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Am 04. Oktober starteten 21 Schülerinnen und Schüler der EF gemeinsam mit Frau Meiser und Frau Müller in ihr USA-Abenteuer. Wie jedes Jahr führte die Reise im Rahmen des langjährigen Austauschprogramms auch diesmal wieder zu unserer Partnerschule nach Buffalo, New York. Nach der Landung in New York City bekamen wir schon auf dem Weg zur Unterkunft einen ersten Eindruck vom Trubel der Großstadt und konnten einen ersten Blick auf die beeindruckende Skyline erhaschen. Kaum waren die Koffer in der Unterkunft abgestellt, machten wir uns auf den Weg zum Times Square, wo wir die Umgebung erkundeten und den Abend in kleinen Gruppen entspannt ausklingen ließen.

Foto 1   Times Square

Tag 1 – NYC

Nach einem für New Yok City typischen Bagel ging es mit der Fähre zur Freiheitsstatue, welche im realen Leben viel größer war als wir es uns vorgestellt hatten. Als Nächstes fuhren wir weiter zu Ellis Island, wo die Immigrationsgeschichte der USA sehr interessant dargestellt war. Der anschließende (lange) Weg durch Manhattan war geprägt von beeindruckenden Gebäuden, zum Beispiel in der Wall Street. Nachdem jeder etwas zu Mittag gegessen hatte, ging es weiter zum 9/11 Memorial. Das Museum war detailliert und spannend gestaltet und stimmte uns sehr nachdenklich. Zum Abschluss des Tages durften wir noch die atemberaubende Skyline von Manhattan bei Sonnenuntergang von der Brooklyn Bridge aus bewundern. Danach haben wir uns noch China Town angeschaut und dort zu Abend gegessen. Es war ein sehr produktiver und anstrengender, aber zugleich auch ein wunderschöner Tag, in dem wir gefühlt halb Manhattan gesehen haben.

Foto 2   Statue of Liberty

Tag 2 – NYC

Mit müden Beinen, aber großer Motivation und voller Tatendrang starteten wir in den nächsten Tag. Zunächst besuchten wir den Central Park, wo es sehr idyllisch und schön war. Dort konnte man gut entspannen und beim Verzehr des mitgebrachten Frühstücks dem hektischen Stadtleben entfliehen. Anschließend machten wir eine Walking Tour, auf der wir einige der imposanten Bauwerke New Yorks betrachten konnten, wie das Empire State Building, das Flatiron Building, das Rockefeller Center und ‘The Vessel’. In kleinen Gruppen hatten wir danach Zeit unseren eigenen Interessen nachzugehen. Nach einer Umfrage, bei der wir Passanten in der Grand Central Station zu verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit befragten, folgte das Highlight des Tages: der Besuch des Summit One Vanderbilt, eines der höchsten Gebäude New Yorks. Dort hatten wir am Abend eine unfassbare Aussicht über die leuchtende Stadt.

Foto 3   Summit One

Tag 3 – Ankunft in Buffalo

Nachdem wir eine unvergessliche Zeit in New York City hatten und fast genauso viele Fotos wie Schritte gemacht hatten, ging es am dritten Tag unserer Reise nach Buffalo. Bevor wir jedoch zum Flughafen fuhren, starteten wir alle wieder einmal mit unserer morgendlichen Routine: Einem Besuch bei Mike’s Bagels.  Dort hatten wir auch schon die Tage davor unseren Geschmacksknospen einen Gefallen getan. Am Flughafen angekommen verlief alles glücklicherweise reibungslos und wir kamen planmäßig um ca. 14 Uhr in Buffalo an. Durch die Vorfreude auf unsere Gastfamilien, mit denen wir uns bereits ein paar Tage vorher austauschen konnten, ging der Flug schneller vorüber als gedacht. Als wir dann auf unsere Gastfamilien trafen, hatten sich alle Ängste, Sorgen und Aufregungen erübrigt, denn den Empfang der Familien hätte man sich kaum besser vorstellen können. Alle freuten sich riesig und hatten sogar extra Willkommensschilder für uns gemalt bzw. gebastelt. Den restlichen Tag verbrachten wir dann in unseren Gastfamilien, wo wir uns gegenseitig besser kennenlernten. Viele von uns gingen mit den Familien am gleichen Tag noch einkaufen und durften nach Herzenslust amerikanische Lebensmittel und Süßigkeiten aussuchen.

