


| Das Franken-Gymnasium beteiligt sich am Projekt "Schulen ans Netz" seit Beginn des Schuljahres 97/98 (Förderphase: 2. Fenster NW). Die entsprechende Zusage vom Projektbüro erreicht uns am 29.3.97. |
Übersicht: |
1. |
Der Kampf mit der Technik
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Auf das Angebot der Telekom, einen eigenen ISDN-Anschluss für das Projekt zu verlegen, wird verzichtet, da der Internetzugang über eine Nebenstelle der neuen ISDN-Telefonanlage der Schule realisiert werden kann, eine wie sich herausstellt - gangbare Lösung, die aber erst nach vielen Fehlversuchen und unter Einbeziehung der beteiligten Firmen (Telekom, Alcatel) sowie einer großen Zahl ausgebuffter Tüftler aus den diversen Mailinglisten (s.u.) funktioniert.Vorteil dieser Lösung: Keine zusätzlichen Grundgebühren!
Der für Juli 97 versprochene Multimedia-PC kommt mit zeitlicher Verzögerung am 2.9.97, so dass die technische Vorbereitung des Projekts nicht mehr wie eigentlich geplant - in die ruhigen Sommerferien, sondern in die Hektik des beginnenden Schuljahres fällt. Ende September 97 ist der Computer aufgestellt, der Anschluss funktioniert, und es kann losgehen. Wie zu erwarten, stellt sich sehr bald heraus, dass ein Zugang über einen einzelnen PC für eine Schule mit 60 LehrerInnen und 1000 SchülerInnen weder pädagogisch noch praktisch besonders sinnvoll ist. Nach anfänglichen Tastversuchen wird daher die Notbremse gezogen und eine größere (Netzwerk-)Lösung avisiert.
Diese soll unter Einbeziehung der Einzelplatzrechner im Informatikraum realisiert werden. Es wird daher beschlossen, den Arbeitsspeicher der elf vorhandenen PCs (486er) aufzurüsten (auf 16 MB), das Betriebssystem umzustellen (auf Windows 95) und die Computer untereinander und mit dem neuen Multimedia-PC zu vernetzen. Da dies Konsequenzen auch für den Informatikunterricht hat, muss die Zustimmung der FachkollegInnen erreicht werden, was problemlos gelingt.
Von der Netzwerktopologie her bieten sich zwei grundlegend verschiedene Strukturen an. Sie unterscheiden sich bereits beim verwendeten Kabel: Koax oder Twisted Pair.
Aus diesen Gründen wird die zweite Lösung gewählt.
Unabhängig von der Art der Verkabelung muss ein weiterer PC beschafft werden, der als Kommunikationsserver die Verbindung des Netzwerkes mit dem Internet leistet. Für jeden der beteiligten Rechner wird außerdem eine Netzwerkkarte (Ethernet) beschafft.
Da es bei der gewählten Lösung um die wesentlich teurere Lösung (zusätzliche Hardware: mehr Kabel, Hub, Patchpannel, RJ45-Steckdosen etc.) handelt, wird der Versuch gewagt, die Vernetzung in Eigenarbeit durchzuführen. Dies wird in der hierzu hochmotivierten ersten Internet-AG (Lehrer, Schüler, Hausmeister) in Angriff genommen, obwohl uns - alles blutige Laien - alle "Fachleute" von einem solch kühnen Unterfangen abraten und das Unternehmen von vorneherein zum Scheitern verurteilen.

Dennoch sind wir - mit einigen Rückschlägen - sehr erfolgreich.Technischer Rat kann bereits aus dem Internet bezogen werden, wobei insbesondere die Mailing-Liste "Schul Netzwerk Admin" (SCHUL-NETZ at LISTSERV.GMD.DE) von großer Hilfe ist. Etwa, wenn es zum Beispiel um so knifflige Fragen wie die nach Zuordnung der bunten Drähtchen innerhalb des 8-adrigen RJ45 Kabels zu den entsprechenden Steckern oder um Probleme mit der Telefonanlage geht. Hier führt diese unkommerzielle Art der Hilfe oft wesentlich schneller zum Ziel als der Besuch der verschiedenen Netzwerkhäuser in der näheren und weiteren Umgebung. Auch die von SaN ins Leben gerufene Hotline ist hier wenig hilfreich.
Nachdem die physikalische Vernetzung erfolgreich durchgeführt ist, muss nun der im Nachbarraum aufgestellte Kommunikationsserver softwaremäßig eingerichtet werden. Da aus Budgetgründen hier nur eine Linuxlösung in Frage kommt, sehen wir uns wiederum vor die Wahl gestellt zwischen zwei möglichen Varianten:
Die beiden Lösungen unterscheiden sich in vielen Details. Beide haben Vor- und Nachteile Letztendlich haben wir uns für die IPS-Variante entschieden, da sie uns aus folgenden Gründen in unserer Situation besser geeignet erscheint.
