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Es ist an der Zeit, die Schulöffentlichkeit über den Stand eines bisher weitgehend im Stillen ablaufenden Projektes zu informieren, über die
Aktion "Schule vernetzen". Vielleicht erinnert man sich ja noch an meinen Rundbrief vom Beginn des Schuljahres, in dem ich um aktive Mithilfe beim weiteren Ausbau des pädagogischen Netzes am Franken-Gymnasium gebeten hatte. Seither ist eine Menge geschehen, nur sieht man noch nicht sehr viel davon, weil das meiste sich hinter verschlossenen Türen, unterhalb des Gebäudes und an Wochenenden und in den Osterferien abgespielt hat.
Erfreulich zunächst, dass sich aus allen drei am Schulleben beteiligten Gruppen (Eltern, Lehrern,
Schülern) engagierte und sachkundige Helfer gemeldet haben, die bei einem ersten Treffen ihre Bereitschaft zur Mitarbeit erklärten und der Schule ihre unterschiedlichen Fähigkeiten, seien es Muskelkraft, handwerkliches Know-how oder Fachkenntnisse in Netzwerktopologie zur Verfügung stellten.
Unter Beteiligung des Gebäudemanagements der Stadt Zülpich und unter Federführung von drei auf dem Gebiet der Netzwerktechnologie besonders versierten Vätern (den Herren Markus Frings, Ulrich Lehmann und Harald Diel) ging es dann zunächst in die Planungsphase. Wie sich bald herausstellte, reichten die finanziellen Mittel der Schule nicht aus, die gesamte Schule in einem Schritt zu vernetzen. Es galt daher einen Stufenplan aus mehreren Bauabschnitten zu entwickeln, dessen erster sich schwerpunktmäßig auf den Neubau bezog und der bis zu den Sommerferien weitgehend zum Abschluss gebracht werden dürfte.
Der Start im Neubau erschien aus mehreren Gründen sinnvoll. Zunächst handelt es sich hier um den zentralen Gebäudeteil der Schule, von wo aus dann in weiteren Schritten auch die übrigen Gebäudeteile sternförmig angeschlossen werden können. Außerdem befinden sich dort bereits seit längerem der Standort des Servers sowie der bereits vernetzte Informatikraum. Auch ergab es sich, dass das geplante Selbstlernzentrum in einem frei werdenden Raum in diesem Gebäudeteil untergebracht werden konnte. Spezielle Förderkurse mit kleineren Schülergruppen können hier unter Einsatz der Neuen Medien (Lernsoftware und Internet) unterrichtet werden bzw. auch selbstständig lernen. Dieses gilt im Übrigen für alle Schüler, die auf diese Weise eine zusätzliche Möglichkeit erhalten, außerhalb des Unterrichts, d.h. ohne Lehreraufsicht, Computer gestützt zu lernen oder im Internet zu recherchieren. Bis zu 10 Desktop- Computer oder 20 Laptops können hier angeschlossen werden.
Gleichzeitig sollten die nahe gelegenen Musikräume angeschlossen werden und die bereits bestehenden Anschlüsse der Lehrerbibliothek und des Lehrerzimmers im Altbau, sowie des Multimediaraums im Erweiterungsbau neu verkabelt werden, aber auch der eigentliche Informatikfachraum der Schule wird neu vernetzt.
Mehrere potente Sponsoren konnten gefunden werden. So spendierte die Firma
Kerpenwerk GmbH & Co. aus Stolberg 9 km (!!!) hochwertigen Netzwerkkabels, welches mit Sicherheit für die Verkabelung der gesamte Schule ausreicht. Die
Firma Alcatel lieferte mehrere Hubs und die Firma Zülpich Papier unterstützte uns durch die Arbeitskraft und -zeit ihrer Betriebselektriker.
| Ferner erhielten wir von der Firma Knurr AG einen hochwertigen Netzwerkschrank (noch verpackt) für das Nervenzentrum des Sternpunktes im Neubau. | ![]() |
Mehrere Eltern konnten nützliche Dinge wie Patchkabel, Druckerserver oder im Schulbetrieb noch verwendbare Computer anbieten. Auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank an alle unsere Sponsoren.
Nach längerer Planung ging es dann Anfang 2002 mit der handwerklichen Arbeit so richtig los.
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Zunächst musste eine Spezialfirma diverse Kernbohrungen durchführen, um die Stockwerke untereinander verbinden zu können. | |
Nach einem Wochenende gemeinsamer Vorarbeiten fand dann die erste Hauptarbeitsphase in den Osterferien statt. Schüler, Eltern und Lehrer fanden sich an mehreren Tagen zusammen, um Kabelschächte an die Wände zu bringen, Kabel von Trommeln zu rollen und durch den Kriechkeller bis in die Klassenräume zu ziehen.
Ein weiteres erfolgreiches Arbeitswochenende Ende April lässt die Hoffnung realistisch erscheinen, dass wir tatsächlich zu Beginn der Sommerferien so weit sind, in allen Räumen dieses Gebäudeteils Computer ans Netz bringen zu können. Letztere fehlen uns allerdings noch in größerer Zahl. Vielleicht findet sich ja - angeregt durch die erfolgreiche Entwicklung des Projekts - auch noch die eine oder andere Firma, die auf die nächste Computergeneration umsteigt und ihre gebrauchten Pentium-III-Rechner auf diese Weise gerne los würde. Und wenn es mal wieder Geld gibt, dann hoffen wir auch den Rest der Schule auf gleiche Art zu vernetzen.
In jedem Falle aber ist das bereits Geleistete für mich Anlass genug, mich im Namen der ganzen Schule für das große Engagement der genannten Väter, der an den Arbeiten beteiligten Schüler (Matthias Esser, Björn Haye, Kai Lucaßen, Oliver Schröder, Christoph Wachendorf, Mark Schutz und Christian Berendt) und Lehrer (den Herren Juschka, Haas, Dederichs, Petermann), aber auch ganz besonders bei Herrn Kreuels, der mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Ironie, Optimismus, Beharrlichkeit und Einsatzbereitschaft das Projekt koordiniert und vorangetrieben hat, ganz nachdrücklich zu bedanken.
Viel ist bereits geleistet worden, aber mehr noch bleibt zu tun. Ich hoffe, auf die unverdrossene weitere Mitarbeit des bewährten harten Kerns - aber auch auf eventuelle neue Mitvernetzer - zählen zu können.
Die Photos vom Fortschritt des Projekts, speziell von der Aktion in den Osterferien
geben ein deutliches Bild von der Art und Mühsal der zu leistenden Arbeiten und dem hartnäckig-fröhlich-unermüdlichen Einsatz der Akteure.
Mit
freundlichem Gruß
Dr.
Hans-Joachim Thierfeldt