Foto 4   Gastfamilien am Flughafen

Tag 4 – Erster Schultag

Unser erster Schultag an der Kenmore West High School, an dem wir unsere Austauschpartner/innen in den Unterricht begleiteten, begann mit Sicherheitskontrollen wie am Flughafen, wodurch es vor der Schule eine lange Schlange gab. Außerdem fiel uns auf, dass es in der Schule Sicherheitspersonal gab, das darauf achtete, ob die Schüler, die während des Unterrichts auf dem Flur waren, einen Hallway Pass hatten und dass die Schüler nicht das Handy benutzen. Uns sind im amerikanischen Schulalltag im Gegensatz zum deutschen noch einige weitere Unterschiede aufgefallen. Zum Beispiel hatte jede Lehrkraft ihren eigenen Raum, jeder Schüler bzw. Schülerin einen eigenen Spind und die Handys mussten am Anfang des Tages abgegeben und am Ende des Tages wieder abgeholt werden. Außerdem gab es fast in keinem Raum Tafeln, stattdessen wurden in jedem Raum Beamer benutzt.

Nachdem wir am ersten Schultag sehr viele neue Erfahrungen gesammelt und viele neue Menschen kennengelernt hatten, verbrachten wir den Abend wieder in unseren Gastfamilien.

Foto 5   Yellow School Bus

Tag 5 – Niagarafälle

Am fünften Tag in Buffalo trafen wir uns morgens an beiden Schulen mit unseren Austauschpartner/innen, Ziel waren die Niagarafälle. Dazu durften wir zum allerersten Mal mit einem gelben amerikanischen Schulbus wie im Film fahren. Als wir endlich ankamen, sahen wir die prächtigen Fälle und mussten erstmal ein paar Fotos machen. Danach fuhren wir mit einem Boot über den Niagarafluss so nah an die Fälle heran, dass uns der Wind das Wasser ins Gesicht und die Regenponchos wehte. Als wir durch die Bootstour alle schon klitschnass waren, konnten wir noch näher heran wandern und sogar die Steine hinter den Fällen anfassen. Manchen gefiel die Nähe des Wassers so, dass sie dies mehrere Male wiederholten. Am Ende waren alle nass, aber glücklich, und freuten sich auf die trockene Wechselkleidung, die am Bus auf uns wartete.

Foto 6   Niagara Falls

Tag 6 – Buffalo State College & AKG Art Museum

Am sechsten Tag unserer Reise fuhren wir morgens zusammen mit dem Bus zum Buffalo AKG Art Museum, welches moderne Kunst ausstellt. Dort haben wir uns zuerst die Ausstellung der Künstlerin Yayoi Kusama angeschaut. Besonders haben uns die Infinity-Räume gefallen, die einen ausgefallenen Ausdruck von Kunst darstellten. Danach erhielten wir eine lehrreiche und unterhaltsame Führung durch das restliche Gebäude, welche uns allen sehr viel Spaß gemacht hat. Obwohl unser Tourguide uns in erster Linie die moderne Kunst näherbrachte, ließ er immer Raum für die eigene Meinung und den persönlichen Geschmack, was bei vielen von uns gut ankam.

Direkt neben dem Museum befindet sich das Buffalo State College, wo wir in der Kantine bei einem All-you-can-eat-Buffet zusammen mit den Studierenden zu Mittag aßen. Es gab sehr viel Auswahl und für jeden von uns war etwas dabei. Nach einer Präsentation über das College führte uns dann eine Studentin über den Campus und durch die Gebäude. Hierbei gefiel uns am besten, dass wir ein Zimmer in einem richtigen Studentenwohnheim sehen und Einblicke in das amerikanische Studentenleben bekommen konnten.