Die Einrichtung des IPS-Servers erweist sich als schwieriger als zunächst erhofft. Ganz ohne Eingriffe in das Linux-System gelingt uns die Konfiguration doch nicht. Insbesondere beim Erkennen der ISDN- und der Ethernetkarte treten Schwierigkeiten auf. Darüber hinaus ergeben sich erneut Probleme beim Zusammenspiel mit der hausinternen Telefonanlage. Hilfe kommt von einem ehemaligen Schüler (Mario J.), der jetzt Informatik studiert und sich als ausgefuchster Linux-Spezialist erweist. Nach mehreren Abendsitzungen läuft das System zu Beginn der Osterferien 1997/98 aber stabil und ohne Probleme (bis auf den heutigen Tag).
2. |
Qualifizierung der KollegInnen |
| Idee: | Da den meisten KollegInnen zu Beginn des Projekts das Internet wenig bekannt ist, z.T. auch falsche Vorstellungen bestehen, werden zunächst sog. Schnuppernachmittage angeboten, wo anfangs noch am Einzelplatz - die Möglichkeiten des neuen Mediums demonstriert und diskutiert werden können. |
| Durchführung: | (November 97 März 98) Dies geschieht in unregelmäßigen Abständen nach Fachgruppen sortiert, wobei die Fächer Biologie, Englisch, Erdkunde, Mathematik/Physik und Deutsch den Anfang machen. Hier geht es im wesentlichen um das Aufspüren und Bewerten unterrichtsrelevanten Materials, wie es zum Beispiel auf den Bildungsservern der Länder und der Zentrale für Unterrichtsmaterialien (ZUM) vorliegt. |
| Ergebnis: | Insgesamt wird dieses Angebot von etwa 20 KollegInnen wahrgenommen. Die Resonanz ist positiv bis verwirrt. Das Bedürfnis nach einer intensiveren Beschäftigung mit dem Internet wird geäußert. Auch diese Erfahrung forciert die Umstellung des Systems auf eine Netzwerklösung, so dass von mehr als einem Computer gleichzeitig im Internet gearbeitet werden kann. Eine weitere Folge dieses Erstkontakts besteht darin, dass sich mehrere KollegInnen mit der Idee eines Internetzugangs von zu Hause zu beschäftigen beginnen. |
| Idee: | Ziel dieser internen Fortbildungsmaßnahme (Methode: "learning by doing") ist es, einer größeren LehrerInnengruppe die zum Erstellen der Schul-Homepage notwendigen Fertigkeiten zu vermitteln, so dass auf diese Weise eine Kerntruppe entstehen kann, die sich gemeinsam oder arbeitsteilig an der technischen Umsetzung der Homepage beteiligt. |
| Durchführung: | Zunächst hatten wir auf Unterstützung durch die für unsere Schule
zuständige Moderatorin von SaN gesetzt und die Kollegin zu diesem Workshop eingeladen. Da
das von uns gewählte Thema/Programm jedoch nicht den
von SaN für die Moderatoren vorgesehenen Aufgaben entspricht, werden wir mit diesem
Wunsch allein gelassen. Auf uns selbst gestellt und mit Hilfe eines fähigen und
kenntnisreichen Schülers gelingt es uns dennoch, einen erfolgreichen Workshop auf die
Beine zu stellen.
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| Ergebnis: | Grundlage dieses erfolgreichen Unternehmens sind die exzellenten Kenntnisse des anwesenden Schülers, die Grundkenntnisse mehrerer Kollegen sowie verschiedene Handbücher und Lernprogramme zum Programm Microsoft Frontpage. Am Ende der Veranstaltung bleiben zwar viele Fragen offen, es besteht aber begründete Zuversicht, dass es möglich sein wird, gemeinsam eine Homepage für die Schule zustande zu bringen. |
Die positive Erfahrung mit der Einbeziehung von Schülerkenntnissen lässt die Idee keimen, weitere Workshops unter Schülerbeteiligung ins Auge zu fassen. Dies führt (im Rahmen der 3.Bewerbungsrunde für das Schuljahr 1998/1999) zu einem weiteren Antrag an SaN, die uns eine Serie von insgesamt 6 Workshops unter der Rubrik 'Teach Your Teacher' zu fördern versprechen. Diese Workshops sind gerade angelaufen. Eine Gesamtbewertung erfolgt am Ende des Projekts.
3. |
Nutzung des Internet am Franken-Gymnasium
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Ab 1.5.98 steht dem Franken-Gymnasium die E-Mail-Domain fragy.de über den Provider WiNShuttle des Deutschen Forschungsnetzes zur Verfügung. Dies bedeutet, dass wir als Schule unter dieser Domain beliebig viele E-Mail-Adressen vergeben können, d.h. im Prinzip für jeden Schüler, jede Schülerin, jede Lehrerin und jeden Lehrer eine eigene, individuell verschiedene Adresse. Da alle diese Adressen unter derselben Domain verwaltet werden, ist es möglich, die gesamte Tagespost (eingehend wie ausgehend) als Paket gemeinsam und mit einem einzigen Telefonanruf zu versenden (Kosten sparen!). In Kombination mit unserer Serverlösung (IPS) kann dann jeder Nutzer seine eigene Post mit Passwort an jedem beliebigen Rechner des Netzwerks abrufen.
