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EscaperromIm Rahmen der Begabungsförderung am Franken-Gymnasium erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eigene Interessen in individuellen Projekten zu vertiefen und über einen längeren Zeitraum selbstständig zu arbeiten. Begleitet durch ein Mentoring entstehen dabei Projekte, die weit über den normalen Unterricht hinausgehen.

Isa Rube aus der 9a nutzte diese Möglichkeit, um sich ein Jahr lang intensiv mit Biologie, Genetik und Forensik auseinanderzusetzen – und entwickelte einen eigenen forensischen Escape Room.

„Am Anfang war ich mir noch gar nicht sicher, was das Thema meines Projekts sein sollte. Ich wusste nur, dass ich etwas mit Biologie machen möchte.“ Durch eigene Recherche stieß sie schließlich auf die Themen Genetik und Forensik, die sofort ihr Interesse weckten. Gemeinsam mit ihrem Mentor entwickelte sie verschiedene Ideen für ein Abschlussprojekt. Die Wahl fiel auf einen selbst gestalteten Escape Room mit forensischem Schwerpunkt.

Über ein ganzes Schuljahr hinweg plante, entwickelte und erprobte sie ihr Projekt. Dabei entstanden zahlreiche Aufgaben, bei denen die Spielerinnen und Spieler beispielsweise Fingerabdrücke vergleichen, Blutgruppen bestimmen, Codes knacken, pH-Werte messen und Täterprofile auswerten müssen. Die Geschichte entwickelte die Schülerin vollständig selbst: Ein Forensiker stirbt unter mysteriösen Umständen – nun müssen die Ermittler herausfinden, was passiert ist.

Besonders viel Spaß machte ihr das Erstellen der Täterprofile, da sie dabei kreativ arbeiten und eigene Ideen umsetzen konnte. Auch ein mit KI erstelltes Video wurde Teil der Geschichte und verlieh dem Escape Room eine besondere Atmosphäre. Nach ersten Testläufen wurden die Aufgaben überarbeitet und verbessert, damit sie logisch aufgebaut und gut lösbar waren. Der regelmäßige Austausch mit dem Mentor, diente der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Projekts.

Neben der Arbeit am Escape Room sammelte die Schülerin viele weitere naturwissenschaftliche Erfahrungen. Besonders spannend war der Besuch einer Genetik-Ausstellung in Münster mit interaktiven Stationen rund um die DNA. Außerdem arbeitete sie in den Osterferien mehrere Tage im Labor, führte Experimente wie Gelelektrophorese und DNA-Extraktionen durch und konnte an der Universität zu Köln Einblicke in die Arbeit mit Zellen und genetischem Material gewinnen.

Um ihren Escape Room möglichst professionell zu gestalten, spielte sie selbst verschiedene Escape Rooms und analysierte deren Aufbau und Rätselstrukturen.

Zum Abschluss durften mehrere Klassen den fertigen Escape Room ausprobieren. Es war besonders interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Gruppen an die Aufgaben herangingen und welche verschiedenen Lösungswege sie entwickelten. Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie aus einer eigenen Idee durch Ausdauer, Kreativität und wissenschaftliches Arbeiten ein spannendes Ergebnis entstehen kann.