Foto 7   Art museum

Tag 7-9 – Wochenende 

Das verlängerte Wochenende mit dem Montag, der wegen des ‘Columbus Day’ frei war, verbrachten wir in den Gastfamilien. Nachdem die meisten erstmal ausgeschlafen hatten, nutzten manche Familien die Chance, um Kanada zu besuchen. Dort wurden zum Beispiel die Niagarafälle erneut bewundert und das teilweise sogar nachts, wenn diese beleuchtet werden. Auf der kanadischen Seite sind viele Touristenattraktionen, wie zum Beispiel Minigolf, eine Kartbahn, ein Riesenrad und viele weitere. Am Samstag konnte man einige von uns beim Footballspiel der Kenmore West treffen, wo wir die Mannschaft gemeinsam mit den Cheerleadern kräftig anfeuerten.  Während sich am Sonntagvormittag mehrere Gastfamilien zum Kürbisschnitzen getroffen haben, fuhren andere in einen Freizeitpark oder veranstalteten einen Gruselfilmabend passend zum bevorstehenden Halloween. Am Montag haben dann die berühmten Buffalo Bills (Football) und die Buffalo Sabres (Hockey) gespielt, wenn auch leider beide verloren haben. Am letzten Tag des Wochenendes lud eine Familie zu einem traditionellen kanadischen Thanksgiving Dinner mit Truthahn und vielen anderen Leckereien ein. Abschließend kann man sagen, dass es für alle ein schönes und gelungenes Wochenende war und wir viel über die Kultur und das Essen wie beispielsweise den Buffalo Wings oder Beef on Weck der Region Buffalos lernen konnten.

Foto 8   Kurbisse

Day 10 – Shadowing 

Am Dienstag konnten wir nochmal einige Eindrücke aus dem Schulalltag unserer Austauschpartnerinnen und -partner sammeln. Dies begann schon mit dem Schulweg: Manche gingen zu Fuß, andere kamen mit dem Bus und manche fuhren sogar selbst.

Dadurch, dass der Stundenplan jeden Tag der gleiche ist, wussten viele von uns schon, was sie erwarten wird. Um in die Welt der Technik der Kenmore West einzuführen, zeigte uns der Lehrer Mr. Derrik den Technikraum. Dort gab es einige Geräte wie einen 3D-Drucker, eine Schleifmaschine und ein Graviergerät. Als Andenken an den Austausch durfte jeder von uns einen Schlüsselanhänger und einen persönlichen Tassenuntersetzer aus Holz gravieren. Viele von uns hatten nach dieser Stunde Lunch, das ist die einzige Pause am Tag (40 min), bei der die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben sich in der Cafeteria Essen zu holen. Nach diesem Schultag haben alle den Nachmittag wieder mit verschiedenen Aktivitäten in den Gastfamilien verbracht. 

Foto 9   Walkring Tour Buffalo

Tag 11 – Buffalo Walking Tour

Relativ früh am Morgen startete unsere Buffalo Downtown Walking Tour im aktuell höchsten Gebäude der Stadt. Während der Tour konnten wir viele schöne Eindrücke von den imposanten Hochhäusern sammeln. Am interessantesten war aber die Buffalo City Hall, welche wir nach einer Mittagspause besuchten. Von dem frei zugänglichen ‘Observation Deck’ hatten wir eine schöne Aussicht über die ganze Stadt und konnten sogar bis zu den Niagarafällen blicken. Am Ende des Tages trafen sich alle am Austausch teilnehmenden Familien zu einem gemeinsamen Potluck, bei dem jeder ein Gericht mitbrachte und alle gemeinsam vom Buffet essen und sich besser kennenlernen konnten. Eine schöne Gelegenheit gegen Ende des Austausches nochmal zusammenzusitzen und den Abend ausklingen zu lassen.  