Von insgesamt 65 KollegInnen haben bis heute 33 einen E-Mail-Account beantragt und erhalten. Die tatsächliche Nutzung ist zwar im Moment noch gering, dürfte aber bald steigen, nachdem ein zusätzlicher Computer außerhalb des Informatikraumes für die Mail-Abwicklung bereitgestellt und die schulinterne Internet-Fortbildung (Teach Your Teacher) verstärkt in Angriff genommen wurde.
Da für SchülerInnen derzeit nur im Informatikraum die Möglichkeit der E-Mail-Abwicklung besteht, können bis auf Weiteres Schüler-Accounts nur eingeschränkt vergeben werden. Dies bezieht sich auf die folgenden vier Gruppen:
Voraussetzung für die Erteilung eines SchülerInnen-Accounts ist eine eingehende Einführung, entweder im Rahmen der Internet-AG oder innerhalb des jeweiligen Projekts.
Zunächst noch vereinzelt, jedoch mit zunehmender Tendenz nutzen KollegInnen den Internetzugang zur Recherche im Rahmen der Unterrichtsvorbereitung. In wenigen Fällen wurden auch bereits mit Oberstufenkursen und Differenzierungskursen der SI thematische Recherchen erfolgreich erprobt. Darüberhinaus werden gelegentlich Software-Updates für die Schulverwaltung (WinSchool, Virenscanner) sowie Shareware- oder Freewareprogramme von FTP-Servern heruntergeladen.
Da Kostenfrage und Zugangskontrolle noch nicht endgültig geklärt sind, können Schülerinnen und Schüler das Internet derzeit noch nicht frei benutzen; der Zugang ist noch auf AGs und regulären Unterricht beschränkt.
Die Internet-AG hat sich zunächst damit beschäftigt, die technischen Voraussetzungen für eine weitergehende Nutzung des Internets an der Schule zu schaffen (s.o.). Nachdem dies erreicht ist, kann nun in der AG damit begonnen werden, eine größere Zahl von SchülerInnen zu qualifizieren. Dies ist für die TeilnehmerInnen verbunden mit der Möglichkeit, einen schulinternen Internet-Führerschein zu erwerben, dessen Besitz in Zukunft weitergehende Nutzungsberechtigungen bewirkt.
Die Folge der Vernetzung der vorhandenen Computer sowie die mit der Internetnutzung verbundene partielle Öffnung des Informatikraums für Nicht-Informatiker haben den KollegInnen Mut gemacht, neue Dinge im Unterricht auszuprobieren und die gemachten Erfahrungen an interessierte KollegInnen weiterzugeben (z. B. Unterricht mit Multimedia-CDs im Deutschunterricht). Dies lässt für die Zukunft hoffen.
4. |
Die Schul-Homepage
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Der hier vorliegende erste Entwurf einer Homepage des Franken-Gymnasiums wurde von LehrerInnen und engagierten SchülerInnen erstellt und soll als Ausgangspunkt dienen für eine weiterentwickelte Internet-Präsentation der Schule. Hauptziel dieser ersten Fassung ist es, die Schulöffentlichkeit (SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen, Ehemalige) zur (Mit)gestaltung von eigenen Bereichen zu gewinnen. Als Koordinator für diese Weiterarbeit stehen Til Kreuels und das Homepage-Team zur Verfügung.
Geplanter Termin der ersten Online-Stellung: 21.11.98 (Tag der offenen Tür)
5. |
Ausblick |
Auch wenn vieles langsamer geht und länger braucht als erhofft, sind wir doch optimistisch. Wir haben einiges erreicht, - neben den Alltagsgeschäften der Schule. In technischer Hinsicht bestehen nun weitaus mehr Möglichkeiten als zu Beginn, und es steht zu hoffen, dass die geschaffenen Einrichtungen auch zu inhaltlichen Entwicklungen führen (mehr Projekte, mehr Nutzung durch und für die Schüler). Insgesamt sind sind wir guten Mutes und bauen für die Zukunft ganz auf die beschriebenen Schneeballeffekte. Insbesondere für die Weiterentwicklung der Homepage wäre zu wünschen, dass sich die exponentiell wachsende Arbeitsaufwand auf mehr und mehr qualifizierte Schultern verteilt.
Die Homepage besteht keinesfalls - wie der Name vielleicht nahelegt - aus einer einzigen Seite ("Page"), sie ist vielmehr aus vielen miteinander verknüpften Seiten aufgebaut, die zusammen eine größere Einheit bilden. Man spricht dann von einer (engl). "Site". Wie Sie sehen, verwenden wir die sog. Rahmentechnik ("Frame"technik). Dies erleichtert das Navigieren innerhalb einer umfangreichen Site, erfordert allerdings die Verwendung eines "rahmenfähigen" Browsers für die Betrachtung. Die heute gängigen Browser sind alle "rahmenfähig". Der folgende Screenshot zeigt Ihnen die Startseite der Homepage (alle Rahmen im Anfangszustand). Falls Sie sich noch nicht so gut auskennen, lesen Sie doch bitte die folgende Erläuterung:
Screenshot der Startseite:

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