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Am Samstag, dem 22.06.02, war es mal wieder soweit: der letzte Teil der Arbeiten des Vernetzungsprojekts des Franken-Gymnasiums für das Schuljahr 2001/02 sollte abgeschlossen werden. Dieses mal ging es allerdings um wirklich anspruchsvolle technische Arbeiten, nämlich um die Verschaltung sämtlicher zuvor verlegter Leitungen im Schaltzentrum im Erdgeschoss des Altbaus.
Bürgermeister Wolfram Ander und Schulleiter Dr. Hans-Joachim Thierfeldt benutzten die Gelegenheit eines erneuten Wochenendarbeitseinsatzes, um den Herren Harald Diel, Markus Frings und Ulrich Lehmann im Namen der Stadt und der Schule ein herzliches Dankeschön zu sagen für das im Verlauf des Schuljahres gezeigte Engagement bei der Verwirklichung des
Projektes „Schule vernetzen”. Hierbei ging es für die Väter sowohl um die professionelle Planung (Ermittlung der räumlichen Gegebenheiten, Zusammenstellung der nötigen Materiallisten, Erstellung der Leitungspläne) in Absprache mit dem Gebäudemanagement und den Elektrikern der Stadt, die Beaufsichtigung des Arbeitseinsatzes der beteiligten Schüler und Lehrer der Schule, als auch um den sehr massiven eigenen Arbeitseinsatz.

Als Ergebnis der bisherigen Aktivitäten können die Arbeiten im Neubau noch vor den Sommerferien als termingerecht abgeschlossen gelten. Alle Klassen- und Fachräume und das sogenannte Selbstlernzentrum dieses Gebäudeabschnitts und die Musikräume haben nun einen direkten Zugang zum Server der Schule, so dass im neuen Schuljahr grundsätzlich jederzeit Unterricht mit Internetanschluss möglich ist. Allerdings bestehen derzeit jedoch noch Engpässe bei der Versorgung mit genügend geeigneten Pentiumrechnern. Die Schule bittet daher darum, das Projekt durch die Spende von weiteren Rechnern zu unterstützen.
Nach Abschluss der umfangreichen Planungsarbeiten wurde zunächst eine Firma mit der Durchführung der für die Verbindung aller Räume untereinander und mit dem Server nötigen Kernbohrungen beauftragt. Danach machten sich die freiwilligen Helfer in mehreren Wochenend- und Ferieneinsätzen an das „Strippenziehen”, das wegen der nötigen Kabellängen, der Menge der Kabel und der Notwendigkeit der Verlegung durch den Kriechkeller, dann doch einigermaßen anstrengend war. Immerhin konnte sich der schulische Koordinator des Projekts, Til Kreuels, bei der Durchführung der nötigen Arbeiten auch auf die aktive Mithilfe einer Reihe von Schülern und Kollegen verlassen.
Schulleiter Thierfeldt: „Es ist äußerst erfreulich, zu welchem Engagement die Mitglieder der Schulgemeinde bereit sind. Dieses gilt für Eltern genauso, wie für die beteiligten Schüler Matthias Esser, Björn Haye, Kai Lucaßen, Oliver Schröder, Christoph Wachendorf, Mark Schutz und Christian Berendt und die Lehrer Klaus Juschka, Bernhard Haas, Paul-Josef Dederichs, Joachim Petermann. Als vor etwa 1,5 Jahren Herr Kreuels mit der Grundidee des Vernetzungsprojekts zu mir kam, war ich zwar erfreut, aber wegen der Größe und Komplexität des Gesamtprojekts durchaus skeptisch. Aber mit seiner unverwechselbaren Art von Realitätssinn, der Bereitschaft auch unkonventionelle Wege zu gehen und seiner Überzeugungskraft hat Herr Kreuels mich dann sehr schnell für das Vorhaben gewonnen. Seine Leistungen bei der Koordination des Projekts und den Arbeiten selbst sind vorbildlich. Ohne die freiwilligen Arbeitseinsätze aller Beteiligten hätten wir das Projekt vergessen können, die Summe der geleisteten Stunden ist insgesamt enorm.”
Als Ergebnis der Arbeiten des laufenden Schuljahres befindet sich nun im Erdgeschoss des Neubaus ein sogenannter „Sternpunkt”, von dem aus in weiteren Ausbauabschnitten die übrigen Gebäudeteile (Altbau, Erweiterungsbau und Verwaltungstrakt) erfolgen soll. Außerdem sind alle Anschlüsse im Altbau (Klassen- und naturwissenschaftliche Fachräume) nun „betriebsbereit”. Endziel ist die Versorgung mit Internetanschlüssen in allen Unterrichts- und Fachräumen der Schule.
„Wir bedanken uns noch einmal auch öffentlich bei den Sponsoren dieses Projekts, der Firma Kerpenwerk GmbH & Co. aus Stolberg, die 9 km (!!!) hochwertigen Netzwerkkabels stellte, welches mit Sicherheit für die Verkabelung der gesamte Schule ausreicht. Die Firma Alcatel lieferte mehrere Hubs und die Firma Zülpich Papier unterstützte uns durch die Arbeitskraft und -zeit ihrer Betriebselektriker. Ferner erhielten wir von der Firma Knürr AG einen hochwertigen Netzwerkschrank für das Nervenzentrum des Sternpunktes im Neubau. Mehrere Eltern konnten nützliche Dinge wie Patchkabel, Druckerserver oder im Schulbetrieb noch verwendbare Computer anbieten.”, so Dr. Thierfeldt.
Als kleine Anerkennung für die geleisteten Arbeiten überreichten Bürgermeister Ander und Schulleiter Thierfeldt am Samstag früh jedem der drei Väter eine Kiste Wein. Wolfram Ander bedankte sich im Namen des Schulträgers auch bei den Familien der Beteiligten, denn sie hätten durch die Wochenend- und Ferienarbeiten für viele Stunden auf die Väter verzichten müssen.
Bei den „hausinternen Helfern” hatte sich Dr. Thierfeldt schon vor einigen Wochen persönlich für deren Arbeitseinsatz bedankt.