Klasse geschmückt und die Abschiedsgeschenke in der Mitte der Raumes plaziert. Da die ganze Sache eine Überraschung sein sollte, wurde Maike von Freunden vor der Türe gekonnt abgelenkt. Die Party war ein voller Erfolg. Es wurde gespielt, gelacht und vor allen Dingen natürlich gegessen, getrunken und laute Musik gehört... Doch leider stand schließlich noch das ungeliebte Aufräumen an, aber auch dies wurde von der 7c gemeistert!
Das einzig Negative war, dass Maike weggezogen ist. Ansonsten war es einfach spitze.
Die 7c im Schuljahr 2001/2002