Foto 10   Fort Niagara Reihe

Tag 12 – Fort Niagara & Power Vista

Ein weiterer großartiger, interessanter, aber auch unser letzter Ausflug war der Besuch bei Fort Niagara und dem Power Vista an Tag zwölf. Unser Tag startete morgens an der Kenmore West, von wo wir wieder mit einem gelben, typisch amerikanischen Schulbus zu Fort Niagara gefahren sind. Fort Niagara ist eine alte historische Militärfestung, die über 300 Jahre lang von französischen, amerikanischen und britischen Soldaten genutzt wurde. Besonders ansprechend war, dass viele Dinge sehr interaktiv erklärt wurden und wie typisch für die Epoche gestaltet waren, wie zum Beispiel die Kleidung der Mitarbeitenden, die auch ihr schauspielerisches Talent bewiesen und sich wie Personen der Zeit ausdrückten, und die Ausstattung der Räume. Es war für alle ein spaßiges Erlebnis. Danach ging es mit dem Schulbus weiter zu dem Wasserkraftwerk Power Vista. Der Anblick bei der Ankunft war unglaublich, weil alles so riesig war. In dem kleinen Museum des Wasserkraftwerks haben wir viel über nachhaltige Energiegewinnung durch die Kraft des Niagaraflusses gelernt und über deren Zusammenhang mit Nikola Tesla. Nachdem wir zur Schule zurückgekehrt waren und dort noch die neunte Stunde hatten, kehrten wir wieder in unsere Gastfamilien zurück.

Foto 11   Power Vista

Tag 13 – Letzter Schultag und Präsentationen

Am letzten Tag unseres zweiwöchigen Aufenthalts haben wir an den verschiedenen Schulen in den Deutschkursen Präsentationen über unseren Alltag und unser Leben in Deutschland gehalten. In den vorgetragenen Präsentationen ging es vor allem um die großen Unterschiede der Schulsysteme. Nach den Präsentationen beantworteten wir dann noch sehr viele Fragen bezüglich unseres normalen Lebens, da die amerikanischen Schülerinnen und Schüler sehr wissbegierig und interessiert waren. Fragen zur Digitalisierung, Führerschein und nach Sportvereinen kamen dabei am häufigsten vor. Tatsächlich hätten wir persönlich nicht erwartet, dass so viel Interesse und Neugier am Leben in Deutschland besteht.

Foto 12   School Presentation

Abschied

Am Samstag brachten uns unsere Gastfamilien schließlich zum Flughafen, wo nach der unvergesslichen Zeit ein emotionaler Abschied anstand. Viele waren sehr traurig und haben sogar ein paar Tränen verdrückt, andere freuten sich aber auch auf zuhause. Wir bedankten uns nochmal bei den Gastfamilien und versprachen, dass wir uns bald wiedersehen würden. Nach dem kurzen Flug nach Detroit hatten wir einen sechsstündigen Aufenthalt und haben die Zeit genutzt, um uns den Flughafen anzuschauen und etwas zu essen. Anschließend ging es zurück nach Deutschland, wo wir in Siegburg herzlich von unseren Familien empfangen wurden.

Für uns war dieser Trip eine unvergessliche Erfahrung, bei der wir eine neue Kultur und neue Menschen kennenlernen durften. Wir konnten unser Englisch verbessern und neue Freundschaften schließen. Diese Reise hat uns gezeigt, dass wir uns trotz der weiten Entfernung und der kulturellen Unterschiede sehr wohl gefühlt haben und viele Gemeinsamkeiten entdeckt haben. Wir werden definitiv in Kontakt mit unseren Gastfamilien bleiben und freuen uns auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen!

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Beteiligten bedanken, insbesondere den Gastfamilien und unseren Lehrerinnen Frau Meiser, Frau Müller, Mrs. Palaian und Mr. Gabel. Danke, dass Sie diese Reise möglich gemacht haben!

Geschrieben von: allen Teilnehmenden Schülerinnen und Schülern des USA-Austauschs 2025 (EF)